Meppen mit 2:2 im Derby zufrieden: "Wir können stolz sein"

Es stand Derby drauf, es war Derby drin: Beim 2:2 in Osnabrück zeigte der SV Meppen einmal mehr die Tugenden, die bislang dafür gesorgt haben, dass der Aufsteiger schon jetzt für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen kann. Nicht nur Marcel Gebers, der für den späten Ausgleich sorgte, war zufrieden mit dem Derby-Auftritt, Trainer Christian Neidhart bewies sogar ungeahnte Fähigkeiten.

Neidharts Visionen

In der Anfangsviertelstunde sie ihm "Angst und Bange" geworden angesichts des forschen Auftritts des VfL Osnabrück, sagte Neidhart bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Doch weil der Gegner diese Überlegenheit nicht in Tore ummünzte, habe er sich irgendwann zu seinem Co-Trainer Mario Neumann umgedreht und gesagt: "Ok, wenn die nicht wollen, dann machen wir eben einen." Und er sollte recht behalten: Benjmamin Girth verwertete die ersten Torchance im Stile eines Torjägers, es war bereits der 13. Saisontreffer des Angreifers (14.). "Wir gehen in einer Phase in Führung, in der Osnabrück klar besser war", sagte Neidhart. Plötzlich aber war es ein ganz anderes Spiel, vom Osnabrücker Dauerdruck war nichts mehr zu sehen, stattdessen hätte Girth die Führung beinahe erhöht, doch der Pfosten stand einem weiteren Treffer im Weg (43.).

"Das war packend"

Im zweiten Durchgang startete Osnabrück dann durch, Marc Heider (69.) und Jules Reimerink (72.) drehten das Spiel innerhalb weniger Minuten. Dass der SV Meppen auch im dritten Auswärtsspiel hintereinander punktete, hatten die Emsländer Verteidiger Gebers zu verdanken, der in Schlussphase den Ausgleich erzielte (81.). "Wir haben heute ein richtig gutes Drittligaspiel gesehen. Das war packend, da waren auch spielerisch richtig gute Momente dabei", sagte Gebers im Gespräch mit "Telekom Sport". "Wir sind in der Schlussphase zurückgekommen und darauf können wir stolz sein."

"Es sieht gut aus"

Damit bleibt der SV Meppen in zwei Derbys gegen den VfL Osnabrück ungeschlagen, holte dabei vier Punkte und kann schon jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Mit 37 Zählern aus 27 Spielen steht der SVM auf dem 9. Tabellenplatz, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt satte 15 Zähler. Und so kam auch Trainer Neidhart nicht umhin, seinem Team ein gutes Zwischenzeugnis auszustellen. "Wir sammeln die Punkte, um drin zu bleiben. Das sieht derzeit ganz gut aus", sagte Neidhart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zufrieden. Meppens Jagd auf Punkte, sie geht schon am Samstag weiter. Dann ist die Spielvereinigung Unterhaching zu Gast im Emsland.

 

   
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