MSV reist mit "gutem Gefühl" auf den Betze – Stoppelkamp fehlt

Zwei Siege und eine bittere Niederlage im direkten Duell gegen Zwickau – so lautete die Bilanz des MSV Duisburg vor der Länderspielpause. Da das Landespokal-Viertelfinale beim 1. FC Bocholt erst am Mittwoch kommender Woche stattfindet, hatten die Meidericher zwei komplette Trainingswochen, um sich auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern vorzubereiten.

Stoppelkamp fällt weiter mit Muskelfaserriss aus

Seit Donnerstag ist Cheftrainer Hagen Schmidt nach seiner Covid-Erkrankung zurück auf dem Trainingsplatz. Auch ohne seine Präsenz wurden die Schwerpunkte der Trainingsarbeit zu Beginn der Woche gut umgesetzt. Im Fokus standen vor allem Zweikampfverhalten, Aggressivität und Intensität. Kein Wunder – Gegner Kaiserslautern hat sich mit diesen Attributen in der Defensive einen Namen als "Bollwerk" gemacht. Schmidt charakterisierte weiter die Mannschaft der Roten Teufel als "stabil und robust". Da auch die Duisburger Prämisse seit der Gegentorflut im Winter "safety first" lautet, bedarf es einer gewissen "Balance" aus einer guten Kompaktheit und "Speerspitzen" im Angriff, um den Lautrer Defensiv-Verbund um Tomiak und Kraus zu knacken. Ausbaupotenzial sieht Schmidt auch bei eigenen Standardsituation, die gegen Zwickau überhaupt nicht funktionierten.

Aber zurück zu den "Speerspitzen": Eine der mit 14 Scorerpunkten diese Saison schärfsten wird in Moritz Stoppelkamp definitiv ausfallen, schon gegen Zwickau musste er angeschlagen runter. Ein Muskelfaserriss lässt aktuell nur Lauftraining zu, sodass man mit Blick auf das Saisonfinish vorerst kein Risiko eingehen will. Für die kommende Woche ließ Schmidt hingegen leise Hoffnung anklingen. Für das FCK-Spiel ist auf Stoppelkamps angestammter Linksaußen-Position Alaa Bakir eine Option, der gegen Zwickau als offensiv veranlagter Spieler auf die defensivere Achter-Position beordert wurde. Für die freie Position im Mittelfeldzentrum dürfte neben Marvin Knoll folglich ein zweikampfstarker Spieler wie Niclas Stierlin oder Marvin Bakalorz Vorrang genießen.

Neu-Sportchef Heskamp erstmals dabei

Außer Stoppelkamp fehlen des Weiteren Oliver Steurer (Reha nach Schambeinreizung), Youngster Caspar Jander mit Corona-Infektion sowie die Langzeitverletzten Volkmer, Ndualu und Ekene. Rolf Feltscher ist dagegen nach Wadenproblemen zurück und habe voll trainiert. Ob er als rechter offensiver Außenverteidiger den Vorzug gegenüber Marvin Ajani bekommt, ist ebenso ungewiss wie die Besetzung der linken Bahn, auf der sich Leroy Kwadwo und Niko Bretschneider duellieren. Für Letzteren ist es das erste Spiel auf dem Betze mit einer "großen Vorfreude und Spaß" verbunden, zumal über 25.000 Zuschauer ins Fritz-Walter-Stadion pilgern werden – darunter etwa 1.000 aus Duisburg.

Das erste Spiel wird es auch für den neuen Duisburger Sportchef Ralf Heskamp sein, dessen Verpflichtung unter der Woche verkündet wurde, dieser aufgrund einer Nierenstein-Erkrankung aber kurzfristig ins Krankenhaus musste. Am Samstag wird sich Heskamp zum ersten Mal persönlich vorstellen und auf der Trainerbank Platz nehmen. Schmidt, der mit einem "guten Gefühl" nach Kaiserslautern reist, beschrieb seinen neuen Vorgesetzten als "sachlichen und erfahrenen Typen", den er aus der Fußballbranche schon länger kenne und ihm den "Rücken freihalten" wird. Am Samstag werden beide dazu erstmals Gelegenheit haben.

   

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