"Mir fehlen die Worte": Bayreuths Lage wird immer bedrohlicher

Für die SpVgg Bayreuth wird Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Beim 0:4 gegen den MSV Duisburg kassierte der Aufsteiger am Samstag die vierte Pleite in Folge und liegt weiterhin vier Punkte und 24 Tore hinter dem rettenden Ufer – bei nur noch vier Spielen. Die Beteiligten fanden klare Worte und wissen, das die Stunde geschlagen hat, haben sich aber noch lange nicht aufgegeben.

"Das ist jetzt extrem bitter"

Niedergeschlagen und völlig frustriert kam er nach Spielende zum Interview mit "MagentaSport", Trainer Thomas Kleine. Kein Wunder, war seine Mannschaft nach einer schwachen Leistung doch regelrecht unter die Räder gekommen. "Mit einem 0:4, noch dazu in unserer Situation, können wir natürlich nicht zufrieden sein." Den Grund für die vierte Niederlage in Folge hatte der 45-Jährige schnell gefunden: "Wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt."

Gerade zu Beginn des Spiels kamen die Oberfranken zu einigen guten Gelegenheiten und brachten den Ball nach drei Minuten sogar im Tor unter, allerdings war der Freistoß zuvor zu schnell ausgeführt worden, sodass der Treffer nicht zählte. "Und dann mussten wir wieder einem Rückstand hinterlaufen", hielt Kleine genervt fest, nachdem Kölle in Minute 7 zur Gästeführung getroffen hatte. "In der 2. Halbzeit hat man gesehen, dass wir es versucht haben, aber Duisburg hat uns eiskalt ausgekontert." Kölle (55.), Hettwer (64.) und Feltscher (76.) sorgten für die Gegentore 66 bis 68 in dieser Saison – Liga-Höchstwert!

"Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand. Das ist jetzt extrem bitter. Mir fehlen da gerade auch die Worte, dass es so deutlich ist", rang Alexander Nollenberger um Fassung. "Wir hatten das Zepter zu Beginn in der Hand, bekommen den Ball aber nicht über die Linie. Ich kann auch nicht sagen, warum." Zudem hatte Bayreuth zum wiederholten Male in dieser Saison Pech mit einer Schiedsrichter-Entscheidung, war Zejnullahu vor dem 0:2 doch gefoult worden. Geahndet wurde das jedoch nicht.

Kleine: Wir brauchen vier Siege

Durch die neuerliche Pleite bleibt Bayreuth bei 31 Zählern und liegt nach wie vor vier Punkte und 24 Tore hinter dem rettenden Ufer. Diesen Rückstand in nur vier Spielen noch aufzuholen, wird eine Mammutaufgabe. "Wir müssen schauen, dass wir drei Siege holen. Sonst wird das nichts mehr", rechnete Nollenberger vor. Kleine ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach von vier Siegen, denn: "40 Punkte werden nicht reichen."

Es gelte nun, trotz der angespannten Lage optimistisch zu bleiben. "Sonst können wir aufhören. Wir haben oft genug gezeigt, dass wir zurückkommen können." Nollenberger unterstrich das: "Wir müssen nach vorne schauen, dürfen uns nicht hängen lassen, müssen 120 Prozent und versuchen, das Wunder zu schaffen." Dass es nächste Woche zum Tabellenführer nach Elversberg geht, macht die Mission wahrlich nicht leichter. "Wir werden die Mannschaft so einstellen, dass wir eine realistische Chance haben, zu gewinnen", so Kleine. Was Hoffnung machen könnte: die SVE ist seit vier Spielen ohne Sieg – genau wie auch Bayreuth.

   
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