Marc Stein: "Langsam an der Zeit, dass wird auswärts gewinnen"

Mit Marc Stein setzen die Stuttgarter Kickers in der Innenverteidigung auf einen erfahrenen Mann. Der 28-jährige spielte für Hertha BSC Berlin und Hansa Rostock bereits 71 Mal in der 1. Bundesliga  Über den FSV Frankfurt und die Offenbacher Kickers kam er vor der Saison zu den Stuttgarter Kickers. Dort ist er unumstrittener Stammspieler und verpasste aufgrund einer Gelb-Rot Sperre erst ein Spiel. Insgesamt blickt er zudem auf 54 Zweit- und 83 Drittliga-Spiele zurück. Im Interview mit liga3-online.de erklärt der 28-Jährige, warum es bei den Kickers zuletzt wieder aufwärts ging und wie in Münster der erste Auswärtssieg gelingen soll.

liga3-online: Herr Stein, sie sind vor vor der Saison aus Offenbach nach Stuttgart gewechselt. Wie gut haben Sie sich in Stuttgart schon eingelebt?

Marc Stein: Hervorragend. Die Mannschaft und die Schwaben haben es mir sehr leicht gemacht, mich in Stuttgart und beim Verein einzuleben. Ich habe relativ schnell eine Wohnung gefunden und fühle mich hier sehr wohl.

Was unterscheidet die Stuttgarter Kickers von Ihren bisherigen Stationen im Profifußball?

Die Stuttgarter Kickers sind ein Traditionsverein mit einem sehr klangvollen Namen. Wir arbeiten unter professionellen Bedingungen und das Training ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Natürlich steht der sportliche Erfolg wie bei jedem anderen Verein im Vordergrund. Bei den Kickers geht es sehr familiär zu und jeder hilft dem anderen. Die öffentliche Aufmerksamkeit ist natürlich geringer als in der Bundesliga, aber wir arbeiten daran, dass sich das ändert.

Zuletzt gab es am vergangen Freitag ein 2:1-Testspiel-Sieg gegen den Regionalligisten Sonnenhof Großaspach und darauffolgend ein trainingsfreies Wochenende. Eine willkommene Abwechslung?

Natürlich sind Testspiele immer eine willkommene Abwechslung und ein freies Wochenende ist in unserem Beruf ja eher selten. Deswegen haben die zwei freien Tage der Mannschaft und mir sehr gut getan.

Zusammen mit Julian Leist sind Sie in der Innenverteidigung gesetzt. Zuletzt gab es vier Heimsiege ohne Gegentor. Woran liegt es, dass die Mannschaft nun bessere Ergebnisse abliefert als zu Saisonbeginn?

Die Mannschaft hat sich stabilisiert und wir stehen in der Defensive sehr kompakt. Bis auf das Spiel in Wiesbaden, wo wir vier Tore kassiert haben, waren die Ergebnisse immer knapp. Im Vergleich zu den ersten Spielen versuchen wir, viele Situationen spielerisch zu lösen und nicht mehr so oft mit langen Bällen zu operieren.

Auch Eure Auswärts-Auftritte in Saarbrücken und Duisburg waren zuletzt stark, jedoch habt ihr Euch nicht mit drei Punkten belohnt. Somit wartet ihr weiter auf Euren ersten Auswärtssieg. Was macht Sie optimistisch, dass sich das beim nächsten Auswärtsspiel in Münster ändert?

In Duisburg waren wir wirklich nah dran am ersten Auswärtsdreier, doch kurz vor Schluss mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Das soll uns in Münster nicht passieren. Zunächst müssen wir in der Defensive sicher stehen und dürfen nichts zulassen. Es ist langsam an der Zeit, dass wir auswärts mal gewinnen und die Ernte einfahren. Dafür ist in Münster aber eine konzentrierte Leistung notwendig.

Abschließend noch eine Frage zu Ihrer Karriereplanung. Sie haben lange Zeit in der ersten Bundesliga gespielt, für Hertha BSC sogar international. Haben Sie Ambitionen noch einmal höherklassig zu spielen?

Damit beschäftige ich mich zurzeit nicht. Ich habe einen Vertrag bei den Stuttgarter Kickers und den möchte ich erfüllen. Wir haben ein großes Ziel und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir dieses Ziel erreichen. Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft und es kann natürlich immer was passieren.

FOTO: Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de

 

   
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