Manuel Fischer: Möchten noch mehr erreichen

Die Stuttgarter Kickers konnten das Derby gegen den VfB Stuttgart II am Samstag vor 8.100 Zuschauern mit 2:1 für sich entscheiden. Schon nach drei Minuten hatte Erich Berko den VfB in Führung gebracht, doch der SVK kam in Person von Kapitän Enzo Marchese in der 34. Minute zum Ausgleich. Den entscheidenden  Siegtreffer konnte dann der eingewechselte Manuel Fischer (83.)für die Kickers erzielen. Im folgenden Artikel erklärt liga3-online.de die Gründe, weshalb der SVK trotz frühen Rückstands die Partie für sich entscheiden konnte.

Kickers beweisen tolle Moral

Ausschlaggebend hierfür war, dass die Kickers nach dem 0:1 nicht die Köpfe hängen ließen und ihr Spiel nach vorne direkt weiterspielten. "Nach dem verlorenen Spiel in Rostock und der 1:5 Hinspiel-Niederlage war der Druck heute natürlich groß, aber es war gut, dass wir uns in der Vorbereitung auf dieses Spiel nicht damit beschäftigt haben“, erklärte Kickers-Verteidiger Marc Stein. Die Kickers hatten nach dem 0:1 ihre beste Phase und kamen auch verdient zum Ausgleich, als Marchese eine Vorlage von Gerrit Müller verwerten konnte. In der zweiten Hälfte war der VfB II feldüberlegen und vergab zwei hundert prozentige Chancen. "Ein Unentschieden wäre aufgrund unserer zweiten Hälfte verdient gewesen“, meinte deshalb VfB II-Stürmer Marco Grüttner. Doch die Kickers bewiesen wieder einmal eine tolle Moral, und Fischer konnte nach einem Traumpass von Edwini- Bonsu noch das umjubelte 2:1 erzielen. In der Tabelle bleiben die Blauen somit mitten im Aufstiegsrennen und haben nun schon sieben Punkte Vorsprung auf den fünftplatzierten Preußen Münster. „Jetzt können wir schon davon reden, dass wir etwas erreichen wollen, schließlich sind nur noch wenige Spiele zu absolvieren. Klar ist es dann möglich, als Vierter später im Pokal zu spielen, aber wenn man so weit oben stehst, möchtest du natürlich auch noch mehr erreichen“, meinte Fischer zu den Saisonzielen mit seiner Mannschaft.

Kickers wittern Wettbewerbsverzerrung

Der Sieg der Blauen ist umso höher zu bewerten, wenn man sieht, dass beim VfB II mit Rausch, Leitner, Didavi, Kiesewetter gleich vier Bundesliga-Profis auf den Platz standen. Daniel Didavi, der nach einer langen Verletzung zurückkehrte, war der auffälligste Akteur von ihnen. "Ich habe mich gefreut endlich wieder spielen zu können, und wir hatten die Partie in der zweiten Halbzeit im Griff. Die Derby-Niederlage war deshalb unnötig für uns, aber man muss den Kickers auch ein Kompliment für ihre starke Leistung machen", erklärt Didavi. Kickers Sportdirektor Michael Zeyer verärgerte, dass VfB II Trainer Kramny so viel Unterstützung aus dem Bundesliga-Kader bekam. "Ich hatte schon das Gefühl, dass der VfB nicht rein zufällig so viele Bundesliga-Akteure gegen uns zum Einsatz brachte. Im Spiel gegen Duisburg war das nicht so, da sah es eher so aus als wollte man experimentieren“, roch Zeyer Wettbewerbsverzerrung.  Jürgen Kramny konnte aber auf der anschließenden Pressekonferenz etwas Feuer aus der Diskussion nehmen. "In einer zweiten Mannschaft spielen immer mal wieder Spieler, die nach langen Verletzungen zurückkommen oder Spielpraxis brauchen. Das ist auch nicht immer unbedingt von Vorteil. Wenn die Kickers am Ende aufsteigen, gönne ich es ihnen.“ Marc Stein brachte es auf dem Punkt: "Klar war der Kader des VfB II durch die Bundesliga-Profis stärker, aber gebracht hat es ihnen nichts.

 

   
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