Lotte muss Rekordpleite gegen Paderborn verdauen

Mit 0:5 gingen die Sportfreunde am vergangenen Samstag in Paderborn unter. Für die Mannschaft aus dem Tecklenburger Land war es die höchste Niederlage in ihrer Drittliga-Geschichte. Und sie hätte sogar noch höher ausfallen können. Wie konnte das passieren?

Rosinger: "Tag zum Vergessen"

"Wenn du 5:0 verlierst, dann ist es ein gebrauchter Tag“, sagte Sportfreunde-Kapitän Tim Wendel nach Spielende gegenüber der "NOZ". Und auch Stürmer Bernd Rosinger sprach nach der bitteren Pleite von einem "Tag zum Vergessen." Wie ein gewaltiger Orkan fegten die Paderborner am Samstag über die Sportfreunde hinweg. Dabei sah es zu Spielbeginn aus, als könnten die Lotteraner dem Tabellenführer Paroli bieten. Doch kurz vor der Halbzeit ging der SCP mit einem Doppelschlag durch Ritter (36.) und Zolinski (45.) in Führung. "In der Kabine haben wir gesagt: Es ist alles möglich, ein Tor ist schnell gemacht. Wenn man schnell das 1:2 macht, haben wir bis zur 90. Minute noch die Möglichkeit auszugleichen“, gab SFL-Trainer Andreas Golombek die Pausenansprache nach Abpfiff wieder. Doch es sollte ganz anders kommen.

Paderborn wie im Rausch

Bereits in der 50. Minute zirkelte Marlon Ritter einen Eckball direkt ins Tor. Nur eine Minute später flog Lottes Rosinger wegen Foulspiel mit glatt Rot vom Platz. Damit war das Spiel für die Gäste gelaufen. Das wusste auch Golombek: "Gerade gegen so eine Mannschaft, die einen Lauf hat und mit drei Toren führt, ist es dann besonders schwer“, so der 49-Jährige gegenüber der "NOZ". Fortan schalteten und walteten die Gastgeber wie es ihnen passte. Zunächst trug sich Paderborns Neuzugang Phillip Tietz in die Torschützenliste ein (58), dann erhöhte Abwehrspieler Leon Fesser per Kopf auf 5:0. Doch damit schien das Team von Trainer Steffen Baumgart noch lange nicht zufrieden. Im Minutentakt kreierten die Ostwestfalen weitere hochkarätige Chancen, aber Lottes Keeper Benedikt Fernandez konnte weitere Treffer verhindern.

"Wir haben gegen den Tabellenführer verloren. Wir wollten zwar nicht 0:5 verlieren, sondern es ganz knapp gestalten. Aber das hat nicht funktioniert. Wir müssen uns jetzt voll auf das Spiel gegen Aalen konzentrieren“, gab Golombek im Anschluss unumwunden zu. Einziger Trost für die Gäste: Auch die Schlusslichter Erfurt, Chemnitz und Bremens U23 verloren ihre Spiele und konnten so keinen Boden im Abstiegskampf gut machen.

 

 

   
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