Erfurt schlägt neun Paderborner – VfL schießt Chemnitz ab

Zum Auftakt des 24. Spieltags der 3. Liga bekamen die Fans gleich zwei besondere Spiele geboten: Schlusslicht Erfurt überraschte mit einer guten Leistung gegen Spitzenreiter Paderborn, der sich mit zwei roten Karten selbst schwächte und dem Underdog am Ende unterlag (0:1), während Osnabrück beim Abstiegsgipfel gegen Chemnitz einen auch in der Höhe verdienten Kantersieg (6:1) einfuhr!  

Paderborn 0:1 Erfurt: Bergmanns Traumtor lässt RWE gegen neun Paderborner jubeln

Vor Anpfiff schien die Partie auf dem Papier eine eindeutige zu werden, doch Schlusslicht Erfurt macht es dem Spitzenreiter aus Paderborn von Beginn an schwer. In einer munteren Anfangsphase lieferten sich beide offensiv auftretenden Teams einen ansehnlichen Schlagabtausch, ohne jedoch zwingende Torgefahr auszustrahlen. In der Folge verlagerte sich das Geschehen ins Mittelfeld, sodass die Partie verflachte. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es gefährlich, als RWE-Keeper Klewin einen Schuss von Fesser parierte (45.).

Im zweiten Durchgang übte der SCP deutlich mehr Druck auf Erfurt aus, wirklich gefährlich wurden die Ostwestfalen aber zunächst dennoch nicht, während die Gäste sich immer wieder befreien und so Nadelstiche setzen konnten. Was nach einer knappen Stunde passierte, war dann unfassbar und spielentscheidend zugleich: Erst sah Schonlau für ein Blocken gegen Crnkic eine harte rote Karte (64.), dann musste auch Torhüter Zingerle nach einer Notbremse an Huth außerhalb des Strafraums frühzeitig unter die Dusche. Plötzlich waren die Ostwestfalen nur noch zu Neunt – und Erfurt wusste die Überzahl auszunutzen: Mit einem schönen Schlenzer sorgte Bergmann nicht nur für die Erfurter Führung, sondern sendete auch ein Lebenszeichen an die gesamte Liga (69.). In der Schlussphase mobilisierte der SCP zwar nochmal alle Kräfte und warf trotz doppelter Unterzahl alles nach vorn, an der überaus überraschenden Niederlage änderte das aber nichts mehr. Erfurt schob sich durch den Dreier vorerst auf den 19. Tabellenrang vor, liegt aber weiterhin sieben Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Osnabrück 6:1 Chemnitz: Big Points für den VfL – Chemnitz geht unter

Beim Blick auf die Tabelle war schon vor Anpfiff klar: Die Begegnung von Osnabrück gegen Chemnitz würde eine richtungsweisende. Und das Duell der abstiegsbedrohten Teams hielt sein Versprechen. Nach einem ausgeglichenem Beginn hatten die Gäste die erste Chance der Partie: Slavov tauchte frei vor dem Tor auf, schob das Leder aber am linken Pfosten vorbei (17.). Der erste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite: Alvarez blieb bei einem Elfmeter cool, nachdem Klaas gefoult wurde (22.). Die Führung sorgte bei den Lila-Weißen offenbar für Selbstvertrauen, die das Spielgeschehen in der Folge an sich rissen. Während die Gastgeber zumeist den Ball in den eigenen Reihen hielten, fanden die Himmelblauen offensiv keine Mittel. Beim Stand von 1:0 ging es in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff blieb Osnabrück das klar bessere Team. Aus kurzer Distanz scheiterte Heider zunächst noch an Schlussmann Tittel (54.), drei Zeigerumdrehungen später ging das Duell nach einer guten Einzelaktion von Heider aber für den Osnabrücker aus, der gekonnt zum 2:0 einnetze (57.). Und es dauerte nicht lang, da ließ erst Reimerink das Leder im Netz zappeln (62.), kurz darauf schraubte Danneberg das Ergebnis weiter in die Höhe (65.)! Chemnitz war in dieser Phase völlig von der Rolle und fand auch defensiv nicht statt. Der VfL spielte sich derweil in einen Rausch und erhöhte in Person von Klaas sogar auf 5:0 (69.)!  Dass Baumgart zehn Minuten vor dem Ende noch den Chemnitzer Ehrentreffer markieren konnte, war letztlich nur als Ergebniskosmetik zu bewerten (79.). In der Schlussphase stellte Krasniqi per Kopf den alten Abstand aber wieder her (87.). Osnabrück gelang mit dem Kantersieg ein echter Befreiungsschlag, während der CFC weiterhin auf einem Abstiegsplatz steht. Der Abstand auf das rettende Ufer und den direkten Konkurrenten aus Osnabrück beträgt nun bereits sechs Punkte.

   
  • Condor

    Schön reden beruigt manchmal auch! Bleibt mal auf dem Teppich und denkt an Eure Schulden !!!

  • Steigerwäldler

    Nach Magdeburg den zweiten Tabellenführer in der Rückrunde besiegt… Ab jetzt sollten nur noch klare Favoriten gegen RWE antreten, dann klappts vielleicht doch noch mit der sportlichen Rettung. Emmerling scheint die Jungs nach dem 0:3-Desaster gegen Zwickau sehr gut eingestellt zu haben.

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