Knoten beim MSV geplatzt: "Es war unser schlechtestes Spiel"

Im dritten Spiel hat der MSV Duisburg mit dem 1:0 beim FSV Zwickau den ersten Saisonsieg gefeiert – und dabei direkt Historisches geschafft. Die Erleichterung nach Schlusspfiff war riesig. Auch wenn es das "schlechteste Spiel" war.

Ziegner ist stolz und lobt Teamgeist

Ungeduldig und sichtlich nervös schritt MSV-Coach Torsten Ziegner während der Schlussphase in seiner Coaching Zone auf und ab, ehe er mit dem Schlusspfiff dann die Arme nach oben reißen konnte. Der erste Saisonsieg war geschafft – und ein historischer zugleich, konnten die Zebras im sechsten Anlauf doch erstmals in Zwickau gewinnen und damit den Fehlstart in die neue Saison abwenden. Welche Last den Beteiligten mit Spielende abgefallen ist, konnte man nur erahnen: "Ich bin total erleichtert, dass wir den Vorsprung über die Zeit gebracht und die Null gehalten haben", sagte Ziegner, dem die große Anspannung auch nach Abpfiff noch anzumerken war.

Dass die Zebras ohne Gegentor aus der Partie gingen, daran hatte Torhüter Vincent Müller einmal mehr großen Anteil. Wie schon gegen Osnabrück und Essen konnte sich der 21-Jährige mehrfach auszeichnen. Vor allem in der vierten Minute der Nachspielzeit, als er einen Volley von Johan Gomez aus kurzer Distanz abwehrte. "Er war mit seinen jungen Jahren wieder sehr stabil", lobte Ziegner den Schlussmann.

Auch mit der Leistung der anderen Spieler war der 44-Jährige zufrieden "Es war notwendig, extrem viel zu laufen, um immer wieder Räume und Lücken zu schließen. Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht. Und am Ende sind wir mit einem Sieg belohnt worden." Und das, obwohl es laut Ziegner "das schlechtestes Spiel" in dieser Saison war, wie er beim "MDR" sagte. Doch die Einstellung stimmte: "Ich bin stolz, wie die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat. Das war das Problem in der vergangenen Saison. Wir haben es jetzt geschafft, eine Mannschaft draus zu machen, die in der Lage ist, sich als Team zu wehren und um jeden Grashalm zu fighten."

Ekene trifft nach langer Leidenszeit

So reichte der Treffer von Chinedu Ekene aus der 36. Minute. Für den 23-Jährigen war es erst das sechste Spiel in der 3. Liga und sein erster Profitreffer überhaupt – und das, obwohl er schon seit über einem Jahr für die Zebras spielt. Eine schwere Sprunggelenksverletzung hatte den Angreifer fast die komplette letzte Saison aus der Bahn geworfen, nun ist er nach langer Leidenszeit endlich fit. "Ich freue mich für den Jungen, nachdem er so viel leiden musste", sagte Ziegner.

Ekene selbst zeigte sich nach seinem Premierentreffer "durch und durch glücklich", wollte die Lorbeeren aber nicht nur für sich einheimsen: "Niklas Kölle macht das super", lobte er den Flankengeber und sprach ihm "mindestens fünfzig Prozent" der Aktien an dem Treffer zu. "Im Training klappt das auch super. Das sind Abläufe, die wir Woche für Woche durchgehen. Dass sich das dann im Spiel so auszahlt, fühlt sich super an. Man sieht, dass wir hart und positiv an uns arbeiten. Das Tor ist natürlich das s i-Tüpfelchen." Im Heimspiel gegen die U23 des SC Freiburg am kommenden Montag wollen die Zebras nun direkt nachlegen.

   
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