Nach 13 Spielen ohne Sieg: Münster trennt sich von Hübscher

Der SC Preußen Münster hat am Sonntag die Reißleine gezogen und sich von Cheftrainer Sven Hübscher getrennt. Auch Co-Trainer Tobias Hellwig muss gehen. Damit reagieren die Adlerträger auf die Serie von 13 sieglosen Liga-Spielen in Folge. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Mussten reagieren"

13 Punkte, erst zwei Siege und der vorletzte Tabellenplatz: Der SC Preußen Münster steht nach 17 Spieltagen am Abgrund und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Nach der bitteren 1:3-Pleite gegen Mannheim, als Münster die Partie innerhalb von vier Minuten aus der Hand gab, ist der SCP mittlerweile seit 13 Spielen ohne Sieg – zuletzt gingen die Preußen im August mit drei Punkten vom Platz.

Noch am vergangenen Wochenende hatte Sportchef Malte Metzelder dem 40-jährigen Preußen-Coach trotz der 2:4-Pleite in Zwickau den Rücken gestärkt, doch dass Sven Hübscher die Westfalen nun nochmal in die Spur bringen wird, davon waren die Verantwortlichen nach der neuerlichen Pleite letztlich nicht mehr überzeugt – und stellten den 40-Jährigen am Sonntag mit sofortiger Wirkung frei – ebenso wie Assistent Tobias Hellwig.

"Es war eine sehr schwere Entscheidung, das Trainerteam von seinen Aufgaben zu entbinden", betont Geschäftsführer Malte Metzelder in einer Mitteilung. "Beide stellten sich mit aller Kraft in den Dienst des SC Preußen Münster und den mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern eingeschlagenen Weg. Dennoch mussten wir nun auf die seit vielen Wochen anhaltende Negativserie reagieren und der Mannschaft die Chance zum Neustart geben."

Nur drei Siege aus 18 Spielen

Hübscher hatte das Traineramt beim SC Preußen erst vor Saisonbeginn von Marco Antwerpen übernommen, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert hatte. Aus den 18 Pflichtspielen unter der Leitung des 40-Jährigen holte Münster nur drei Siege und kassierte 36 Gegentore. Anfang September scheiterte der SCP zudem im Landespokal an Viertligist SV Rödinghausen. Wer künftig auf der Preußen-Bank sitzen wird, steht noch nicht fest. Vorerst wird U19-Coach Arne Barez das Training leiten und die Mannschaft auf das Auswärtsspiel in Meppen am 9. Dezember vorbereiten.

Hübscher ist nach David Bergner (Chemnitz), Sascha Hildmann (Kaiserslautern), Heiko Vogel (Uerdingen), Lukas Kwasniok (Jena) und Daniel Bierofka (1860) bereits der sechste Trainer, der freigestellt wurde beziehungsweise den Verein auf eigenen Wunsch verlassen hat. Als mögliche Nachfolger wurden in den vergangenen Tagen Maik Walpurgis, zuletzt zwischen September 2018 und Februar 2019 bei Dynamo Dresden, sowie Christian Flüthmann gehandelt. Der gebürtige Münsteraner war erst vor zwei Wochen bei Liga-Konkurrent Braunschweig entlassen worden. Auch die Namen Nils Drube (zuletzt Sportfreunde Lotte) und Alexander Nouri (zuletzt FC Ingolstadt) wurden in den vergangenen Tagen mit den Preußen in Verbindung gebracht. Auch Barez wäre eine Lösung, verfügt er doch über die nötige Fußballlehrer-Lizenz.

   
  • DM von 1907

    Den Kader allerdings hat der Sportdirektor zu verantworten!

  • Ar Gus

    Zu spät, verbranntes Geld

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