Geniestreich! Manno schießt Osnabrück gegen Dresden zum Sieg

Der VfL Osnabrück hat den ersten Schritt in Richtung 2. Bundesliga gemacht. Im Hinspiel der Relegation konnten sie sich am Abend gegen Dynamo Dresden knapp mit 1:0 durchsetzen. Vor 15.500 Zuschauern im ausverkauften Hexenkessel an der Bremer Brücke machten die Fans von Anfang an ordentlich Stimmung. Auch beide Mannschaften fanden ohne große Abtastphase in die Partie, wenngleich Chancen zunächst Mangelware blieben. Die Gäste aus Dresden standen in der Abwehr sicher und ließen die Osnabrücker nur selten vor das eigene Tor kommen. Zum ersten Mal richtig gefährlich wurde es in der elften Minute: Mit einem schnellen Angriff stand Müller plötzlich vollkommen frei vor VfL-Keeper Manuel Riemann, doch der Osnabrücker Schlussmann konnte den Ball zunächst abwehren, das Spielgerät blieb weiterhin im Strafraum, konnte dann aber mit vereinten Kräften der Abwehrspieler geklärt werden.

Gaetano Manno mit Traumtor

In der insgesamt sehr fairen Partie war beiden Mannschaften im weiteren Verlauf anzumerken, dass sie nicht den entscheidenden Fehler machen wollten. So mussten sich die Fans in der Osnatel-Arena über weite Strecken mit einem durchschnittlichen Spiel zufrieden geben. Gegen Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie dann aber wieder Fahrt auf: Nach einem langen Ball in den Strafraum der Dresdner fehlte nicht viel und die Osnabrücker wären in Führung gehen. SGD-Keeper Benjamin Kirsten konnte den Ball jedoch abfangen und leitete den direkten Gegenzug ein: Ouali stand vollkommen unbedrängt frei vor Riemann, doch der VfL-Keeper wehrte den Ball ab. Nach der verletztungsbedingten Auswechselung von Tobias Müller (Robert Koch kam für ihn) fiel in der 42. Minute das eher unerwartete Führungstor: Nach einer kurz ausgeführten Ecke nahm sich Manno ein Herz und zog aus etwa 25 Metern und aus spitzem Winkel in Richtung Tor ab: Keeper Kirsten war überrascht und konnte den Ball nicht mehr abwehren: Traumtor! Während die Osnabrücker Fans die Führung frenetisch feierten, herrschte bei Spielern und Fans der Sachsen großes Entsetzen, schließlich waren sie bisher die bessere Mannschaft.

Osnabrück vergibt Elfmeter – Dynamo zur harmlos

Nach dem Seitenwechsel tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab, ehe es in der 55. Minute einen richtigen Aufreger gab. Nach einem Handspiel von Romain Bregerie entschied Schiedsrichter Günter Perl nach kurzem Zögern auf den Elfmeter. Timo Staffeldt, der in dieser Saison bereits zwei Strafstöße nicht verwandelte, trat an und vergab auch dieses Mal. Benjamin Kirsten konnte den halbhoch platzierten Ball ohne Probleme fangen. Für den Keeper der SGD war es fünfte von insgesamt sieben Elfmetern, den er in dieser Spielzeit parieren konnte. Es war zudem der vierte gehaltene Elfmeter in Folge! Im direkten Gegenzug brachten die Dresdner den Ball im Tor unter, doch der Assistent an der Seitenlinie entschied bereits vorher auf Abseits. Kurze Zeit später folgte ein Schock für den VfL: Torschütze Gaetano Manno musste verletzt vom Platz und wurde durch Andreas Glockner ersetzt. Auch Manuel Riemann erwischte es kurz darauf und musste für einige Minuten auf dem Feld behandelt werden, konnte danach aber weiter spielen. Während die Osnabrücker nun deutlich darauf bedacht waren, die Defensive zu sichern. Dresden drückte nun auf den Ausgleich, blieb aber zu harmlos. Es entwickelte sich zwar kein hochklassiges Spiel, dafür stimmten aber der Kampf und die Leidenschaft auf beiden Seiten. Immer wieder versuchten es die Osnabrücker mit langen und schnellen Bällen in die Spitze, doch die Hintermannschaft des Zweitligisten war nicht zu überwinden. So verflachte die Partie immer weiter. Am Ende blieb es beim 1:0 für den VfL Osnabrück. Letztendlich ein eher glücklicher Sieg, da Dresden die besseren Chancen hatte und der 2. Halbzeit zudem auch überlegen war.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   

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