Marcus Piossek: Endlich angekommen beim neuen Club

Marcus Piossek steht erst seit knapp vier Monaten in Diensten des SC Preußen Münster – und hat dabei dennoch schon sehr viel mitgemacht. Der 23-Jährige wechselte im Sommer nach einem starken Jahr beim Erzfeind VfL Osnabrück an die Hammer Straße. Die Erwartungen waren groß an offensiven Mittelfeldspieler. Schließlich gehörte er im Vorjahr nicht nur zu den besten Spielern der Lila-Weißen (16 direkte Torbeteiligungen in 36 Spielen), sondern sollte mit seiner Schnelligkeit und seiner Eigenschaft, um jeden Ball zu kämpfen, Probleme beheben, die auch Gründe dafür waren, dass den Preußen der ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht gelingen wollte. Mit Piossek sollte dies nun in der neuen Spielzeit korrigiert werden.

Auf dem Platz wollte ihm nicht mehr viel gelingen

Doch die ersten Wochen der neuen Saison liefen bei weitem nicht so wie erwünscht. Dabei stand besonders Piossek symbolisch für das ganze Team, das einen katastrophalen Saisonstart hinlegte. Nach einem starken Debüt am ersten Spieltag gegen Wacker Burghausen folgten mehrere Auftritte, die man unter die Kategorie „unglücklich“ einsortieren könnte. Zwar war der in Lippstadt geborene und in der Jugend von Borussia Dortmund ausgebildete Piossek nie der schwächste Spieler im Dress der Adlerträger. Mehr als ein so bitteres „Er war stets bemüht“-Fazit gab es allerdings nicht. Dem 23-Jährigen schien die Situation mehr und mehr zu frustrieren. Auf dem Platz wollte ihm nicht mehr viel gelingen, vereinzelt gab es nach Ballverlusten sogar Pfiffe der eigenen Fans, gegen Kiel und Elversberg wurde er jeweils zur Halbzeit ausgewechselt und erste Gerüchte über seine Unzufriedenheit beim neuen Arbeitgeber machten sich breit.

Fünf Scorer-Punkte aus den letzten zwei Spielen

Doch mit dem neuen Trainer Ralf Loose läuft es auch bei Marcus Piossek wieder rund. Nach einem ordentlichen Auftritt gegen seinen Ex-Club VfL Osnabrück trug er sich dann auch Anfang Oktober erstmals in die Torschützenliste ein. Dabei erzielte er gegen den Chemnitzer FC nicht nur einen Doppelpack, sondern war auch bester Adlerträger auf dem Platz. Dass endgültig der Knoten geplatzt ist, zeigte sich im darauffolgenden Spiel gegen die zweite Mannschaft des BVB. Erneut steuerte Piossek zwei Tore zum 4:0 bei, zudem bereitete er das 2:0 durch Matthew Taylor mustergültig vor. Der wohl endgültig letzte Beweis dafür, dass Marcus Piossek endlich angekommen ist beim SC Preußen Münster…

FOTO: Flohre Fotografie

   
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