Ticker: Macht Karlsruhe den Aufstieg fast perfekt?

Lange war der Abstiegskampf in dieser Drittliga-Saison extrem spannend. Doch nach der Niederlage von Preußen Münster am gestrigen Samstag gegen die Stuttgarter Kickers könnte am heutigen Sonntag bereits die erste Vorentscheidung im Kampf um die 2. Bundesliga fallen. Zum Abschluss des 36. Spieltages ist der Karlsruher SC um 14 Uhr beim SV Darmstadt 98 zu Gast (live im HR und SWR). Die Vorzeichen dieser Partie sind klar: Gewinnt der Zweitligaabsteiger heute gegen Darmstadt, können sie praktisch nicht mehr von den ersten drei Plätzen verdrängt werden. Mit dann 75 Punkten hätten sie sechs Zähler Vorsprung auf den SCP, der in den letzten beiden Spielen eine Differenz von über neun Toren aufholen müsste. Aus den noch zwei ausstehenden Partien bräuchte der KSC dann nur noch einen Zähler, um den direkten Aufstieg perfekt zu machen. Doch das Spiel gegen Darmstadt ist noch längst nicht gewonnen.

5.000 KSC-Fans wollen für Heimspielatmosphäre sorgen

Markus Kauczinski geht von einem „Kampfspiel“ gegen die abstiegsbedrohten Hessen aus: „Sie sind eine kampfstarke Mannschaft und haben in der Rückrunde Punkte geholt und kaum Gegentore kassiert.“ Der KSC, so kündigte der Trainer an, werde mit "der gleichen Energie, Einstellung, Leidenschaft und demselben Spielwitz wie zuletzt gegen Chemnitz zu Werke gehen". Mit welcher Formation Kauczinski beginnen wird, steht noch nicht fest. Während der Einsatz von Gaétan Krebs wegen einer Grippe auszufallen droht, steht Dennis Kempe nach seiner Zerrung wieder zur Verfügung. Ob Kai Schwerfeger seine Position auf der linken Abwehrseite behält, will Kauczinski noch entscheiden. "Einerseits überlege er, Kempe zu bringen, andererseits haben Schwertfeger seine Aufgabe gegen Chemnitz „solide gelöst“. Schwertfeger käme allerdings neben Silvano Varnhagen auch als Ersatz für Krebs in Betracht", heißt es. Beendet ist die Saison bereits für Danny Blum, der sich beim Spiel gegen Chemnitz einen Muskelfaserriss zuzog.  Zum Spiel nach Darmstadt wird der KSC von etwa 5.000 Fans begleitet, die für eine Heimspielatmosphäre sorgen wollen. „Wir freuen uns, dass so viele Fans mitkommen. Diese Unterstützung wird wichtig sein“, so Cheftrainer Markus Kauczinski.

Lilien-Coach Schuster rechnet sich Chancen aus

Während die Karlsruher mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung machen können, will sich Darmstadt 98 heute wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Nach dem Sieg des SV Babelsberg am gestrigen Samstag sind die "Lilien" auf den ersten Abstiegsplatz abgerutscht und liegen nun drei Zähler hinter dem rettenden Ufer. Auch wenn der SV98 als krasser Außenseiter in die Partie gegen den Tabellenzweiten geht, rechnet sich Trainer Dirk Schuster Chancen aus:  "Durch Aggressivität, Willenskraft und Einsatzbereitschaft wollen wir Punkte hier behalten". Gegen den KSC will Darmstadt an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. In den letzten neun Spielen musste man sich nur zwei Mal geschlagen geben und holte immerhin drei Siege.  Für Schuster wird es ein besonderes Spiel, da er in seiner aktiven Zeit als Fußballprofi lange Jahre das Trikot des KSC trug und sein Hauptwohnsitz immer noch in Karlsruhe ist. "Für 90 Minuten werden die Bekanntschaften ruhen müssen. Und Freunde von mir, die ins Stadion kommen, drücken den Darmstädtern die Daumen, da der KSC sicherlich am Ende so oder so aufsteigen wird", wird Schuster zitiert. Bis auf drei Spieler werden die Hessen heute in Bestbesetzung antreten können. Preston Zimmerman fehlt aufgrund seiner fünften gelben Karte in der vergangenen Partie beim OFC,  Benjamin Gorka und Benjamin Baier werden aufgrund einer Verletzung nicht mitwirken können.

 

FOTOFU Sportfotografie

 

 

   

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