"Mitch-Plan" geht auf: Verls Knost mit Siegtor beim Startelf-Debüt

Der SC Verl hat im Abstiegskampf mit dem Sieg gegen den MSV Duisburg einen wichtigen Schritt gemacht. Zum Matchwinner wurde ausgerechnet Startelf-Debütant Tobias Knost, der das Tor des Tages erzielte.

Knost rückte für Ochojski erstmals in die Startelf

Schon während der Partie übte sich "Magenta"-Kommentator Michael Augustin in einem Wortspiel. "Da ist der Mitch-Plan aufgegangen", spielte er unter anderem auf eine taktische Umstellung von Verls Trainer Mitch Kniat an. Er hatte nämlich auf der Rechtsverteidigerposition den früheren Magdeburger Tobias Knost für Nico Ochojski in die Anfangself beordert. Und nach 57 Minuten war es eben jener Knost, der mit einem Rechtschuss seine Verler in Führung gebracht hatte. Augustin sollte auch mit Blick auf den weiteren Verlauf der Partie Recht behalten, denn der Treffer blieb auch bis zum Abpfiff der einzige an diesem verregneten Nachmittag. Der Torschütze des Tages gab das auf ihn einprasselnde Lob nach Abpfiff am Magenta-Mikrofon sofort an sein Team weiter. "Ich muss unserer Mannschaft ein Riesenkompliment geben. Wir waren heute der verdiente Sieger und haben uns diesen Sieg hart erarbeitet."

Allerdings hätte der Sieg deutlich höher ausfallen können, denn die Verler waren über weite Strecken das aktivere Team. Das sah auch Mitch Kniat nach Abpfiff so: "Wir hätten den Deckel schon eher drauf machen können. Von der ersten Minute an haben wir uns zerfleischt." Nach den letzten harten Wochen "wollten wir uns vor der Länderspielpause belohnen". Diese Vorgabe habe seine Mannschaft komplett umgesetzt. Der verdiente Lohn für seine Jungs: Verls Spieler bekommen einen zusätzlichen freien Tag. "Den haben sie sich auf jeden Fall verdient", freute sich Kniat.

"Wir glauben an die jungen Talente"

Auf die Frage, wie zufrieden er mit der Zweikampfhärte seiner Spieler sei, gab er einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt. "Mich macht das nicht nur zufrieden, sondern auch stolz. Wir bekommen hier ja auch immer mit, dass die Medien davon sprechen, dass bei uns Unruhe herrsche oder dass wir mit der Situation nicht umgehen können." Von Anfang an sei den Verlern klar gewesen, "dass wir gegen den Abstieg spielen", und die gesamte Mannschaft "nimmt die Situation an". Unruhe habe nie geherrscht: "Wir glauben an die jungen Talente. Das haben wir auch heute nochmal bestätigt."

Wie wichtig der Sieg kurz vor der Länderspielpause für die Ostwestfalen war, verdeutlicht ein Blick auf den Spielplan: Am 1. Oktober gastiert die Kniat-Elf nämlich bei den furios in die Saison gestarteten Elversbergern. Mit derselben Einstellung wie am Sonntag dürfte die Elf jedoch keinesfalls chancenlos sein.

 

   

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