MSV meldet sich zurück: "Meilenstein" im Abstiegskampf

Der MSV Duisburg hat die 1:5-Klatsche beim 1. FC Kaiserslautern bestens verkraftet. Im Spiel gegen den Halleschen FC gewannen die Meidericher nach einer dominanten Partie mit 2:1. Zum Spieler der Partie avancierte Mittelfeldspieler Kolja Pusch, der mit einem Traumtor in der schon früh die Weichen auf Erfolg stellte. Für den Matchwinner war der Sieg ein "Meilenstein".

Lebensnotwendiger Dreier

Halles Torhüter Tim Schreiber ist bekanntlich nicht einfach zu schlagen. Wer ihn überwinden will, der muss viel Präzision in seinen Schuss reinlegen. Duisburgs Kolja Pusch gelang das bereits in der 19. Minute. Der Techniker verarbeitete eine mustergültige Vorlage von Aziz Bouhaddouz, umkurvte die Hallenser Abwehr aus der Rückenlage heraus und bugsierte die Kugel mustergültig ins Tor zum frühen 1:0.  Zum ersten Mal überhaupt besiegten die Zebras damit den Halleschen FC zu Hause in der 3. Liga und machten einen großen Schritt im Abstiegskampf.

Eigentlich war der Dreier für Duisburg fast schon lebensnotwendig. Schließlich gewann Viktoria Berlin zeitgleich mit 1:0 bei der U23 von Borussia Dortmund. Dementsprechend erleichtert war der Schütze des frühen Treffers im anschließenden Interview bei "MagentaSport": "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Auf jeden Fall war das heute ein Meilenstein." In den kommenden Wochen müsse der MSV nachlegen: "Wir hatten einen kleinen Durchhänger, konnten unsere Leistung nicht abrufen. Im Schlussspurt müssen wir dranbleiben. Es stehen noch entscheidende Spiele an."

Im Gespräch mit "Magenta" beschrieb er auch seinen sehenswerten Treffer, den er gefühlvoll mit dem linken Fuß erzielte. "Das sind Dinger, die ich im Training schon in den letzten Jahren immer trainiert habe. Ich drehe mich um den Spieler herum, visiere die kurze Ecke an", analysierte der 29-Jährige sein Tor. Für den Torwart Schreiber sei der Ball "sehr schwer" zu halten gewesen, "denn die Sicht ist in dem Moment verdeckt", beschrieb Pusch die Szene.

Pusch auch am 2:1 beteiligt

Auch beim 2:1 in der 59. Minute war Pusch beteiligt. Seine scharfe Ecke köpfte Verteidiger Tobias Fleckstein über die Linie. In der Szene zeigte sich der Hallesche FC ungewohnt passiv. Duisburgs Sieg wäre noch höher ausgefallen, wenn der MSV seine Chancen konsequenter genutzt hätte. So stand Pusch in der 71. Spielminute frei vor Schreiber. Doch der Offensivmann ließ sich ausnahmsweise vorm heraneilenden Keeper aus der Ruhe bringen und verzog den Ball komplett . Wenn er in der Szene besser ziele, "wird es am Ende nicht so spannend", gab der gebürtige Wuppertaler zu.  Den Ball hätte er mehr "auf die lange Ecke" bringen müssen.

Doch Pusch konnte es genauso verschmerzen wie Hagen Schmidt. Duisburgs Trainer könnte im Abstiegsduell am kommenden Samstag bei Viktoria Berlin die Qual der Wahl haben. Möglicherweise wird nämlich Moritz Stoppelkamp bis dahin wieder fit, der vor seiner Verletzung auf Puschs Position spielte. "Bei Stoppel sieht es so weit ganz gut aus. Ich denke, dass es in die positive Richtung geht. Ob es für Viktoria Berlin schon reicht, werden wir sehen", gab Schmidt auf der anschließenden Pressekonferenz zu Protokoll. Immerhin weiß man in Duisburg nun aber, dass auch ohne den Offensivmann Siege möglich sind. Am Montag werden sich die Blicke der Zebras nach Osnabrück richten, wo der SC Verl spielt. Fünf Punkte liegt der MSV derzeit vor den Ostwestfalen – und wird darauf hoffen, dass es auch am Montagabend noch so sein wird.

   
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