Lotte pocht auf Heimspiel und will neuen Rasen verlegen

Am 14. März soll das Nachholspiel zwischen den Sportfreunden Lotte und Borussia Dortmund stattfinden – das ist bei beiden Vereinen der einzig freie Termin vor dem Pokal-Halbfinale Ende April. Doch ob die Partie in Lotte stattfinden kann, ist weiterhin offen. Geht es aber nach Sportfreunden, wird wieder im Frimo Stadion gespielt – möglicherweise auf neuem Rasen.

Lotte kämpft um Heimspiel im eigenen Stadion

"Das ist unser Stadion, wir haben ein Heimspiel. Da gehen wir doch nicht woanders hin", betont Obman Manfred Wilke im "WDR". Man wisse zwar, dass in Lotte kein Bundesliga-Rasen liege, "doch Spiele wie in unserem Stadion machen den Reiz des Pokals erst aus", pocht Wilke auf das Heimspiel im eigenen Stadion. Ob das auch der DFB so sieht? Ungewiss! Laut der "Bild" soll der Verband den Westfalen bereits signalisiert haben, dass das Nachholspiel nicht in Lotte stattfinden werde. Das Risiko, dass der ohnehin schlechte und über 30 Jahre alte Rasen am 14. März erneut nicht bespielbar sein könnte, ist dem Verband offenbar zu hoch. Dabei will Lotte schon in den kommenden Tagen an der Beschaffenheit des Spielfeldes arbeiten. "Wir werden versuchen, in der Kürze der Zeit einen neuen Rasen zu verlegen", sagt Wilke im "RevierSport" und rechnet vor: "Wenn wir am Freitag um 8 Uhr anfangen, dann haben wir am Dienstag um 24 Uhr ein neues Geläuf." Falls das nicht klappt, soll zumindest die oberste und kaum noch wasserdurchlässige Rasenschicht ausgetauscht werden.

Muss Lotte umziehen?

Entscheidet sich der DFB dennoch gegen das Frimo Stadion, müssten die Sportfreunde Lotte in ein anderes Stadion ausweichen. Mögliche Optionen wären die Schüco-Arena in Bielefeld (26.515 Plätze), die Bremer Brücke in Osnabrück (16.000), das Preußenstadion in Münster (15.050) und die Benteler-Arena in Paderborn (15.000). Bei Arminia Bielefeld zeigt man sich nicht abgeneigt: "Grundsätzlich wäre es terminlich machbar", so Geschäftsführer Gerrit Meinke in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zeitgleich sagt er aber auch: "Wir haben bisher keine Anfrage, weder aus Lotte noch von Seiten des DFB." Zudem sei es "immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit für uns." Auch der SC Paderborn hat nach Informationen von liga3-online.de noch keine Anfrage seitens des DFB und der Sportfreunde erhalten, würde diese im Falle eines Falles aber prüfen. Problematisch wäre allerdings, dass der SCP kurz vor und nach dem 14. März selbst ein Heimspiel in der Benteler-Arena austrägt. Gleiches gilt beim SC Preußen, die sogar am 14. März im heimischen Stadion gefordert sind.

Entscheidung bis Freitag

Die naheliegendste Ausweichoption aus Sicht der Sportfreunde dürfte wohl die nur knapp 13 Kilometer von Lotte entfernt liegende Bremer Brücke des VfL Osnabrück sein. Auf Anfrage unserer Redaktion wollte sich der VfL zwar nicht konkret äußern, schloss aber auch nicht grundsätzlich aus, dass die Pokalpartie der Sportfreunde am 14. März in Osnabrück ausgetragen werden könnte. Ein Tausch des Heimrechts mit dem BVB ist derweil wohl nicht möglich. Bis spätestens Freitag will sich der DFB äußern und bekanntgeben, wo das Nachholspiel stattfinden wird. Sicher scheint bereits, dass im Zuge dessen zwei weitere Drittliga-Spiele der Westfalen verlegt werden müssen. Klar ist auch: Auf die Sportfreunde warten nun mindestens vier englische Wochen in Folge.

 

   

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