Lockdown in Sachsen? FSV Zwickau drohen wieder Geisterspiele

Aufgrund stark steigender Infektionszahlen denkt Sachsen als erstes Bundesland offenbar über einen erneuten Lockdown nach – und zwar für alle. Dem FSV Zwickau drohen damit wieder Geisterspiele.

Verbot von Großveranstaltungen?

Schon jetzt gelten in Sachsen angesichts einer Sieben-Tage-Inzidenz von 761,4 (deutschlandweiter Höchststand) strengere Regeln als in anderen Bundesländern, doch weil die Zahlen zuletzt weiter stark gestiegen sind, wird nun offenbar über eine weitere Verschärfung der Maßnahmen nachgedacht. Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, soll Ministerpräsident Michael Kretschmer eine komplette Schließung von Bars und Diskotheken sowie ein generelles Verbot von Großveranstaltungen befürworten und seine Pläne bereits parteiintern vorgestellt haben.

Bei einer Online-Veranstaltung am Mittwochabend sagte er: "Ich spüre nur immer mehr, wenn wir wirklich erfolgreich diese Welle brechen wollen, werden wir das nicht tun können, indem wir nur die Gruppe der Ungeimpften adressieren, sondern wir werden vermutlich einen größeren Wurf machen müssen." Das sei eine bittere Erfahrung, "aber vermutlich die einzige Möglichkeit".

Ohne Zuschauer gegen den FCS?

Am Freitag will die Landesregierung vorzeitig eine neue Corona-Schutzverordnung verabschieden. Diese würde dann bereits am Montag in Kraft treten und für drei Wochen gelten. Sollte ein Verbot von Großveranstaltungen beschlossen werden, um die vierte Welle zu brechen, drohen dem FSV Zwickau wieder Geisterspiele. Betroffen wäre zunächst die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken am 3. Dezember und möglicherweise das Nachholspiel gegen den 1. FC Magdeburg, sollte es für diesen Zeitraum angesetzt werden.

Weitere Heimspiele stehen in diesem Jahr nicht an, erst am 14. Januar ist gegen Viktoria Köln die nächste Partie im eigenen Stadion angesetzt. Zuletzt mussten die Sachsen zwischen Mai und Juli 2020 sowie von Oktober 2020 bis Mai 2021 insgesamt 23 Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Beim Nachholspiel gegen den TSV Havelse am vergangenen Samstag galt die 2G-Regel. Immerhin: Der Spielbetrieb wird wohl weiterlaufen können. Und damit anders als im sächsischen Amateurbereich, wo der Ball am kommenden Wochenende ruhen wird.

   
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