Milkoreit: "RBL wird Zweitliga-Lizenz erhalten" – Rettig verwundert

Mitte Januar berichtete liga3-online.de über drohende Lizenzprobleme für RB Leipzig, sobald sie in die 2. Bundesliga aufsteigen sollten. Der Grund dafür sei laut dem Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Andreas Rettig, dass die Mitwirkungsmöglichkeit des Mitgliedes nicht eingeschränkt werden darf, was bei den Leipzigern der Fall ist. Dies teilte der 50-Jährige bei einem Workshop während eines Fankongresses mit. Er ging zwar nicht speziell auf RB Leipzig ein, sagte jedoch auf Nachfrage: “Wenn Eintrittsbarrieren für Mitglieder bestehen, schauen wir ganz genau hin." Bei den Messestädtern ist eine Aufnahme als Mitglied prinzipiell möglich, doch kommt zu einer Aufnahmegebühr noch eine jährliche Zahlung von 800 Euro hinzu. Zudem kann der Verein einen Antrag ohne Begründung ablehnen.

"Irgendwann wird auch RB Leipzig Tradition haben"

Rainer Milkoreit, Chef des Nordostdeutschen Fußballverbandes, sieht die aktuelle Situation in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "SportBild" gelassener und zeigt sich überzeugt, dass RBL die Lizenz im Falle eines Aufstiegs erhalten werde: "Einer Lizenzierung von RB Leipzig steht nichts im Weg, wenn sie sportlich den Aufstieg schaffen. Die Probleme, die durch die Vereinssatzung bestanden haben, sind ausgeräumt". Gegenwind erhält Milkoreit erneut von DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig, der die Aussagen des Verbandchefs nicht bestätigen will. Wie er dem "SID" sagte, werde erst im Lizenzierungsverfahren der DFL geprüft, ob ein Verein die Spielberechtigung für eine der beiden Bundesligen erhalten. "Insofern kann es im Vorfeld gar keine Zusicherungen dieser Art geben." Vom Deutschen Fußball-Bund erhielten die Sachsen im vergangenen Jahr ohne Probleme die Lizenz für die Dritte Liga, doch die DFL möchte sich dieser Problematik scheinbar genauer annehmen. Bis zum 1. März muss Leipzig, genau wie alle anderen Aufstiegskandidaten, die Lizenzunterlagen für die 2. Liga bei der Deutschen Fußball-Liga einreichen.

Angesprochen auf RB Leipzig erklärte Milkoreit darüber hinaus, dass er die "aggressive Art und Weise, wie man mit RB umgeht" nicht verstehen könne. Es sei zwar kein Traditionsfußball, doch andere Vereine hätten es bereits vorgemacht. "Irgendwann wird auch RB Leipzig Tradition haben."

FOTO: GEPA Pictures

   
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