Leipzig beendet die beeindruckende Heimbilanz der Heidenheimer

350 Tage lang war der 1. FC Heidenheim zuhause ungeschlagen. Dann kam die Partie gegen RB Leipzig und die Heidenheimer mussten sich nach einer schwachen Vorstellung mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Zwar steht der 1. FCH noch an der Tabellenspitze doch der Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Darmstadt beträgt nur noch vier Punkte. RB Leipzig konnte sich mit dem Auswärtsdreier auf den dritten Rang vorschieben. 10.200 Zuschauer wollten sich die Partie gegen RB Leipzig nicht entgehen lassen. Dabei setzte Frank Schmidt auf bewährtes Personal. Im Vergleich zum Spiel in Burghausen mussten Strauß und Morabit für Reinhardt und Malura ihre Plätze in der Startelf räumen. Leipzig ist für ihre offensive Spielweise bekannt und gefürchtet, aber in der Anfangsphase machte nur ein Team Druck und das waren die Hausherren. Mit starkem Pressing und aggressiv geführten Zweikämpfen ließen sie den Gästen kaum Luft zum Atmen. Nach einer guten viertel Stunde verflachte die Partie etwas. Leipzig ließ sich bei Standardsituationen sehr viel Zeit und dies zeigte Wirkung. Heidenheims hohes Anfangstempo wurde durch die vielen Unterbrechungen gestoppt. Sie verloren den Rhythmus und so entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, das aber nicht immer schön anzusehen war. Trotz intensiv geführter Zweikämpfe kam es nur zu wenig guten Chancen. Erst zum Ende des ersten Spielabschnitts konnten sich die Torhüter auszeichnen.

Rollentausch zum Pausentee

Frank Schmidt konnte mit den ersten 45 Minuten zufrieden sein. „Ich bin davon ausgegangen, dass meine Mannschaft dort weiter macht und sogar noch einen drauf setzen kann.“ Es kam jedoch völlig anders wie auch Gästetrainer Alexander Zorniger bemerkte. „ In der zweiten Halbzeit sind wir ballsicherer geworden. Heidenheim hat hier wenig Zugriff auf unser Spiel bekommen.“ Viele trauten ihren Augen kaum, denn nun hatte Leipzig das Spiel im Griff. Sie setzten die Hausherren früh unter Druck und diese fanden so gut wie gar nicht mehr statt. Die Fehlpässe häuften sich und so war es nur eine Frage der Zeit bis die Gäste daraus Kapital schlagen würden. Bezeichnend für die zweite Halbzeit war es Heidenheims Innenverteidiger Tim Göhlert, der mit einem katastrophalen Querpass im eigenen Strafraum sich einen Scorerpunkt verdiente. Ein Stürmer mit der Qualität von Daniel Frahn lässt sich in so einer Situation nicht zweimal bitten und brachte die Gäste verdient in Führung. „Das hat uns in die Karten gespielt“, so Zorniger. Kurz zuvor hätte das Spiel aber auch anders verlaufen können. Doch eine Zwei gegen Eins Überzahlsituation spielten die Heidenheimer unsauber aus. „Dieser Pass muss ankommen, dann schiebt den der Florian Niederlechner ins leere Tor ein“, zeigte sich Schmidt verärgert.

Leipzig abgezockt 

Ärgern konnte sich dann Schmidt auch noch über den zweiten Gegentreffer. Fast ohne Gegenwehr konnten die Leipziger in Strafraumnähe der Heidenheimer kombinieren. Der auffällige Frahn behielt die Übersicht und Kaiser, der nur 30km entfernt von Heidenheim geboren wurde, markierte den zweiten Treffer des Tages. Trotz dreier, frischer Offensivkräfte blieben die Hausherren zu harmlos. Im Gegenteil, Leipzig war weiter die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Unnötig war jedoch die rote Karte von Leipzigs Müller. Bei einem Zweikampf mit Schnatterer ließ er sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Doch auch in Überzahl gab es keine konstruktiven Angriffe der Hausherren zu sehen. Mit einem konsequenteren Abschluss hätte die Leipziger sogar noch das dritte Tor erzielen können. Am Ende konnte es den Leipzigern aber egal sein, denn der letztlich verdiente Auswärtserfolg war nach der Führung zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. „Wir haben eine schwache zweite Halbzeit gespielt und deshalb dann auch verdient verloren“, fasste Schmidt das Spiel kurz zusammen.

FOTO: GEPA Pictures

   
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