Nach 3:5-Pleite in Rostock: Weckruf von Uwe Koschinat

Es war wahrscheinlich das attraktivste Drittliga-Spiel in dieser Saison, doch am Ende verlor Fortuna Köln auswärts bei Hansa Rostock mit 3:5. Für die Fortuna war es die zweite Niederlage hintereinander und eine, die ganz besonders schmerzen dürfte. Weil alle Protagonisten das Gefühl hatten, dass eigentlich viel mehr drin war. 

Dahmani ist "angefressen"

Als Hamdi Dahmani wenige Minuten nach Spielende im Gespräch mit "FortunaTV" das Spiel analysieren sollte, konnte er seine Enttäuschung kaum verbergen. "Ich bin angefressen, weil wir uns den Schneid haben abkaufen lassen", sagte Dahmani. "Wir haben ein fantastisches Spiel gemacht, führen früh mit 2:0 und bringen uns dann selber raus." In der Tat war nicht mal eine Viertelstunde in Rostock absolviert, da führten die Gäste aus der Kölner Südstadt nach Treffern von Michael Kessel (1.) und Kapitän Dahmani (13.) schon mit 2:0. Was folgte, war Teil zwei von Dahmanis Analyse: Marcel Hilßner (21.) und Soufian Benyamina (28.) glichen noch vor der Pause aus.

"Werden stärker zurückkommen"

Und als dann nach 57 Minuten Fortuna-Verteidiger Markus Pazurek mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde und wenige Minuten später erneut Hilßner (62.) und Selcuk Alibaz (65.) für Rostock trafen, sah alles nach einem klaren Sieg für Rostock aus. Dahmanis zweiter Treffer (73.) ließ Kölner Hoffnungen wieder kurzzeitig wieder aufleben, ehe Hilßners dritter Treffer (77.) die Niederlage der Fortuna perfekt machte. "Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt: Die letzten beiden Spiele sind klare Rückschritte für uns, aber daraus müssen wir lernen", sagte Dahmani. Und: "Wir werden stärker zurückkommen."

Koschinat übt Kritik

Auch Trainer Uwe Koschinat hatte das Gefühl, dass an diesem Nachmittag deutlich mehr drin gewesen wäre für sein Team, das in den Angriffsbemühungen überzeugte, in der Defensive aber zu viele einfache Fehler machte: "Wir haben über die gesamten 90 Minuten einen fantastischen Offensiv-Fußball gespielt. Leider Gottes waren wir nicht in der Lage, dieses Niveau in der letzten Linie zu halten." Es klang daher schon fast ein wenig bitter, als Koschinat sagte, sein Team habe "eine wahnsinnige Entwicklung genommen im letzten halben Jahr, aber leider sind nicht alle Spieler bereit oder fähig, dem schrittzuhalten." Ein Weckruf des Trainers, der wissen wird, dass die Fortuna nur dann eine Chance hat, weiter oben mitzuspielen, und vielleicht sogar bis zum Ende vom Aufstieg zu träumen, wenn die Mannschaft konstant am Optimum spielt. Das war gegen Rostock nicht über 90 Minuten der Fall.

   
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