Moll im Interview: "Bestätigung für unsere gute Arbeit"

Im Interview mit liga3-online.de spricht TSV 1860-Leistungsträger Quirin Moll über den erfolgreichen Start in die neue Saison, seine Vergangenheit bei Dynamo Dresden und die kommende Begegnung gegen den noch sieglosen Aufsteiger VfB Lübeck.

"Können alle sehr zufrieden sein"

liga3-online.de: Der Saisonauftakt des TSV 1860 kann sich sehen lassen, mit sieben Punkten rangieren die Münchner Löwen punktgleich mit dem 1. FC Saarbrücken und dem SC Verl an der Spitze. Wie zufrieden sind Sie mit dem Start, Herr Moll?

Quirin Moll: Wir können glaube ich alle sehr zufrieden sein. Der positive Start ist eine Bestätigung für unsere gute Arbeit in der Vorbereitung und gibt Selbstvertrauen. Allerdings ist es wichtig, nie eine komplette Zufriedenheit zu verspüren, um weiter hart zu arbeiten und sich stetig zu verbessern.

Auf einen 3:1-Erfolg in Meppen folgten ein 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg und ein 2:1 beim FSV Zwickau. Wie fällt Ihr Fazit zum jüngsten Spiel in Zwickau aus?

Es war eine Top-Mannschaftsleistung. In Zwickau zu spielen, ist nie angenehm. Wir waren von Beginn an hellwach, konnten bereits nach wenigen Augenblicken durch ein Tor von Sascha Mölders in Führung gehen und haben die kompletten 90 Minuten über konzentriert agiert.

Sie haben es geschafft, sich direkt oben festzubeißen. War das auch das Ziel vor dem Saisonstart?

Ein konkretes Saisonziel gab es und gibt es nicht. Aber natürlich wollten wir mit Erfolgserlebnissen starten. Das ist uns gelungen und wir wollen in den kommenden Wochen daran anknüpfen.

Sie wissen, wie man Drittligameister wird: 2015/16 holten Sie mit Dynamo Dresden den Titel. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Nur positive. Wir waren vom 3. Spieltag an durchgängig Tabellenführer und haben die Liga dominiert. Es war eine sorgenfreie, geile Saison, die in der 3. Liga alles andere als alltäglich ist. Normalerweise geht es schließlich immer extrem ausgeglichen zu.

 

"Erwarte eine kampfbetonte Partie"

Einer der Aufstiegshelden war Justin Eilers, der nach 14 Monaten ohne Verein nun bei Ihrem Ligakonkurrenten SC Verl spielt. Hatten Sie seit Ihrer gemeinsamen Zeit in Dresden Kontakt?

Ab und zu. Zuletzt haben wir uns gesehen, als ich noch bei Eintracht Braunschweig gespielt habe. Justin hat eine schwierige Zeit hinter sich und ich freue mich für ihn, dass er zurück in der 3. Liga ist. Ich hoffe, dass er noch einmal Fuß fassen kann.

Glauben Sie, dass Eilers noch einmal an die Top-Form aus Dresden anknüpfen kann?

Das ist für mich aus der Ferne schwer abzuschätzen. Fakt ist, dass Justin die 3. Liga bestens kennt und grundsätzlich das Potential hat, für jedes Drittligateam eine Verstärkung zu sein.

Zurück zu Ihnen und zum TSV 1860: Einen solchen Erfolg wie in Dresden wollen Sie doch sicher noch einmal erleben, oder?

Auf jeden Fall. Das war auch ein Mitgrund für meinen Wechsel von Braunschweig nach München im Sommer 2018. Der TSV 1860 ist wie Dresden auch ein großer Klub mit ähnlicher Strahlkraft und herausragenden Fans. Ich denke, dass wir hier gemeinsam noch viel erreichen können.

Am Samstag geht es weiter mit der Partie gegen den noch sieglosen Aufsteiger VfB Lübeck. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Lübeck hat zwar noch kein Spiel gewonnen, wusste aber durchaus zu überzeugen. Gegen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken und den ambitionierten MSV Duisburg gab es jeweils ein 1:1. Und die 0:1-Niederlage gegen Unterhaching war knapp. Der VfB lässt defensiv wenig zu und wird uns alles abverlangen. Ich erwarte eine kampfbetonte Partie, in der wir viel investieren müssen, um den nächsten Sieg zu holen.

   
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