MSV Duisburg muss bei Lizenz nachbessern – Runjaic geht

Der MSV Duisburg hat weiterhin keine Gewissheit, ob er in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten wird. Am vergangenen Freitag bekam der Traditionsklub eine erste Rückmeldung bezüglich der eingereichten Drittliga-Lizenzunterlagen. Wie der Vorstandsvorsitzende Udo Kirmse erklärte, sei der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit den Unterlagen im Prinzip einverstanden, allerdings würden offenbar noch einige Unterlagen und Verträge fehlen. Diese müssen die Duisburger bis zum kommenden Freitag, um 15.30 Uhr nachreichen. Dem Vernehmen nach wird der MSV diese Frist auch vollständig ausnutzen müssen. Da das Zittern also weitergeht, werden nun auch die Spieler und der Trainer immer ungeduldiger. Da auch die bis zum 30. Juni auslaufenden Verträge nicht verlängert werden konnten, steht Duisburg nun vorerst ohne Profimannschaft da. Zudem wird Trainer Kosta Runjaic den Verein verlassen. Auf der Homepage des MSV verabschiedete sich der 42-Jährige von den Anhängern und Unterstützern des Vereins. Als Grund für seinen Abgang gab der gebürtige Österreicher die bisher fehlende Zusage für die Drittligalizenz an und die damit verbundene Planung für einen schlagkräftigen Kader. "Ich mache niemandem einen Vorwurf, aber ich bitte auch zu verstehen, dass ich mir eine eigene Deadline gesetzt habe, wann ich persönlich die Verantwortung für eine entsprechende Qualität im Kader und eine Erfolg versprechende Saisonvorbereitung nicht mehr übernehmen kann", so Runjaic. 

16 Spieler sollen Zusage gegeben haben

Wenn der DFB am Ende dieser Woche grünes Licht gibt, könnte im Hinblick auf den Kader jedoch alles sehr schnell gehen. Laut dem “Reviersport” sollen 16 Spieler, darunter Kapitän Branimir Bajic, Marcel Lenz, Tanju Öztürk, Kevin Wolze und Ranisav Jovanovic, ihre Zusage für die 3. Liga bereits gegeben haben. Auch die Neuzugänge, die derzeit noch in der Warteschleife stecken, würden sofort das Training aufnehmen können. Bis dahin muss sich der MSV Duisburg allerdings weiterhin gedulden. Mit jedem Tag, der bis dahin ohne Bescheid vergeht, verschlechtern sich jedoch die Aussichten auf einen konkurrenzfähigen Kader. Vor allem die potentiellen Neuzugänge könnten sich in den kommenden Tagen schon einem anderen Verein anschließen.

FOTO: o-m-d.org

 

   
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