12. März 2018 um 10:32 Uhr

FCM schießt Aalen ab: Ein Festtag aus mehreren Gründen

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© imago/Schroedter

Mit 6:1 schoss der 1. FC Magdeburg den VfR Aalen aus der MDCC-Arena. Unter den sechs Torschützen war auch Kapitän Christian Beck, der aber nicht nur deshalb Grund zur Freude hatte. Trainer Jens Härtel ließ sich vom Ergebnis nicht täuschen, er hatte auch Defizite ausgemacht.

Drei Tore in 14 Minuten

"Unter dem Strich ist der Sieg hochverdient", sagte Magdeburgs Cheftrainer Jens Härtel bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir sind perfekt in das Spiel reingekommen und mit der ersten Chance in Führung gegangen." In der vierten Minute spielte Florian Pick mit einem tollen Ball von der linken Seite Christian Beck frei und der vollendete eiskalt zur Führung. André Hainault (12.) und Philip Türpitz (14.) legten nur wenig später nach und stellten die Weichen früh auf Sieg für den FCM.

Anschließend folgte überraschend eine Phase, die Härtel später als "kritisch" bezeichnen sollte. Magdeburg war wie berauscht von der eigenen Führung, vergaß dabei aber die eigenen Stärken und versuchte, den Ball über die Linie zu zaubern. Weil Luca Schnellbacher just in diesen Minuten zum 1:3 für die Gäste traf (24.), wurde die Partei plötzlich wieder spannend, und Magdeburg lief Gefahr, den bereits sicher geglaubten Sieg zu verspielen.

"Müssen scharf bleiben"

"Da hatten wir einen kleinen Hänger", sagte Richard Weil im Gespräch mit "Telekom Sport" angesprochen auf jene Phase Mitte der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang aber fing sich Magdeburg wieder und ausgerechnet Weil tütete den Sieg mit seinem 4:1 (73.) gewissermaßen ein. Björn Rother (82.) und Marcel Costly (84.) erzielten die weiteren Treffer. Er hoffe, sein Team habe damit "nicht das Pulver für die nächsten Spiele verschossen", sagte Weil. Und Trainer Härtel sagte, seine Spieler dürften sich jetzt erst einmal über den deutlichen Erfolg freuen, müssten sich aber ab Dienstag auf Jena, den kommenden Gegner, konzentrieren. "Wir müssen weiter scharf bleiben", sagte Härtel mit Blick auf das anstehende Ostduell.

Freude bei Hainault und Beck

Besonders groß war die Freude nach dem Spiel bei zwei Akteuren, wobei die Gründe dafür kaum unterschiedlicher sein könnten. Der Kanadier Hainault sagte "Telekom Sport", dies sei "einer der schönsten Tage überhaupt für mich in Magdeburg." Lange war Hainault verletzt ausgefallen, das Spiel gegen Aalen war erst das dritte in dieser Saison für den ehemaligen kanadischen Nationalspieler, es wurde gekrönt vom Sieg und seinem ersten Saisontor.

Auch Torjäger Beck durfte sich über einen Treffer freuen, im Mittelpunkt aber stand etwas ganz anderes. Am Tag vor dem Spiel hatte Beck Geburtstag, er wurde 30. Nach dem Spiel verkündete Beck dann die Nachricht, die alles andere in den Schatten stellte: "Meine Freundin ist schwanger, ich bin überglücklich." Der Sonntag, er war in Magdeburg aus verschiedenen Gründen ein Festtag.

 

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