Lukimya über Aus des KFC: "Es ist einfach furchtbar"

Vor zwei Wochen feierte der KFC Uerdingen mit einem 1:1 in Mannheim den sportlichen Klassenerhalt. Doch weil die Krefelder die Lizenzbedingungen nicht erfüllen konnten, wird der KFC in der kommenden Saison nicht in der 3. Liga spielen. Die Mannschaft reagierte geschockt.

"Sehr traurig"

Am Mittwochnachmittag zum 14:40 Uhr platzte die Bombe: Via Pressemitteilung gab der KFC bekannt, die Lizenzbedingungen nicht erfüllen zu können – entsprechend stehen die Krefelder vor dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga. Zudem hat sich Investor Roman Gevorkyan verabschiedet, sodass der KFC vor dem endgültigen Aus steht. "Es ist einfach furchtbar. Damit hat keiner mehr gerechnet", so Kapitän Assani Lukimya in der "Westdeutschen Zeitung".

Der Kampf gegen all die Widrigkeiten, mit denen die Uerdinger im Laufe der Saison zu kämpfen hatten, war vergebens. "Jede andere Mannschaft wäre in dieser Lage zerbrochen", meint Lukimya. "Wir haben über die Saison gesehen viel eingesteckt und es trotzdem geschafft. Und dann jetzt dieser K.-o.-Schlag." Auch Teamchef Stefan Reisinger spricht gegenüber der Zeitung von einer "brutal bitteren" Nachricht. "Es ist sehr traurig. Das muss man erst einmal sacken lassen."

Gespräche mit Geldgebern stehen an

Wie es nun weitergeht, und ob der anvisierte Neustart in der Regionalliga realistisch ist, steht in den Sternen – die Lizenz hat der KFC aber fristgerecht beantragt. Zunächst soll ein neuer Vereinsvorstand gewählt werden. Derzeit besteht dieser mit Roman Gevorkyan, Mikhail Ponomarev und Nikolas Weinhart aus drei Personen, die allesamt keine Zukunft mehr beim KFC haben. Laut der "Rheinischen Post" sollen mehrere Mitglieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung beantragt haben. Die Versammlung soll demnach kurzfristig, spätestens jedoch in der ersten Juli-Hälfte stattfinden. Der Zeitung zufolge soll ein Kandidaten-Trio bereit stehen, das den Vorstand bilden will.

Viel Zeit bleibt den Krefeldern allerdings nicht, da die neue Saison in der Regionalliga West bereits Mitte August startet. Ob es bis dahin gelingt, einen Etat auf die Beine zu stellen? Laut der "Westdeutschen Zeitung" sind am Wochenende erste Gespräche mit Geldgebern geplant, die die Regionalliga-Saison möglich machen wollen.

Bleibt Reisinger?

Reisinger könnte sich vorstellen, zu bleiben: "Ich würde mir die Pläne auf jeden Fall einmal anhören und mit anpacken, wenn es in der Regionalliga weitergeht." Dafür müsse aber seriös und vernünftig gearbeitet werden. "Man sollte jetzt keine Luftschlösser bauen." Sportlich und vor allem finanziell wird der KFC in naher Zukunft kleinere Brötchen backen müssen – um irgendwann in die 3. Liga zurückzukehren.

 
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