Münster besiegt Auswärtsfluch: "Das tut gut"

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Die Erleichterung bei Preußen Münster war förmlich greifbar: Durch den 1:0-Erfolg bei Aufsteiger 1860 München besiegten die Westfalen ihren monatelangen Auswärtsfluch und beseitigten zugleich nahezu sämtliche Restzweifel am Klassenerhalt.

Acht Punkte Vorsprung

"Das tut richtig, richtig gut", sagte Siegtorschütze Rufat Dadashov im Interview bei "Magenta Sport" mit zufriedener Miene. Mit Blick auf die Tabelle fügte der 27-Jährige hinzu: "Die drei Punkte sind für uns sehr wichtig." Ganz sicher fühlen sich die Adlerträger aber trotz Platz sechs offenbar immer noch nicht. Zwar beträgt das Polster vor den Abstiegsplätzen acht Punkte und nehmen sich die tiefer platzierten Kontrahenten im Abstiegskampf in den verbleibenden fünf Runden noch gegenseitig weitere Zähler weg, doch die Preußen streben möglichst frühzeitig auch theoretisch größtmögliche Klarheit an.

"Was unsere 45 Punkte wert sind, hängt auch von den anderen Mannschaften ab. Aber wir schauen nur auf uns und wollen im nächsten Spiel wieder drei Punkte", beschrieb Dadashov die Haltung seines Teams. Ein weiterer Erfolg am Samstag gegen die noch ernsthaft vom Abstieg in die Regionalliga bedrohte SG Sonnenhof Großaspach würde für Münster allerdings auch tatsächlich die Rettung vor einer im Saisonverlauf kaum einmal realistischen Gefahr des Abstiegs bedeuten.

Dadashovs Ladehemmung beendet

Zwischen Baum und Borke – wie die Abstiegszone liegen mittlerweile auch der Relegationsplatz und der für die DFB-Pokal-Qualifikation notwendige Platz vier wohl außer Reichweite – hatte sich die Mannschaft des scheidenden Trainers Marco Antwerpen jedoch in den vergangenen Monaten mit ganz anderen Problemen zu befassen. Dazu gehörte auch die schier unerklärliche Auswärtsmisere: Sieben Auftritte auf gegnerischen Plätzen nacheinander hatte sich Münster seit dem 2:1-Sieg von Ende Oktober beim SV Meppen vergeblich um den fünften Auswärtssieg der Saison bemüht, ehe der Knoten in München nach fast einem halben Jahr endlich platzte. "Das ist ein geiles Gefühl, erst recht vor solch einer Kulisse mit 15.000 Zuschauern", beschrieb Sandrino Braun seine Emotionen.

Nur weniger kürzer war Dadashovs Ladehemmung. Vor seinem goldenen Tor gegen die Löwen an der Grünwalder Straße hatte der Aserbaidschaner zuletzt ebenfalls vor mehr als fünf Monaten im November vergangenen Jahres beim 1:3 in Großaspach zuletzt getroffen. Nur einen seiner nunmehr acht Saisontreffer erzielte Dadashov dabei im heimischen Preußen-Stadion. Entsprechend selbstironisch bewertete der Mittelstürmer das Ende seiner Durststrecke: "Es war ja klar, dass das auswärts passiert."

   
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