Löwen gewinnen Stadtderby, Hansa springt auf Platz drei

Derby-Sieg für 1860 München: Gegen die U23 des FC Bayern München setzten sich die Löwen am Samstag mit 2:0 durch und springen damit auf den zweiten Platz. Zeitgleich gewann Hansa Rostock gegen die SpVgg Unterhaching mit 1:0 und schiebt sich in der Tabelle auf den dritten Rang vor. Während zwischen Kaiserslautern und Köln keine Tore fielen, verpasste Halle den Sieg in Wiesbaden spät (1:1). Auch Magdeburg und Uerdingen trennten sich 1:1, während Meppen gegen Saarbrücken gewann (1:0). 

Bayern II 0:2 TSV 1860: Eigentor und Platzverweis helfen Löwen zum Derbysieg

Das kleine Münchner Derby startete gleich mit mächtig Schwung. Schon nach 60 Sekunden köpfte Mölders nach Flanke von Steinhart auf den Kasten, doch Hoffmann war auf dem Posten (1.). Auch der nächste Abschluss ging an die Löwen. Steinhart schickte mit einem Schnittstellenpass Greilinger in die gefährliche Zone, der aus 13 Metern am stark reagierenden Hoffmann scheiterte. Den Nachschuss konnte Mölders per Seitfallzieher ebenfalls nicht verwerten (9.). Die jungen Bayern kamen kaum richtig zum Zuge und hatten außer einem ungefährlichen Kopfball von Kern keinen Abschluss (19.). Mitte der ersten Hälfte wurde es hektisch. Zuerst vergab Tallig nach einer Moll-Flanke freistehend um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (25.) und im Gegenzug ging Profi-Leihgabe Zirkzee mit gestrecktem Bein in Löwen-Keeper Marco Hiller hinein. Da er den Schlussmann bei dieser unglücklichen Aktion mit den Stollen im Gesicht traf, wurde der Stürmer mit der roten Karte des Feldes verwiesen (27.). Hiller blutete derweil stark, konnte nach fünfminütiger Behandlungspause aber weitermachen. Der Druck der Gäste nahm im Anschluss immer weiter zu. Mölders trat nach Tallig-Vorlage am Ball vorbei und den zweiten Schuss kratzte Lawrence gegen Steinhart von der Linie (32.). Kurz vor der Pause fiel dennoch der hochverdiente Treffer für den TSV. Neudeckers Freistoß aus 25 Metern wurde von Timo Kern abgefälscht und somit ins eigene Tor zum 0:1-Pausenstand gegrätscht (44.).

Der Druck der Löwen blieb auch nach der Pause hoch. Mölders schickte Tallig über rechts zur Grundlinie, der mit einem Flachpass Biankadi fand. Aus der Drehung scheiterte der Ex-Rostocker allerdings am starken Hoffmann (49.). Die Bayern kamen nur selten in der Offensive zu Szenen. Ein Freistoß von Arp aus 16 Metern – in dessen Vorfeld es auch Elfmeter anstatt Freistoß hätte geben können – zog der Ex-Hamburger über das Tor (54.). Das klar bessere Team stellten eindeutig die Gäste. Mölders bekam aber gleich zweimal nicht genug Druck hinter den Ball und wurde von Lawrence geblockt (58. / 61.). Fünf Minuten später bot sich den jungen Bayern allerdings tatsächlich die gute Chance zum Ausgleich. Stiller eroberte am Strafraum die Kugel und steckte zu Arp durch, der aber am heraus eilenden Hiller scheiterte (67.). Auch die nächste dicke Chance ging an die dezimierten Bayern. Lawrence pflückte 17 Meter vor dem Tor eine Hereingabe herunter und wurde gerade noch von Wein am Abschluss gehindert (76.). So wackelte der Sieg der Gäste am Ende nochmal unnötigerweise, ehe die Köllner-Elf mit dem Schlusspfiff noch das 2:0 durch Biankadi markieren konnte. Damit springt 1860 vorerst auf Rang 2, während die Bayern auf Rang 16 verweilen.

Magdeburg 1:1 Uerdingen: Remis zu wenig für FCM

Der Tabellenletzte aus Magdeburg versuchte von Beginn an im heimischen Stadion das Kommando zu übernehmen. So verbuchten die Elbstädter durch Bertram aus 18 Metern auch den ersten Torschuss, den Jurjus aber relativ problemlos aufnehmen konnte (7.). In der Folge gelang es aber keinem Team sich in die gefährdete Zone des jeweils anderen Teams zu spielen. Zwar flogen insbesondere von den Gästen einige Eckbälle in den Strafraum des FCM, eine gefährliche Szene resultierte daraus allerdings nicht. Dennoch übernahm Uerdingen immer mehr die spielerische Kontrolle. In den Schlussminuten der ersten Hälfte wurde das Spiel unnötig ruppig, sodass es gleich drei gelbe Karten binnen drei Minuten gab. Mitten in diese Phase fiel aus dem Nichts der Führungstreffer für den FCM. Bertrams Freistoß aus 19 Metern landete als Aufsetzer links unten zum 1:0 im Tor, wo Jurjus nichts mehr ausrichten konnte (42.). Die etwas schmeichelhafte Führung nahm der FCM mit in die Kabine.

Aus dieser kam die Elf von Trainer Krämer mit auffallend viel Druck. Zuerst schickte Wagner Kiprit steil in die Box, wo der Stürmer das Lattenkreuz haarscharf verfehlte (50.). Zwei Minuten später scheiterte zunächst Mörschel an Behrens und im zweiten Versuch Pusch erneut am Schlussmann (52.). Wieder nur 120 Sekunden später fiel dann zwangsläufig der Ausgleich. Fechner brachte die Kugel von der Grundlinie in die Mitte, wo Müller per Grätsche unglücklich ins eigene Tor traf (54.). Der KFC blieb weiterhin dran. Albutat verpasste aus 22 Metern das Tor der Gäste nur knapp (57.). Nach einer Stunde nahm der KFC den Fuß ein wenig vom Gaspedal und ließ Magdeburg wieder aktiver werden. Ernst bediente sogleich Beck im Zentrum, der aus 14 Metern an Girdvainis mit seinem Abschluss hängen blieb (66.). Auf der Gegenseite ließ Magnussen mit einem Haken Ernst ins Leere laufen, zog dann aber einen Meter rechts am Tor vorbei (74.). Fünf Minuten später schwächten sich die Krefelder allerdings selbst, als Edvinas Girdvainis mit der Ampelkarte vom Platz musste (78.). Die anschließende Überzahl wusste der FCM allerdings kaum zu nutzen. Dadurch blieb es beim 1:1-Remis, das für die Gastgeber im Abstiegskampf zu wenig sein dürfte. In der Tabelle gibt Magdeburg die rote Laterne vorerst an Duisburg ab, während Uerdingen Zehnter bleibt.

Rostock 1:0 Unterhaching: Hansa gewinnt chancenarmes Spiel

Mit einem kleinen Powerplay startete Hansa Rostock zuhause gegen Unterhaching in die Partie. Schwabl musste nach sechs Minuten schon eine Hereingabe auf Lauberbach im letzten Moment abfangen (6.), Verhoek scheiterte aus spitzem Winkel an Steve Kroll (12.) und erneut Schwabl verhinderte als letzter Verteidiger das Durchbrechen von Lauberbach nach einem feinen Bahn-Zuspiel (18.). Der Anfangsschwung der Kogge ebbte in der Folge merklich ab, auch weil die Gäste immer stärker wurden. Nach einem Schwabl-Einwurf konnte Heinrich von der Strafraumkante einfach mal abziehen, doch Löhmannsröben lenkte den Schuss noch zur Ecke ab (32.). Große Chancen oder gar Tore gab es folglich bis zur Pause nicht mehr.

Auch der zweite Durchgang startete ruhig und überschaubar. Außer einer gefahrlosen Halbfeldflanke von Schwabl in die Arme von Kolke musste kein Keeper in den ersten Minuten nach der Pause eingreifen. Entsprechend überraschend fiel nach zehn Minuten ein Treffer. Neidharts Flanke aus dem rechten Halbfeld landete bei Verhoek, der per Kopf die Unterkante der Latte und dann ins Tor traf (55.). Wirkliches Aufbäumen der Hachinger war im Anschluss nicht zu erkennen, ebenso allerdings auch kein Druck der Hansa auf das zweite Tor. Daher blieb es schlussendlich in einer müden Partie beim 1:0-Heimsieg der Rostocker, der die Kogge auf den Relegationsrang spült. Haching rutscht auf Rang 13 ab.

Kaiserslautern 0:0 Köln: Müde Nullnummer auf dem Betzenberg

Nach nicht einmal drei Minuten hätte der FCK zuhause gegen Köln schon wieder hinten liegen können. Wunderlich zig aus der Distanz ab, Spahic konnte den Ball nicht festhalten und die Kugel klatschte ans Aluminium (3.). Lautern kam nur schwer ins Spiel und hatte schon nach fünf Minuten zwei gelbe Karten gegen sich zu verzeichnen. Es dauerte knapp 20 Minuten, ehe Ritter einmal Tempo aufnahm und für Pourié ablegte, der jedoch von einem Verteidiger abgedrängt wurde (18.). Die Chance tat den Pfälzern gut, die kurz darauf über Ritter (20.) und Thiele (22.) nochmal zwei kleinere Abschlusschancen vergaben. Auf der Gegenseite war es vor allem Spielmacher Wunderlich, der bei den Kölner für Gefahr sorgte. Gleich zweimal musste Spahic gegen Distanzschüsse des Achters eingreifen (30. / 32.), gab sich dabei aber keine Blöße. Es blieb aber beim torlosen Remis zur Halbzeit.

Nach dieser blieb Köln das etwas aktivere Team, die Chancen blieben aber zunächst bei den Hausherren. Nah einer Ecke köpfte Kleinsorge das Leder knapp rechts vorbei (57.) und zwei Minuten später traf Pourié nur das Außennetz des Kölner Tores (59.). Auch die Kölner blieben aber gefährlich in der Offensive. Stellwagens Hereingabe an den Elfmeterpunkt landete bei Holzweiler, der kurz vor dem Abschluss noch von Winkler abgegrätscht werden konnte (63.). Sehenswert aber wenig erfolgreich war zehn Minuten vor dem Ende ein Fallrückzieher von Kleinsorge, der für Mielitz aber kein Problem darstellte (79.). Tore sollten auf dem Betzenberg am Ende nicht mehr fallen, sodass sich beide Teams schiedlich friedlich 0:0 trennten. Lautern bleibt 15., Köln belegt weiterhin Rang 11.

Wiesbaden 1:1 Halle: HFC verpasst Sieg spät

Eine Viertelstunde tat sich in der BRITA-Arena in Wiesbaden nahezu nichts. Dann fasste sich Guttau aus 20 Metern mal ein Herz und zog ab, verfehlte das Tor allerdings knapp rechts um einen halben Meter (14.). Kurz darauf rettete die Latte für die Gäste aus Halle: Nach einer Ecke landete der Ball am zweiten Pfosten bei Chato, der aus drei Metern per Kopf nur den Querbalken traf (20.). Während der SVWW insgesamt die Spielkontrolle hatte, so hatte Halle in der Offensive seinerseits sehr gefährliche Ansätze. Vor allem über den schnellen Derstroff kamen immer gefährliche Akzente. Dass kurz vor der Pause aber noch ein Tor fiel, kam doch überraschend. Guttau zog von der linken Außenlinie bis an den Fünfer durch und legte im letzten Moment noch quer, sodass Julian Derstroff nur noch einschieben musste (44.).

Direkt nach dem Pausentee hätte Wehen eigentlich zum Ausgleich kommen können, als Guttau im Zentrum das Auge für Ajani behielt. Der zog aus 15 Metern direkt ab, verfehlte den linken Pfosten aber knapp (49.). Halle war in der Folge zunächst nur noch in der Defensive gefordert, stand dort aber ausgesprochen sicher. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck der Wehener größer und größer. Zwischen der 55. und 65. Minute flogen im Minutentakt Flanken durch den Strafraum der Gäste, ohne aber einen Wiesbadener Abnehmer zu finden. Die besseren Chancen verbuchten insbesondere in der Schlussphase die Gäste. Boyd traf aus 20 Metern nur den Pfosten des Wehener Tores (76.) und SVWW-Keeper Boss musste in höchster Not gegen Derstroff parieren (82.). Als Halle den Sieg eigentlich schon über Zeit zu retten schien, kam Wiesbaden doch nochmal über Maurice Malone zurück. Hollerbach setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte an den ersten Pfosten, wo Malone nur noch den Kopf hinhalten musste und den 1:1-Endstand markierte (89.). Halle ist nun Achter, Wiesbaden belegt Rang sieben.

Meppen 1:0 Saarbrücken: Brünning-Kopfball reicht SVM

Im Emsland begannen beide Teams auf sehr schwer zu bespielendem Rasen die Partie mit offenem Visier. Eine Ecke von Amin verpasste Neuzugang Boere im Zentrum nur knapp (7.) und beim anschließenden Konter scheiterte Gouras nach einem 60 Meter-Sprint am stark reagierenden Domaschke (8.). Der FCS versuchte in der Folge die Spielkontrolle zu übernehmen. Jacobs' Kopfball ging ein Stück am Pfosten vorbei (15.) und stellte die beste Chance der kleinen Drangphase der Saarländer dar. Etwas aus dem Nichts ging nach einer halben Stunde der SVM durch Lars Brünning in Führung. Eine Ecke von der rechten Seite landete am zweiten Pfosten beim Meppener, der wuchtig zum 1:0 vollendete (32.). Bis zur Pause blieb Meppen – angestachelt von der Führung – das bessere Team, Tore fielen aber nicht mehr.

Den besseren Start nach dem Pausentee erwischten wieder die Gäste aus Saarbrücken. Trotz der Kontrolle blieben gefährliche Szenen allerdings Mangelware. Dadurch hatte Meppen nur sehr wenig Mühe, die eigene Führung zu sichern. Nur ein zu schwach geratener Schuss von Jacob landete in den Armen von Domaschke (59.). Von Meppen kam Offensiv auch kein echtes Feuerwerk, lediglich ein Heber von Boere nach 65 Minuten stellte eine kleine Aufgabe für Batz im Tor des FCS dar (65.). Bezeichnenderweise markierte ein Standard die mit Abstand beste Aktion nach der Pause. Ein Freistoß von Mendler flog in Richtung rechtes Toreck, wo Domaschke mit einer ansehnlichen Flugeinlage den Ausgleich verhindern musste (73.). Auf der Gegenseite köpfte Ballmert – ebenfalls nach einem Freistoß – den Ball nur an die Latte des Gästetores (80.). Am knappen Sieg der Emsländer änderte sich bis zum Schluss nichts mehr, sodass der SV Meppen seinen Weg aus dem Tabellenkeller fortsetzt und nun Zwölfter ist. Saarbrücken rutscht nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge derweil auf Rang 6 ab.

   
  • immerblauweiß

    Das war ja wieder die Offenbarung . Trostlos,Ideenlos. Ich weiss nicht nach welchen Punkten der Trainer aufstellt.( nach Nase? oder nach können) Nur wenn einer schnell Laufen kann aber am Ball eine Null bringt das ja viel für eine Mannschaft. Ich hoffe die anderen beiden Neuen spielen bald. Aufwachen!!!!!!

    • Nikita

      Wenn man jetzt noch wüßte, welche blau-weiße Mannschaft Du meinst… ;-)

      • immerblauweiß

        Die von der Elbe

      • JR910

        Halt dich schön fest und fall mir nicht vom hohen Ross.
        Jens Härtel gönne ich aber jeglichen Erfolg.

      • Nikita

        Äh, hab ich was falsches geschrieben? @immerblauweiß hatte nicht geschrieben, um welchen Verein es geht, und allein heute waren vier Teams in Blau-Weiß unterwegs.

      • JR910

        Du hast das Fragezeichen nicht gesetzt und dafür ein schadenfrohes
        Gesicht gemalt 🤣

      • Jens

        Also wenn ich Blau Weißer Verein bei Google eingebe 😱 bist du wohl ein Schenefeld Fan oder Plön oder Bau weiß Leipzig🤔

      • JR910

        Guten Morgen,
        wie du sicher unschwer erkennst, ist google nicht der Weisheit letzter Schluss (siehe
        Bau weiß Leipzig). Also immer schön auch die Augen aufhalten.
        Hatte gehofft du nimmst die drei smileys wahr und ich kann dir damit ein Schmunzeln entlocken.

      • Fullelöwe

        Drei blau-weiße, 60 ist schon immer weiß-blau!

      • JR910

        Auch seine Vereinsfarben sind weiß blau🤦‍♂️😜

    • JR910

      Was erwartest du von den neuen kleinwüchsigen Spielern. wenn immer nur hohe, lange Bälle gespielt werden, die dann beim Gegner landen. Spieler ohne Spielpraxis haben garantiert auch Konditions, Kraft und Schnelligkeitsdefizite. Kann mir nicht vorstellen, dass sie uns in der bedrohlichen Situation helfen können.
      Konteh und Beck sind nicht in der Lage auch mal einen Ball fest zu machen.
      Das Passspiel ist eine einzige Katastrophe.
      Hauptsache sie haben gut trainiert.
      Ich kann es nicht mehr hören und frage mich, wann die Verantwortlichen ihren Hut nehmen?

      • immerblauweiß

        Ja da stimme ich Dir zu,aber Beck ist Stürmer und Stürmer müssen gefüttert werden.Wo ist ein Kreativer ? Was nützen 5 Stürmer wenn kein Ball mal vernünftig nach vorn kommt.Es wird ja lieber 10m vorm Strafraum wieder abgedreht und zum Torwart zurückgespielt aus Angst und Unvermögen. Aber der Regionalligaosten hat auch schöne Städte.

      • JR910

        👍⚽ Aber Liga 3 bei ausverkauften Haus ist besser!

      • immerblauweiß

        Wir haben ja noch 22 Spiele,die Hoffnung stirbt zuletzt.

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