Lilien: "Hellwach" gegen Saarbrücken punkten

Die 120 Minuten vom Hessenpokal-Viertelfinale gegen Offenbach stecken den Spielern des SV Darmstadt 98 noch in den Knochen. Trotzdem steht das Team bereits voll in den Vorbereitungen für das wichtige Ligaspiel am Sonntag gegen den 1.FC Saarbrücken. Gegen den alten Rivalen aus vergangenen Zweitligazeiten will der Aufsteiger das 0:4 aus dem Hinspiel vergessen machen und wieder einen Heimsieg landen. Die Partie am Sonntag wird auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Sven Sökler – von Darmstadt nach Saarbrücken

Denn es ist noch gar nicht so lange her, da streckte Sven Sökler auf der Saisonabschlussfeier  des SV Darmstadt 98 den freudetrunkenen Fans die Meisterschale des neu gekürten süddeutschen Meisters entgegen. Nicht zuletzt den überragenden Leistungen des kleinen Mittelfeldspielers war es zu verdanken, dass die Lilien nach über 18 Jahren mit der Meisterschaft der Regionalliga Süd die Rückkehr in den bezahlten Fußball feiern konnten. Sökler verließ kurz darauf den SV 98, um sich dem 1.FC Saarbrücken anzuschließen.

Endlich wieder dreifach punkten

Am Sonntag kehrt der 27-jährige nun zurück in seine alte Heimat Darmstadt. Das Team von Trainer Kosta Runjaic hat sich nach einem äußerst durchwachsenen Start ins Jahr 2012 scheinbar endlich gefangen und zuletzt mit dem 1:1 in Burghausen und dem großen Kampf im Hessenpokal gegen die Kickers aus Offenbach einen Aufwärtstrend erkennen lassen. So ist dann auch Darmstadts Cheftrainer zuversichtlich, im Heimspiel gegen die Saarländer endlich wieder dreifach punkten zu können.

Runjaic: „Sind noch in der Entwicklungsphase“

„Wir hatten in diesem Jahr überwiegend gute Szenen“, bilanzierte Runjaic die ersten Wochen des neuen Jahres, „haben aber die Punkte nicht eingefahren“. Ein Phänomen, das sich bislang wie ein roter Faden durch die Saison des Aufsteigers zieht. Runjaic weiß aber auch: „Wir sind noch in der Entwicklungsphase“. Auch das nervenaufreibende Elfmeterschießen gegen Offenbach sah der Darmstädter Übungsleiter als gutes Lehrstück vor allem für die jungen Spieler: „Da können wir viel Positives rausziehen“.

Marko Kopilas und Rudi Hübner angeschlagen

Gegen Saarbrücken will Runjaic sein Team „hellwach“ und „aggressiv“ sehen. Dafür gibt er seiner Mannschaft am Freitag frei. Hilfreich, sicher auch für Innenverteidiger Marko Kopilas, den Adduktorenprobleme plagen und für Rudi Hübner, der in Offenbach einen Schlag auf die Nase bekommen hatte. Lobende Worte hatte der Coach auch für die Unterstützung der eigenen Fans gegen den OFC: „Die war grandios, überwältigend. Ich denke, die Mannschaft hat es auch zurückgegeben.“ Am Sonntag hofft Runjaic auf ähnlich enthusiastische Anfeuerung von Seiten der Lilienfans.

Bis zu 8.000 Zuschauer erwartet

Gegen die Saarländer erwartet SV 98-Geschäftsführer Michael Weilguny zwischen 7.000 und 8.000 Zuschauer. Auch, weil sich die Gäste mit mehr als 1.000 Fans angekündigt haben. Auch zum Thema der Stadionfrage äußerte sich Weilguny: „Der OFC ist hier schon zwei, drei Schritte weiter als wir. Wir werden mittelfristig nachziehen müssen, um in der dritten Liga mithalten zu können.“ Unterdessen hat beim SV 98 auch der Vorverkauf für das Ligaspiel bei den Offenbacher Kickers am 24. März begonnen. Karten können die Fans wie immer im Fanshop der Lilien am Böllenfalltor und im Ticketshop Sperl erwerben.

FOTO: www.o-m-d.org

 

Media: Video von der Pressekonferenz vor der Partie gegen den 1.FC Saarbrücken

   
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