Lilien feiern Saisonabschluss – erste Personalentscheidungen gefallen

Sportlich geht es für beide Teams am letzten Spieltag um nichts mehr. Sowohl die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart als auch der SV 98 waren bereits vor dieser Partie gerettet und konnten den sportlichen Klassenerhalt feiern. Das letzte Heimspiel für die „Lilien“ in dieser Drittligasaison soll für die Fans aber auch ein großes Fest werden – Verabschiedungen einiger Spieler vor der Partie inklusive.

Runjaic: "Marke von 50 Punkten knacken"

„Die Marke von 50 Punkten wollen wir schon noch knacken“, wünscht sich der Trainer des SV Darmstadt 98, Kosta Runjaic, vor dem letzten Punktspiel in der diesjährigen Drittligasaison. Eine „grandiose“ Saison sei es gewesen für den Aufsteiger, dem die stattliche Marke von 50 Punkten, die mit einem Erfolg gegen Stuttgarts Reserve geknackt werden kann, vor Saisonbeginn wohl nur die wenigsten zugetraut hätten. Und so überkam dem sonst eher reserviert wirkenden Runjaic dann auch für einen kurzen Moment so etwas wie Sentimentalität: „Ich bin wirklich sehr dankbar, hier arbeiten zu dürfen. Hier herrscht eine Teamarbeit, wie man sie im Profifußball nicht oft findet“, sagte Runjaic stolz und fügte an: „Hier zerreißen sich alle für den Verein, und ich denke, wir haben in der Vergangenheit viele richtige Entscheidungen getroffen“.

Personalplanung nimmt Konturen an

Entscheidungen der personellen Art hat der Coach bereits vor dem Spiel gegen Stuttgart getroffen. So werden die Lilien ohne die Mittelfeldspieler Matthias Heckenberger, Henry Onwuzuruike und Sascha Amstätter sowie die Angreifer Oliver Heil und Dimitry Boele in die kommende Spielzeit gehen. Am Samstag werden die Spieler vom Verein offiziell verabschiedet. Routinier Sascha Amstätter möchte man nach seiner Karriere allerdings gerne weiter an den Verein binden. Der 34-jährige, einer der Aufstiegshelden der vergangenen Regionalligasaison, hatte in diesem Jahr erfolgreich seine Trainerausbildung abgeschlossen.

Runjaic sucht nach Angreifern

Weiterarbeiten möchte Runjaic indes mit Christian Beisel und Fouad Brighache. Beiden liegt ein Angebot des Vereins vor, mit Verteidiger Marko Kopilas sowie den Nachwuchsspielern Nikola Mladenovic und Burak Bilgin sollen in Kürze Gespräche stattfinden. Auch in Sachen Neuverpflichtungen ist Runjaic zuversichtlich, dass man schon bald erste Erfolge erzielen kann: „Es wird in diesem Sommer viel Bewegung auf dem Markt sein. Wir sind noch auf der Suche nach ein- bis zwei Stürmern“, so der Coach, der aber gleich anfügte: „Aber die Bedingungen müssen eben auch stimmen“. Denn große Sprünge kann der Verein auch in der kommenden Saison nicht machen. Zwar gehe man mit einem leichten Plus aus dieser Spielzeit, so der Geschäftsführer des SV 98, Michael Weilguny, die Erwartungen solle man aber trotz alldem nicht zu hoch schrauben. Auch ein drittligatauglicher Torwart könnte neben Kapitän Jan Zimmermann und David Salfeld, der heute seinen Vertrag in Darmstadt ebenfalls verlängert hat, noch zum Team stoßen.

Kommt da Costa aus Offenbach?

In der Personalie Elton da Costa hielt sich Runjaic hingegen bedeckt. Der 32-jährige Brasilianer, der von den Offenbacher Kickers kein neues Vertragsangebot erhalten hatte und mit seiner Frau in Darmstadt wohnt, ist seit einiger Zeit am Böllenfalltor im Gespräch. „Wir haben zwar einmal telefoniert, aber das ist in der Branche absolut üblich“, so Runjaic. „Sicher ist Elton ein Riesenspieler, aber es muss eben auch alles im Rahmen des Vereins passen“, ergänzte der Coach, der keinen Hehl daraus machte, dass er sich noch die ein- oder andere erfahrene Verstärkung für seine junge Truppe wünscht. Ob es am Ende da Costa wird, ließ Runjaic vorerst jedoch offen.

"Werden einen stabilen Verein in der dritten Liga haben"

Das Ziel sei jedoch, sich in der Liga weiter zu etablieren. „Ich sehe hier in Darmstadt großes Potential“, so Runjaic. „Wir werden weiter investieren und künftig einen stabilen Verein in der dritten Liga haben. Und dann kann man auch einmal an die Gedankenspiele „2. Liga“ herangehen“, wagte der Coach einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Saisonabschlussfeier nach dem Spiel gegen Stuttgart

Für die Fans hat sich der Verein am Samstag in Zusammenarbeit mit seinem Stadioncaterer „STOLZ“ etwas Besonderes einfallen lassen. So kosten alle Getränke nach dem Spiel nur 98 Cent, alle Speisen sind für 1,98 Euro zu haben. Auch eine kleine Saisonabschlussfeier mit den Spielern und dem Trainerteam soll es dann auf dem Stadionvorplatz geben.

FOTO: www.o-m-d.org

   
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