Nach Fan-Dialog: VfL Osnabrück schließt Westkurve doch nicht

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Weil die Westkurve im Stadion an der Bremer Brücke in der vergangenen Saison oftmals nur spärlich besucht war, wollte der VfL Osnabrück die Tribüne in der neuen Spielzeit schließen und nur bei besonderen Spielen freigeben. Nun vermeldeten die Lila-Weißen die Wende.

Runder Tisch bespricht Maßnahmen

Am Mittwoch hatten sich Fans und Vereins-Vertreter an einem runden Tisch zusammengefunden und dabei über Lösungen für die Westkurve zu diskutiert. Am Ende stand fest: Die Westkurve wird auch in der kommenden Saison geöffnet. Damit dieser Stadionbereich jedoch auch wirtschaftlich betrieben werden kann, haben die unterschiedlichen Fanvertreter und Fangruppen gemeinsam mit der Vereinsführung verschiedene Maßnahmen besprochen. Zunächst sollen mindestens 600 Dauerkarten verkauft werden, außerdem haben einige Fans vorgeschlagen, den Ticketpreis für die Westseite der Bremer Brücke zu erhöhen, um kostendeckend zu arbeiten.

"Soli-Zuschlag West"?

Auch im Gespräch war eine Art "Soli-Zuschlag West", der dann auf alle Ticketpreise im Stadion erhoben wird, um die West-Öffnung gemeinsam mit allen VfL-Fans zu unterstützen. Ehrenamtliche Unterstützung am Spieltag sowie bei Betrieb und Wartung der Tribüne wurden nach Vereinsangaben ebenso diskutiert wie eine "West-Kurven-Party" zugunsten der Gemeinschaft an der Bremer Brücke. Auch der Vorschlag aus dem offenen Brief der Fans, Kassen, Catering- und Sanitäreinrichtungen der West an einzelnen Spieltagen zu schließen und Zuschauer über die Südtribüne ins Stadion kommen zu lassen, wurde als Option aufgegriffen. Die vielfältigen Überlegungen sollen in den kommenden Wochen im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitskreises weiter ausgearbeitet werden.

"Ein klares Bekenntnis"

Der VfL hatte die Schließung der Westtribüne zunächst beschlossen, weil diese in der vergangenen Saison oftmals nur schwach besucht werden. Teilweise fanden sich keine 700 Anhänger auf der 2.700 Plätze fassenden Tribüne ein. "Es darf keine Tabus bei der Rentabilität des Stadionbetriebes geben. Das war die Ausgangsbasis unserer Überlegung und Entscheidung, in der neuen Saison keine Dauerkarten für die Westkurve anzubieten", sagt Geschäftsführer Jürgen Wehlend und betont nun. "Es ist das Gemeinschaftsgefühl, das uns stark macht. Dass wir für die Westkurve nun doch in den Dauerkartenverkauf gehen, ist ein klares Bekenntnis dazu. Ein Commitment aller Fans für das formulierte Ziel und eine Verpflichtung zugleich.“

 

   

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