Waldhof vor Pokal-Comeback gegen Frankfurt selbstbewusst

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Von Ehrfurcht keine Spur: Waldhof Mannheim strotzt vor seinem Comeback im DFB-Pokal am Sonntag gegen Europa-League-Halbfinalist Eintracht Frankfurt vor Selbstvertrauen. Seine eindeutige Außenseiterrolle ist für den erfolgreich in die Saison gestarteten Aufsteiger nicht mit einer Silbe ein Thema – im Gegenteil.

"Nach so vielen Jahren herrscht riesige Vorfreude“

"Wir wollen das Spiel wie jedes Spiel gewinnen“, beschrieb Mannheims Co-Trainer Benjamin Sachs auf der Vereinshomepage die selbstbewusste Einstellung seiner Mannschaft vor ihrem ersten Pokal-Match seit 16 Jahren mit einer klaren Herausforderung des Cupgewinners von 2017. Die Rückkehr auf die große Pokal-Bühne soll dabei im Südwest-Derby auch überhaupt nicht ausgeblendet werden, wie der Assistent von Chefcoach Bernhard Trares verdeutlichte: "Nach so vielen Jahren ohne DFB-Pokal herrscht natürlich eine riesige Vorfreude. Wir wollen das aufsaugen und genießen.“

Ein Coup gegen die Eintracht, die durch Qualifikationsspiele zur Europa League auch schon im Pflichtspielbetrieb steckt, wäre für den SVW die vorläufige Krönung des bislang geradezu perfekt verlaufenen Saisonauftaktes. Nach Punkteteilungen in den ersten drei Liga-Begegnungen feierte Mannheim zu Wochenbeginn im Duell der Ex-Bundesligisten mit 1860 München durch ein überraschend klares 4:0 den ersten Saisonsieg und ist als eines von nur noch drei Drittliga-Teams immer noch ungeschlagen.

Erfolg gegen 1860 soll Rückenwind bringen

Sachs verspricht sich von dem Erfolg gegen die Löwen zusätzlichen Rückenwind für das Match gegen Frankfurt. "Im Vergleich zu den vorherigen Spielen hatten wir mehr Phasen, in denen wir unseren Fußball durchgebracht haben. Wir haben in jedem Bereich einen Schritt nach vorne gemacht – physisch, mental, bei der Chancenverwertung“, betonte Sachs die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Spiel gegen München.

Im Duell mit Frankfurt wollen sich die Waldhöfer trotz des Klassenunterschieds auch gar nicht nach dem prominenten Gegner ausrichten. "Es wird darauf ankommen, dass wir das umsetzen, was wir uns vornehmen“, sagte Sachs und nannte eine elementare Voraussetzung für die erhoffte Sensation: "Wir müssen die entscheidenden Momente im Spiel für uns gewinnen.“

Vom Wirbel um das Spiel sollen sich die Spieler nicht ablenken lassen, forderte Sachs außerdem: "Die größere Aufmerksamkeit für das Spiel ist schön für den Verein und das Umfeld. Wir müssen uns aber auf das Wesentliche konzentrieren – und das sind die 90 Minuten oder auch mehr auf dem Platz." Das Carl-Benz-Stadion ist mit 24.000 Zuschauern bereits seit Wochen restlos ausverkauft.

   
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