Nach Coup beim KSC: VfR Aalen schöpft neue Hoffnung

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Nach der 0:1-Niederlage gegen den Halleschen FC am vergangenen Sonntag war der VfR Aalen mit neun Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bereits abgeschlagen, nun schöpft das Schlusslicht nach dem Überraschungscoup beim Karlsruher SC neue Hoffnung.

Schmitt hochzufrieden

"Überragend", "geiles Match", "bärenstarke Leistung": Trainer Rico Schmitt war die Freude über den 3:0-Erfolg beim Tabellenzweiten nach Spielende sichtlich anzumerken. Auf der Pressekonferenz lobte der 50-Jährige: "Was die Mannschaft taktisch, kämpferisch und fußballerisch auf das Feld gebracht hat, war herausragend." Zudem sah Schmitt die "beste Leistung unter meiner Regie. Da fragt man sich, warum nicht immer so?"

In der Tat erwischte Aalen gegen den klar favorisierten KSC einen Sahnetag und ebnete mit einem Doppelschlag durch Luca Schnellbacher (12.) und Thomas Geyer (15.) innerhalb von nur drei Minuten den Grundstein für den ersten Auswärtssieg seit Ende September. "Das war für den KSC natürlich ein Nackenschlag", wusste Schmitt und bedankte sich anschließend bei Torhüter Daniel Bernhardt, der in der 72. Minute einen Elfmeter von Marvin Pourié parierte. "Den hat er herausragend gehalten. In dieser Situation hätte die Partie kippen können." Das 3:0 durch Stephan Andrist zehn Minuten vor dem Ende sei eine "Willensleistung" gewesen, fand Schmitt, der seiner Mannschaft "ein Riesenkompliment" aussprach und vor allem die "bärenstarke Leistung" in der Defensive lobte.

"Noch ist gar nichts erreicht"

"Wir hatten heute das Matchglück", war sich der Aalener Übungsleiter der Tatsache bewusst, dass Karlsruhe einen schwachen Tag erwischte. Zudem hätte der Treffer zum 1:0 aufgrund einer Abseitsstellung bei der Vorlage von Rehfeldt auf Schnellbacher nicht zählen dürfen, wie liga3-online.de-Experte Babak Rafati in seiner Analyse herausstellte.

Unabhängig davon trat Schmitt auf die Euphoriebremse: "Noch ist gar nichts erreicht." Denn noch immer belegt der VfR Aalen den letzten Tabellenplatz, liegt sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer und muss mehr als jedes zweite der noch ausstehenden zehn Spiele gewinnen, um den Klassenerhalt schaffen zu können. Daher richteten die Beteiligten den Fokus direkt auf das anstehende Sechs-Punkte-Spiel gegen den FSV Zwickau am kommenden Samstag. Ein Sieg ist Pflicht, um die Hoffnung auf den Nicht-Abstieg weiter aufrechterhalten zu können.

   
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