"Müssen noch viel arbeiten" – Zebras lassen Heimsieg liegen

Um circa 15:55 Uhr verließen die 13.441 Zuschauer die Duisburger Arena am vergangenen Samstag mit gemischten Gefühlen. Zum einen sind die Zebras weiterhin, und somit seit zwölf Spielen, ungeschlagen. Zum anderen wurde der eingeplante Heimdreier gegen die Reserve des VfB, trotz sehr guter Chancen, liegen gelassen. Mit einem Sieg stünden die die Meidericher zumindest einen Tag lang an der Tabellenspitze. Diese hatten die Zebras nämlich für 45 Minuten inne, bis Kiesewetter nach Abwehrpatzer der Duisburger den 1:1-Endstand herstellen konnte. "So etwas darf uns nicht passieren. Solche Fehler wie beim Gegentor zeigen mir, dass wir noch hart an uns arbeiten müssen“, so Lettieri auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Geduldige Zebras – Starker Albutat

Gino Lettieri schickte sein Team mit zwei Veränderungen auf den Rasen: Hajri und Onuegbu ersetzten Gardawski und Meißner. Mit einer Doppelspitze, bestehend aus Scheidhauer und dem „King“, rollten die Zebras die erwartet tiefstehenden Stuttgarter unter Druck setzen. Dies gelang, nach 14 Minuten Leerlauf zum ersten Mal Tim Albutat, der die Brustablage Scheidhauers jedoch zu mittig aufs Tor schoss. Der MSV ließ sich vom massiven Abwehrblocks der Schwaben zu keiner Zeit die Geduld rauben und wartete auf die Lücke. Die fand Kapitän Bohl nach einer Freistoßflanke und von Wolze und köpfte ins lange Eck zur Führung ein (34.). Bester Duisburger war bis hier hin Tim Albutat, der immer wieder Räume schuf und das Spiel abgeklärt ordnete.

Offensivere Stuttgarter – MSV öffnet die „große Tür“

Zum Beginn des zweiten Abschnitts reagierte Kramny, brachte mit Grüttner und Breier zwei Offensiv-Joker. Der MSV sah sich nun offensiveren Stuttgartern ausgesetzt, ohne jedoch die Kontrolle über die Partie zu verlieren. Nach erfolglosen Versuchen von Grote und Scheidhauer ging es plötzlich ganz schnell: Der eingewechselte Grüttner schickte Kiesewetter in die tiefe, der im Radius von Zehn Metern keinen Gegenspieler um sich hatte und Ratajzcak den Ball durch die Beine schob. Die Ratlosigkeit über diesen Patzer merkte man den Zebras noch nach der Partie an: „Wie der Ball beim 1:1 durchgekommen ist, habe ich nicht gesehen“, so Hajri in der "WAZ". „Da ging eine Riesentür auf. Ich weiß gar nicht, wie das entstanden ist“, freute sich VfB-Trainer Kramny auf der Pressekonferenz.

MSV lässt Chancen liegen

Vom Gegentreffer mussten sich die Duisburger allerdings nur kurz erholen. Fünf Minuten nach dem Nackenschlag hatte Grote die Riesenchance seine Farben wieder in Führung zu bringen, schob eine flache Scheidhauer-Flanke jedoch knapp am Gehäuse vorbei. „Wir haben das Spiel kontrolliert und auch nach dem Gegentor weiterhin versucht, auf Sieg zu spielen“, erklärte Albutat auf der vereinseigenen Homepage. In der 69. Minute löste Lettieri die Doppelspitze auf, Gardawski ersetzte Onuegbu, was dem Duisburger Spiel sichtlich gut tat. Dennoch taten sich die Meidericher schwer, den VfB in der Schlussphase richtig unter Druck zu setzen. Die letzte, und beste Chance, hatte der eingewechselte Gardawski. Drei Minuten vor dem Abpfiff, er scheiterte aus 13 Metern jedoch an Vlachodimos. Torschütze Bohl fasst gab nach er Partie die Marschroute für die kommenden Wochen vor: "Wir wollten heute unbedingt gewinnen und hatten den Gegner auch gut im Griff. Leider standen wir einmal nicht richtig und dieser Fehler wurde mit dem Gegentor bestraft. Wir müssen weiterhin konzentriert an uns arbeiten, um solche Fehler bei unseren nächsten Begegnungen zu vermeiden.“ Weiter geht es für den MSV nach der Länderspielpause in Cottbus.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   

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