Münster feiert wichtigen Heimsieg und verschafft sich Luft

Preußen Münster konnte den Abstiegskrimi gegen die Stuttgarter Kickers am gestrigen Samstag vor 6695 Zuschauern mit 1:0 für sich entscheiden. Dabei erzielte Matthew Taylor das Tor des Tages. Den Westfalen war die Verunsicherung nach den letzten Ergebnissen deutlich anzumerken, bei den Gästen aus Stuttgart fehlte die Kreativität, da mit Kapitän Enzo Marchese und Marcos Alvarez gleich zwei wichtige Spieler ausfielen. So entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit wenigen Torchancen und dem glücklicheren Ende für Münster. Stuttgarts Soriano sah seine fünfte Gelbe Karte und wird den Stuttgartern, die ohnehin schon Personalnot im Angriff haben, im nächsten Spiel fehlen. Im Folgenden erklärt liga3-online.de, warum Münster das Spiel für sich entscheiden konnte.

Münster in der 2. Hälfte verbessert

Nachdem das Heimteam in der ersten Hälfte viele Fehlpässe spielte und in der Offensive gar nicht stattfand, konnte man sich in der zweiten Hälfte steigern. Dort hatte allerdings immer der letzte Pass gefehlt, um für die nötige Torgefahr zu sorgen. Bezeichnend, dass der Pass zum entscheiden Tor dann vom Gegner kam. Insgesamt kann Trainer Ralf Loose aber damit zufrieden sein, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte mehr Ordnung ins Spiel brachte und in der Defensive sicherer stand. Im Gegensatz zu den vorigen Spielen gegen Rostock und Saarbrücken blieb seine Mannschaft dieses Mal ohne ein spätes Gegentor.

Taylor macht den Unterschied

Matthew Taylor stand in der 72. Minute da, wo ein Stürmer stehen muss. „Ich habe auf den Rückpass spekuliert“,  sagte er nach dem Spiel. Stuttgarts Gerrit Müller wollte zu Torhüter Markus Krauss zurückspielen, sein Pass war jedoch zu kurz. Taylor war zur Stelle und freute sich über sein Tor. „Wir hatten heute wenige Chancen, aber das war auch der Tabellensituation beider Teams geschuldet. Ob der Sieg glücklich ist oder nicht, spielt für mich keine Rolle.“  Bei den Gästen fielen die Stürmer eher negativ auf. Soriano bekam wegen Ballwegschlagens die fünfte gelbe Karte und Marco Calamita waren die Fitnessprobleme bei seinem Debüt deutlich anzumerken.

Masuch sicher

Ein weiter Grund, weshalb die Preußen den wichtigen Dreier einfahren konnten war Torhüter Daniel Masuch. Preußens Keeper war da, wenn er gebraucht wurde. In der 68. Minute wehrte er einen Flachschuss von Sandrino Braun ab, der schwer zu halten war. Kurz vor Schluss parierte er einen Kopfball aus sieben Metern von Kevin Dicklhuber. Masuch strahlte Sicherheit aus, auch wenn seine Abwehr vor ihm nicht den sichersten Eindruck machte. Im Endeffekt war es für die Gäste aus Stuttgart eine unglückliche Niederlage. „Mir war klar, dass derjenige, der das erste Tor macht das Spiel gewinnen wird“, sagte Kickers-Trainer Horst Steffen. So geschah es dann auch. In der Tabelle können sich die Preußen etwas von den Abstiegsrängen absetzen und auf Rang 16 verbessern. Die Schwaben warten weiter auf ihren ersten Auswärtssieg und bleiben auf einem Abstiegsplatz.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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