Meppen holt 1:3 beim FCK auf – Köln dreht Kellerduell

Am Samstag standen in der 3. Liga weitere sechs Spiele des 27. Spieltags auf dem Programm. Während das Spitzenspiel in Würzburg torlos blieb, spielte sich auf dem Betzenberg zwischen Lautern und Meppen ein Spektakel ab (3:3). Gleichzeitig unterlag Unterhaching in Chemnitz (0:1), während die Münchner Löwen nach einem 3:0 in Jena mittendrin im Aufstiegskampf sind. Köln drehte derweil das Kellerduell gegen Münster, während Großaspach bei Bayern II unterlag.

Kaiserslautern 3:3 Meppen: FCK verspielt 3:1

Der kriselnde FCK holte sich gegen den geheimen Aufstiegskandidaten aus Meppen bereits früh die Führung. Zucks Ecke von der linken Seite nickte Kevin Kraus unhaltbar in die Maschen des Gästetores (6.). Auch die nächste Chance gehörte den Gastgebern. Sickinger eroberte den Ball im Mittelfeld und schickte Pick, dessen Abschluss aus halbrechter Position aber links am Tor vorbeiflog (14.). Erst langsam fanden auch die Emsländer besser in die Partie, kamen aber kaum zu Chancen, da man am letzten Pass am eigenen Timing scheiterte. Nach gut einer Stunde fiel daher schon etwas überraschend der Ausgleich für den SVM. Einmal war Guder in den Strafraum eingedrungen und wurde von Grill zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Leugers mit etwas Glück rechts zum 1:1 (35.). Den Gästen tat das Tor gut und sie drückten Lautern immer weiter in die eigene Hälfte hinein. Bis zum Halbzeitpfiff kam dabei aber nichts Zählbares mehr herum.

Auch aus der Pause kamen die Meppener mit mehr Schwung. Deniz Undav schickte Guder halbrechts in die Gasse, doch dessen folgenden Abschluss parierte Grill im kurzen Eck (47.). Immer mehr nahm der Druck der Emsländer in dieser Phase zu und mündete in einer Riesenchance nach einer Stunde. Guder legte von der Grundlinie halbhoch zu Leugers zurück, der akrobatisch wertvoll und nur haarscharf neben das linke Torgestänge traf (58.). Völlig aus dem Nichts kam der FCK per Doppelschlag zu einer beruhigen Führung, trotz der Meppener Überlegenheit. Pick schickte zunächst Röcker bis zur Grundlinie. Dessen Rückpass vollendete Kühlwetter mit der Fußspitze zum 2:1 (64.). Drei Minuten später wurde Pick im Strafraum von Guder gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelte Kühlwetter präzise zum 3:1 (67.). Wer den SVM nach dem Doppelschlag abschreiben wollte, der sah sich in der Schlussphase allerdings getäuscht. El Helwe kam von rechts in den Strafraum und legte zu Düker rüber, der Lennart Grill keine Chance ließ und zum 2:3 traf (85.). Nur eine Minute später glich der SVM ebenfalls per Doppelschlag die Partie durch Hilal El Helwe tatsächlich noch aus, als dieser das Leder am Fünfer völlig frei zugespielt bekam und ins lange Eck schlenzen durfte. (86.). Beim 3:3-Remis blieb es am Ende auch. Meppen holt einen Punkt der Moral, Lautern kann mal wieder eine Führung nicht über die Zeit retten.

Würzburg 0:0 Mannheim: Waldhof jetzt Zweiter

Im Spitzenspiel am Dallenberg entwickelte sich von Beginn an eine höchst intensive Partie, die sich zwar kaum Ruhezeiten gönnte, aber auch keine echte Torgefahr hervorbrachte. Zumeist blieb es bei scharfen Hereingaben ohne Abschluss, wie bei Marx (2.) oder Kaufmann (11.). Die erste gute Chance hatten indes die Gäste über Sulejmani, der nach einer Korte-Flanke nur das Außennetz traf (18.). Würzburg antwortete prompt über einen abgefälschten Schuss von Kaufmann, den Königsmann aber sicher parierte (20.). Das Spielbild änderte sich weiterhin nicht. Würzburg war spielerisch überlegen, Mannheim konterte brandgefährlich. Kurz vor der Pause hatten beide Teams ihre beste Chance zur Führung. Sontheimer traute sich aus bester Position nicht zu schießen, sondern legte das Leder noch einmal quer, womit seine gute Schussposition allerdings dahin war (37.), Mannheims beste Chance ergab sich in der 38. Minute. Sulejmani zog vom Strafraumeck ab und zwang Müller zu einer starken Parade. Den Rebound zog Gouaida aus sieben Metern frei über das Tor (38.). Trotz der beiden guten Chancen blieb es nach 45 Minuten beim torlosen Remis.

Mannheim übernahm nach der Pause ein wenig mehr Initiative im Spiel nach vorne. Korte dribbelte sich gleich an zwei Gegnern vorbei und legte ab für Marcel Hofrath, dessen Schuss aus spitzem Winkel von Müller pariert wurde (50.). Auch die Kickers blieben aktiv in der Offensive. Hemmerichs Flanke köpfte Sané am kurzen Pfosten über das Tor (57.). Sein Mitspieler Kaufmann kam fünf Minuten später nach einem feinen Steckpass alleine vor Königsmann zum Abschluss, blieb aber am Schlussmann der Mannheimer hängen (63.). Auch die nächste große Chance gehörte den Kickers. Kaufmann und Vrenezi kombinierten sich fein durch die Abwehr der Gäste, ehe Erstgenannter das Leder knapp über das rechte Toreck schlenzte (74.). Es blieb ein 0:0 der deutlich besseren Art, in dem Würzburg in er 90. Minute noch die Chance zum Sieg bekam. Eine Flanke von Kaufmann lenkte Seegert gefährlich in Richtung eigenes Tor, wo Königsmann bärenstark das 0:0 festhalten konnte. In der Tabelle ist Mannheim nun Zweiter.

Jena 0:3 TSV 1860: Löwen rücken weiter vor

Im Ernst-Abbe Sportfeld hatte die Partie eigentlich kaum begonnen, da wurde sie aufgrund eines Plakates gegen Dietmar Hopp auch schon wieder unterbrochen. Nach knapp 13-minütiger Unterbrechung lief das Spiel wieder an. Im Anschluss an die erste Ecke der Partie verlängert Berzel das Leder in die Mitte zu Gebhart, der frei nur noch einschieben musste und die Führung der Gäste markierte (16.). Der FCC versuchte zu antworten und kam durch Mickels aus der Distanz zum ersten Abschluss, der aber deutlich am Tor vorbei ging (21.). Das bessere Team blieben eindeutig die Löwen aus München. Bekiroglu setzte nach 26 Minuten einen flachen Ball noch am Pfosten vorbei, doch fünf Minuten später wurde er perfekt von Lex bedient und konnte völlig ungedeckt am zweiten Pfosten zum 2:0 einschieben (32.). Jena ließ Leidenschaft und Offensive beinahe völlig vermissen und hätte sich über weitere Gegentore bis zur Pause nicht beschweren dürfen. Erst tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekamen die Thüringer ihre erste echte Chance. Ein Fernschuss von Günther-Schmidt zwang Hiller zu einer Parade, bei der er das Leder am Tor vorbei lenkte (45.+6).

Die Löwen spielten auch nach der Halbzeit ihr Spiel weiter und belohnten sich gleich wieder. Nach einem Ballverlust legte Mölders das Leder perfekt für Lex ab, der Coppens umkurvte und zum 3:0 einschob (55.). Das Spiel plätscherte in der Folge mehr und mehr dem Ende entgegen. Weins Freistoß für die Gäste flog am Tor vorbei (75.), Gabrieles freier Abschluss konnte von Hiller stark pariert werden (78.). Mehr Chancen bekamen die zumeist enttäuschten Fans im Stadion nicht mehr zu nehmen. Der Sieg der Gäste war auch in der Höhe am Ende völlig verdient. Nach dem 14. ungeschlagenen Spiel in Folge sind die Löwen nun Fünfter und haben nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz drei.

Köln 2:1 Münster: Viktoria dreht die Partie

Im Abstiegskrimi von Köln hatten die Gäste aus Westfalen bereits nach zwei Minuten den ersten Abschluss. Nach einer Kombination über drei Stationen landete das Leder am Elfmeterpunkt bei Schnellbacher, dessen Flachschuss aber von Weis parierte wurde (2.). Eine Viertelstunde später bekam der Preuße die nächste Gelegenheit zur Führung. Nach einer Einzelleistung drang der Offensivmann in den Strafraum und versuchte sich am Schlenzer ins lange Eck, wo wiederum André Weis auf dem Posten war (16.). Für die Viktoria dauerte es bis zur 32. Minute, ehe auf dem Chancenzettel die erste Möglichkeit auftauchte. Lewerenz legte den Ball an der Grundlinie zurück zu Wunderlich, der aus zehn Metern abzog, jedoch noch zur Ecke geblockt wurde (32.). Während Münster auch bis zur Pause das bessere Team stellte, blieb es beim torlosen Remis zur Halbzeit.

Aus dieser kamen die Gäste mit einem wahren Paukenschlag. Kevin Rodrigues-Pires brachte die Westfalen bereits in der 49. Minute mit 1:0 in Führung. Weis hatte zuvor eine Flanke von Königs noch wegfausten können, doch der Ball landete direkt bei Pires, der aus 18 Metern wunderbar ins linke Eck schlenzte. Die Preußen blieben sofort weiter dran. Schnellbacher probierte es aus 20 Metern, scheiterte aber zum dritten Mal an Weis (55.). Einzig die Chancenverwertung konnte man den Gästen in dieser Phase vorwerfen. So auch als Schnellbacher zum vierten Mal an Weis scheiterte und selbst der Nachschuss von Rossipal nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbeiflog (69.). Es kam wie es kommen musste für die Gäste und der Samstag wurde zu einem rabenschwarzen Tag. Zuerst sprang Wagner ohne Not und übermotiviert von hinten in die Beine von Gottschling, sodass er mit Rot des Feldes verwiesen wurde (77.). Kurz darauf brachte Bunjaku seine Farben mit dem überraschenden 1:1 wieder ins Spiel, als er aus acht Metern ein Durcheinander in der Gäste-Defensive nutzte (83.) und nur eine Minute darauf drehte Mike Wunderlich für Köln das Spiel per wunderbarem Freistoß aus 20 Metern komplett (84.). Die verzweifelten Münsteraner bekamen in der 88. Minute sogar noch die große Chance auf den Ausgleich, doch mit vereinten Kräften warfen sich gleich zwei Verteidiger in den Schuss des eingewechselten Mörschel (88.). Somit verloren die Preußen den Abstiegs-Krimi völlig unnötig und selbst verschuldet mit 1:2 und liegen nun weiterhin fünf Zähler hinter dem rettenden Ufer, während Köln mit dem vierten Sieg in Folge auf Rang 12 springt.

Chemnitz 1:0 Unterhaching: CFC überrascht

Nach dem Rückschlag von München legten die formstarken Chemnitzer gegen das Spitzenteam aus Unterhaching direkt los wie die Feuerwehr. Nach einer Ecke von links wurde das Leder von Hosiner verlängert, sodass Reddemann aus sechs Metern mit dem Schienbein ins Tor traf (5.). Im Anschluss an die Führung zog sich der CFC etwas zurück und überließ den Hachingern das Spiel. Die konnten damit wenig anfangen und kamen kaum einmal in die gefährliche Region der Chemnitzer Hälfte. In einer spielerisch überschaubaren Resthälfte ergab sich tatsächlich nur noch eine einzige Torchance, durch Milde für Chemnitz. Dessen Schuss aus 18 Metern blieb aber doch deutlich dem Tor fern (42.).

Direkt nach der Pause hätte der CFC zwingend auf 2:0 erhöhen müssen. Durch einen furchtbaren Rückpass der Hachinger konnte Hosiner alleine auf Mantl zulaufen, scheiterte aber mit einem missglückten Lupfer etwas kläglich am herausstürmenden Schlussmann. Erneut verschlief der Aufstiegskandidat die Anfangsphase der Partie und hätte sich über ein 0:2 nicht beschweren dürfen. Im Anschluss an eine Ecke von der linken Seite musste Hachings Keeper Mantl gleich zweimal kurz vor der Linie klären, ehe seine Hintermannschaft das Leder herausschlagen konnte (67.). Haching bekam erst eine Viertelstunde vor dem Ende endlich eine Torchance. Felix Müller tauchte kurz vor dem Chemnitzer Gehäuse auf, wurde er gerade noch geblockt (75.). Von den Gästen kam bis zum Ende keine weitere gefährliche Aktion mehr, während Chemnitz in der 86. Minute noch auf 2:0 hätte stellen können, doch Welzmüller klärte auf der Linie gegen eine scharfe Hereingabe von Garcia. Den verdienten Sieg nahmen sie Himmelblauen somit über die Zeit und sind nun 13., während Unterhaching auf Platz drei abrutscht.

Bayern II 2:0 Großaspach: Aspach ohne Aufbäumen

Keine fünf Minuten waren im Grünwalder Stadion gespielt, da wären die spielstarken Münchner schon beinahe in Führung gegangen. Kern setzte einen Schuss aus 16 Metern mit Wucht an die Latte, der Abpraller landete bei Wriedt, der aus kurzer Distanz ebenfalls nur die Latte traf (5.). Auch in der Folge kontrollierten die Münchner die Partie größtenteils und hatten über Jeong (12.), Welzmüller (15.) oder Wriedt (28.) Distanzschüsse abgegeben, die jedoch allesamt ihr Ziel verfehlten. Aus dem Nichts bekamen allerdings die Aspacher die größte Chance der ersten Hälfte. Nachdem Behounek im Eins-gegen-Eins an Früchtl gescheitert war, kam das Leder noch einmal zurück zum Aspacher. Dessen erneuten Nachschuss lenkte der wieder aufgesprungene Keeper gerade noch über die Latte (32.). Kurz vor der Pause hätten die Bayern zwingend die Führung erzielen müssen. Jeong tauchte alleine vor Reule auf und scheiterte am Keeper (38.). Drei Minuten später war der Schlussmann wieder auf dem Posten und wehrte per Glanztat einen Kopfball von Jeong zur Ecke (41.).

Der zweite Durchgang gestaltete sich ausgeglichener mit Chancen auf beiden Seiten. Mai köpfte das Leder nach einer Ecke drüber (50.), Vlachodimos scheiterte aus spitzem Winkel an Früchtl (54.). Im Gegensatz zur ersten Hälfte nutzen die Amateure der Bayern diesmal aber ihre erste große Chance aus und gingen durch Profi-Leihgabe Jann-Fiete Arp in der 61. Minute in Führung. Jeong legte super im Strafraum für Arp ab, der nicht lange zögerte und das Leder durch die Abwehr hindurch ins lange Eck vollendete. Die Bayern legten zehn Minuten später auch direkt nach. Eine Yilmaz-Flanke wurde direkt auf die Füße von Singh abgewehrt, der das Leder aus 15 Metern volley im Tor unter brachte (72.). Die Bayern spielten ihre Führung locker und entspannt bis zum Ende durch und hätten durch Jeong (81. + 86.) sogar noch auf 3:0 stellen können, doch es blieb beim verdienten 2:0-Heimsieg. Bayern II ist nun Achter, während Großaspach als Vorletzter elf Zähler hinter dem rettenden Ufer liegt.

   
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