Marc Fascher: "Unsere Fans sind sehr wichtig"

Vor dem Westfalen-Derby Preußen Münster gegen Arminia Bielefeld am kommenden Samstag, sprach liga3-online.de mit Münster-Trainer Marc Fascher. Der 43-jährige erklärte uns, wie wichtig ihm die Fans sind, ob er vor dem Derby aufgeregt ist und wo er Preußen Münster in fünf Jahren sieht. Fascher ist seit März 2010 Chefcoach beim SCP, die er in der abgelaufenden Saison von Regionalliga in die 3. Liga führte. Derzeit sind die Münsteraner mit 22 Punkten nach 15 Spieltagen bester Drittligaaufsteiger.

liga3-online.de: Ihr Vertrag läuft zum Ende der Saison aus. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wie es danach weitergehen wird? Werden Sie dem SCP erhalten bleiben?

Marc Fascher: Nein, es ist zu früh sich darum Gedanken zu machen. Es gibt auch keinen festen Termin, bis wann eine Entscheidung gefällt werden muss. Ich lass das auf mich zu kommen und konzentriere mich voll auf meine aktuellen Aufgaben.

Rund 13.000 Preußen-Fans werden am Samstag alles geben, damit der SCP das Derby gewinnt. Wie wichtig ist die Unterstützung der eigenen Fans bei den Spielen und insbesondere bei diesem Derby?

Generell ist für mich die Unterstützung der Fans sehr wichtig. Wir haben es ja in den beiden Auswärtsspielen gesehen, als wir diese Fan-Sperre hatten, dass da der 12. Mann fehlt. Das war schon komisch, wenn keiner da ist, der die Mannschaft antreibt. Von daher sind wir froh, dass in Saarbrücken dieser 12. Mann wieder mit dabei war und vor allem jetzt in Derby alle hinter uns stehen.

Sind Sie als Trainer vor so einem Spiel aufgeregt? Oder ist das in all den Jahren zu Routine geworden?

Aufgeregt würde ich es nicht nennen, eher angespannt. Aufgeregt hört sich sehr negativ an, wie ängstlich oder nervös. Das trifft es nicht. Und angespannt bin ich schon, ich wäre hier falsch, wenn ich vor einem Spiel nicht angespannt wäre. Wenn ich als Trainer gefühlskalt und ohne Anzeichen von Emotion in ein Spiel gehe, dann müsste ich mit dem Job sofort aufhören. Nein, Annspannung gehört dazu.

Mit erst 14 Gegentoren gehört Ihr Team zu den defensivstarken Mannschaften der Liga. Mit welcher taktischen Ausrichtung wollen Sie das Derby gegen die Arminia angehen?

Natürlich zeichnet uns die gute Defensive aus. Wir müssen gut gegen den Ball arbeiten, organisiert sein. Neben der Defensivarbeit darf aber das Tore schießen nicht vergessen werden, das ist wichtig, um zu gewinnen. Nur gute Verteidigung reicht nicht. Trotz allem werden wir aber natürlich großen Wert auf Defensive setzen, denn wer wenig Tore kassiert, braucht dementsprechend weniger Tore für drei Punkte.

Wo sehen Sie den SC Preußen Münster in fünf Jahren? Kann die 1. Bundesliga auf lange Zeit gesehen ein Ziel sein?

Gute Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn alles gut läuft, Münster mittelfristig in die 2. Bundesliga aufsteigen kann. Aber eben mittelfristig. Wir sind gerade erst in die 3. Liga aufgestiegen, daher ist unser Ziel allein der Klassenerhalt. Und in den kommenden Jahren gilt es auch nur die Klasse zu halten und sich in der 3. Liga zu etablieren. Und an die Bundesliga sollten wir jetzt nicht denken.

Vervollständigen Sie zum Abschluss bitte noch folgenden Satz: Der SC Preußen Münster gewinnt das Derby, weil …

(lacht)… er ein Tor mehr schießt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

FOTO: Sven Rech

   
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