MSV Duisburg: Klare Marschrouten nach dem "Grottenkick"

Dem Fan des MSV Duisburg wird sie wohl noch immer im Kopf rumgeistern, die katastrophale Leistung der Zebras in Osnabrück. Vor allem die erste Halbzeit war das schlechteste, was die Meidericher in dieser Saison bisher zeigten. Neben dem glücklichen Punkt das einzig Positive: Die Verantwortlichen des MSV sehen dies genauso. Gino Lettieri entschuldigte sich unter der Woche per Videobotschaft bei den Fans für den „Grottenkick“ (Zitat Lettieri) und brachte auch bei „Zebra-TV“ seinen Unmut über die „sehr schlechte Leistung“ zum Ausdruck. Ein Spiel, aus dem gelernt werden muss. In Sachen Zielsetzung beseitigte Manager Ivo Grlic derweil die letzten Zweifel: "Natürlich wollen wir bereits jetzt aufsteigen. Wir sind in Schlagdistanz und haben alle Möglichkeiten, dieses große Ziel (..) zu erreichen“.

Steigerungen in allen Belangen notwendig

Nach dem VfL ist vor den Stuttgarter Kickers. Die Schwaben haben bei einem Spiel weniger nur einen Punkt Rückstand auf den MSV. "Das wird brutal schwer“, macht sich Gino Lettieri bei „Zebra-TV“ auf eine schwere Aufgabe gefasst. Sein Kapitän Steffen Bohl pflichtet ihm bei: „Die Kickers sind somit das spielstärkste Team der Liga“. Spielstärke, genau daran haperte es bei den Westdeutschen zuletzt gewaltig. In Osnabrück zeigten die Duisburger besonders in Hälfte eins ein erbärmliches Spiel nach vorne. Von Kombinationsspiel nicht den Hauch einer Spur und Ballverluste nach gefühlt jedem Ballkontakt. Dass das besser werden muss weiß, auch Gino Lettieri, dem aber auch andere Aspekte nicht gefallen haben: „Auch von der Laufbereitschaft und der kämpferischen Einstellung war das nichts. Das läuferische müssen wir einfach drei bis vier Stufen höher schrauben“. Besser wurde es im zweiten Durchgang vor allem durch die Einwechslung von Tim Albutat, welcher den Zebras zusehend Stabilität verschaffte und dafür sorgte, dass der Ball länger in den eigenen Reihen gehalten werden konnte. Da Coach Lettieri bereits Änderungen ankündigte, dürfte der 22 Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit in Stuttgart von Beginn an ran. Der Rotation zum Opfer fallen könnte Rolf Feltscher. Der Rechtsverteidiger, anfangs für seine Konstanz gelobt, befindet sich in einem kleinen Leistungsstief. „Die Kickers haben noch ein Nachholspiel, falls sie das gewinnen sind sie vor uns. Wir wissen, dass es enorm wichtig wird dort etwas mitzunehmen“, schärft Steffen Bohl die Sinne seines Teams. Primär fordert Gino Lettieri eine Wiedergutmachung für die mitreisenden Anhänger der Zebras: „Wir wurden auch in Osnabrück fantastisch unterstützt. Ich kann den Unmut der Fans sehr gut verstehen. Dennoch hoffe ich auf ihre Unterstützung in Stuttgart, wo wir die Chance ergreifen wollen, dass wieder gut zu machen“.

Lettieri-Vertragsverlängerung steht kurz bevor

Neben einer Vielzahl an Spielern läuft auch der Vertrag von Gino Lettieri zum Saisonende aus. Manager Ivo Grlic schaffte im Interview auf der Vereinshomepage nun Klarheit über die vertragliche Situation: „Wir sind uns einig, die Bedingungen sind ausgehandelt, er mein Wort und ich seine Zusage“. Die schriftliche Fixierung des neuen Arbeitspapiers habe sich bisher nur aufgrund von Krankheitsfällen und erhöhtem Arbeitsaufwand aufgrund des Lizenzierungsverfahrens verzögert. Über die Länge des neuen Kontrakts machte Grlic keine Angaben.

   
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