Looses Verlängerung: SCP fällt verständliche Entscheidung

Der SC Preußen Münster hat den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Cheftrainer Ralf Loose um zwei Jahre verlängert. Die Nachricht kam nach den jüngsten Interviews von Sportvorstand Carsten Gockel alles andere als überraschend. Ob die nicht von allen Preußen-Anhängern befürwortete Vertragsverlängerung zur erhofften Rückkehr in die Spitzengruppe der 3. Liga führen wird, zeigt sich erst in den kommenden Monaten. Verständlich ist die Entscheidung der sportlichen Führung, den Trainer, der die Adlerträger aus den Abstiegsniederungen wieder ins gesicherte Mittelfeld führte, aber allemal.

Loose verbesserte in Münster vieles

Denn es sprachen nicht allzu viele Argumente für eine Beendigung der Zusammenarbeit. Loose übernahm die Preußen Mitte September in einem nahezu katastrophalen Zustand. Die mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Münsteraner fanden sich zu diesem Zeitpunkt nur auf Rang 17 wieder, mit nur sieben Punkten und satten 17 Gegentreffern aus neun Spielen. Doch mit Loose ging es zwar langsam und fraglos auch mit einigen Problemen wieder bergauf. Von den 28 Spielen unter seiner Leitung verlor der SC Preußen lediglich sieben – davon eine gegen Spitzenreiter Heidenheim und zwei gegen den auf Rang drei liegenden SV Darmstadt 98. Aber nicht nur die Punkteausbeute stimmt wieder, auch auf und neben dem Rasen durchlief das Team eine positive Evolution. Die Mannschaft, die vor einem Jahr wohl vor allem aufgrund interner Probleme den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielte, formte sich immer mehr zu einer Einheit und zeigte auch auf dem Rasen wieder mehr Wille, Kampf- und Leistungsbereitschaft.

Versöhnlicher Saisonabschluss noch möglich

Mit sieben Zählern aus den letzten drei Spielen hat sich Münster inzwischen in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Sogar ein kleines Erfolgserlebnis, nämlich das Überholen vom Erzrivalen VfL Osnabrück ist angesichts von nur noch einem Zähler Rückstand auf die Lila-Weißen, durchaus möglich und würde doch noch zu einem einigermaßen versöhnlichen Saisonabschluss führen. Dies umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass mit Detlev Dammeier der neue sportliche Leiter an der Hammer Straße im Frühjahr diesen Jahres für viel Ärger sorgte. Loose hat diesen „Zweikampf“ nicht nur überlebt, sondern ihn sogar für sich entschieden.

Die Preußen spielen sicherlich auch nach über sieben Monaten unter Looses Leitung nicht immer den Fußball, den sich alle Zuschauer im Preußenstadion wünschen. Mit der Unterschrift unter einem neuen Arbeitspapier hat der 51-Jährige nun aber die Möglichkeit, gemeinsam mit der sportlichen Führung im Sommer ein Team aufzubauen, das sowohl spielerisch als auch ergebnistechnisch wieder für viel Freude sorgen wird. Und dass Ralf Loose dafür der falsche Mann sei, sprechen eben nicht allzu viele Argumente…

FOTO: Sven Wundrig

 

   

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