Münster schießt Erfurt ab – Osnabrück verpasst die Spitze

Spieltag15d

Zum Auftakt des 15. Spieltages hat der SC Preußen Münster am Freitagabend ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf gesetzt und Rot-Weiß Erfurt klar mit 4:0 besiegt. Während das Topspiel zwischen Aalen und Osnabrück 1:1 endete, unterlag Zwickau bei Fortuna Köln mit 1:2.

4:0! Münster lässt Erfurt keine Chance

Nach einer kurzen Abtastphase ohne Höhepunkte hatten die Preußen in Minute 12 die erste dicke Chance, als Mai einen Freistoß von Rizzi nur knapp verpasste. Münster blieb dran und ging drei Minuten später in Führung. Nach einem Pass von Tekerci war Michele Rizzi vollkommen unbedrängt und musste nur noch einschieben – keine Chance für RWE-Keeper Klewin. Mit der Führung im Rücken spielte der Tabellenvorletzte nun frei auf, Erfurt war aus dem Tritt. Insgesamt wurde das Spiel in der Folge ruppiger, Schiedsrichter Alexander Sather zeigte innerhalb weniger Minuten drei Mal Gelb. In der 33 Minute konnten die Preußen-Fans dann erneut jubeln: Nach einem Freistoß von Rizzi wollte Schwarz einen Kopfball Richtung Tor bringen, traf aber jedoch Mario Erb, der den Ball ins eigene Tor abfälschte – 2:0 für die Westfalen. Die Thüringer reagierten mit wütenden Angriffen, hatten aber nicht die Mittel, um Münster in Schwierigkeiten zu bringen. Somit war das Spiel bereits nach 41 Minuten endgültig entschieden, als Tobias Warschewski auf 3:0 erhöhte.

Zur Pause stellte RWE-Trainer Stefan Krämer um, auch sonst wirkte seine Mannschaft nun wacher. In Minute 51 hatte Bieber die dicke Chance auf den Anschlusstreffer, verpasste die Kugel jedoch um Zentimeter. Acht Zeigerumdrehungen später war die Drangphase der Thüringer jedoch beendet. Ein leichtes Foulspiel von Jonas Struss nahm Amaury Bischoff im Strafraum dankend an und ging zu Boden. Elfmeter für Münster, den der Gefoulte souverän zum 4:0 verwandelte (60.). Nur vier Minuten später hätte es aus Erfurter Sicht noch schlimmer kommen können: Rizzi hatte nur noch Klewin vor sich, fand in ihm jedoch seinen Meister. Danach flachte die Partie merklich ab, es blieb beim klaren 4:0. Mit dem zweiten Sieg in Folge verbessert sich der SCP auf Platz 18 und liegt nur noch einen Punkt hinter dem rettenden Ufer.

Aalen und Osnabrück trennen sich Remis

Vor rund 3.000 Zuschauern in der Scholz-Arena ging es direkt zur Sache, erst stand Morys jedoch im Abseits (4.), dann scheiterte Wegkamp an VfL-Keeper Gersbeck (10.). Robert Müller machte es kurz danach aber besser und brachte die Hausherren nach einem Freistoß von Morys verdient mit 1:0 in Führung (12.). Osnabrück schüttelte sich kurz und rannte dann an. Ein Schuss von Heider nach 22 Minuten stellte zwar noch keine Gefahr dar, dennoch gelang dem VfL Sekunden später der Ausgleich: Nach einer Flanke auf den kurzen Pfosten musste Jules Reimerink nur noch einnicken (23.). Die Partie war nun wieder offen, Osnabrück kam immer besser rein. Besonders über die linke Seite kam die Enochs-Elf einige Mal gefährlich nach vorne, zur Pause blieb es beim 1:1

Der zweite Durchgang begann mit einer Chance des VfR, Gersbeck konnte einen Schuss von Morys im letzten Moment aus der Gefahrenzone befördern (49.). Der VfR setzte sich in der Folge in der Osnabrücker Hälfte fest und bestimmte das Spiel. Nach 60 Minuten hatte Ojala die Riesenchance auf die erneute Führung, zog aber knapp vorbei. Enochs wechselte Savran ein, dennoch blieb Aalen die dominantere Mannschaft. In Minute 69 brachte Willers den Ball zwar zum vermeintlichen 2:1 im Tor unter, Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen gab den Treffer aufgrund eines Foulspiels zu Recht nicht. Danach wurde die Partie ruppiger, weitere Torchancen kamen nicht hinzu. Somit stand auch nach 90 Minuten ein 1:1 auf der Anzeigentafel.

2:1! Köln besiegt Zwickau

Zu Beginn tat sich zunächst nicht viel, nach zehn Minuten legte die Fortuna dann aber los: Erst traf Cauly Oliveira-Souza per Kopf zum 1:0, dann erhöhte Hamdi Dahmani nur zwei Minuten später auf 2:0. Die Hausherren hatten nun eine breite Brust, der FSV war um Wiedergutmachung bemüht. Immer wieder versuchten es die Gäste mit langen Bällen, wirklich erfolgreich waren diese jedoch nicht. So sahen die Zuschauer im Südstadion über weite Strecken der ersten Halbzeit viel Leerlauf, weitere Torchancen blieben aus.

Zur Pause reagierte FSV-Trainer Torsten Ziegner doppelt und brachte mit König und Schröter zwei offensive Leute – eine Maßnahme, die sich bezahlt machen sollte. Erst zog Patrick Göbel nach 52 Minuten knapp vorbei, dann netzte Jons Nietfeld kurz danach zum 1:2 ein. Plötzlich waren die Gäste voll da und drängten auf den Ausgleich. Nach 62 Minuten hatte der FSV aber Glück, dass Andersen mit einem Schuss aus 20 Metern nicht auf 3:1 stellte – es fehlten nur Zentimeter. Wenig später stürmten dann wieder die Gäste: Marcel Bär tauchte frei vor Poggenborg auf, fand in ihm jedoch seinen Meister (79.). Zwickau warf nun alles nach vorne, König scheiterte in Minute 84 ebenfalls an Poggenborg. Der Ausgleich lag nun in der Luft, fiel aber nicht mehr. Somit musste Zwickau die weite Heimreise ohne Zählbares antreten.

   
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