Pokal-Aus im Viertelfinale! FCS scheitert im Derby an Homburg

Für den 1. FC Saarbrücken ist schon im Viertelfinale des Landespokals Schluss. Am Mittwochabend verlor der FCS das Saar-Derby gegen den FC 08 Homburg mit 1:2 und muss damit frühzeitig die Segel streichen. Der Regionalligist profitierte dabei von einem Treffer aus dem Nichts kurz vor dem Ende.

Dulleck trifft für den FCH vor der Pause

Auf den 1. FC Saarbrücken wartete im Viertelfinale des Landespokals kein ganz alltägliches Spiel, sondern das Saar-Derby gegen den Regionalligisten FC 08 Homburg. Aufgrund einiger Corona-Fälle war der Kader des Favoriten zuletzt durchaus ausgedünnt, doch stellte FCS-Coach Uwe Koschinat bestmöglich im Prestigeduell gegen den Rivalen auf. Im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Halle vor der Länderspielpause nahm Koschinat lediglich zwei Wechsel vor. Für den rechtzeitig freigetesteten Gnaase und Verteidiger Uaferro rückten Luca Kerber und Steven Zellner in die Startelf. Die Teams starteten auf Augenhöhe, und es entwickelte sich ein munterer Kick in der Anfangsphase des Viertelfinales. Chancen gab es auf beiden Seiten zu verbuchen. Die erste gehörte den Hausherren aus der Regionalliga, für die Ex-Saarbrücker Markus Mendler in der 3. Spielminute jedoch lediglich das Außennetz traf. Der FCS brauchte etwas, doch auch der Drittligist kam dem gegnerischen Gehäuse nahe, wobei Robin Scheu aus der Drehung allerdings zu hoch zielte (13.).

Die Homburger ließen sich jedoch nicht kleinkriegen und spielten weiter mutig nach vorne. Nach einem eigentlich geklärten Gegenstoß der Hausherren fiel die Kugel FCH-Mittelfeldmann Lienhard vor die Füße, der es aus 20 Metern versuchte, aber die Kugel ebenfalls über den Kasten setzte (16.). Während der FCS defensiv zwar verwundbar schien, blieb er offensiv überaus gefährlich. So fehlten Sebastian Ernst bei einem Vorstoß im direkten Gegenzug nur wenige Zentimeter, die das Leder am Pfosten vorbei rauschte, um die Führung zu erzielen (17.). Anschließend verflachte die Partie ein wenig. Zwar versuchten sich Ristl für den FCH (22.) und Saarbrückens Scheu (24.) nochmals, doch wirklich gefährlich wurde es erst wieder kurz vor der Pause. Nachdem Batz einen strammen Schuss von Onangolo parieren musste (37.), machte es Sturmpartner Dulleck in der 42. Minute besser. Nach starkem Einsatz von Hingerl lief der 32-Jährige frei auf das FCS-Tor zu und schoss im zweiten Versuch gegen Keeper Batz zum 1:0 für den FC 08 Homburg in die Maschen. Dies sollte dann auch der überraschende Halbzeitstand sein.

Ristl besorgt FCH-Sieg aus dem Nichts – Jacob vergibt freistehend

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in den zweiten Durchgang im Waldstadion. Wieder starteten die Homburger hier wacher. So versuchte sich Dulleck aus der Distanz erneut, doch bekam keinen Druck hinter den Ball, wodurch dieser ins Aus kullerte (47.). Auf der Gegenseite sollte der erste Torschuss der zweiten Hälfte den Ausgleich herstellen. Nachdem FCH-Keeper Salfeld zunächst stark gegen Kerber und den Nachschuss von Jacob parierte, hatte der 31-Jährige beim dritten Versuch von Ernst das Nachsehen, der damit das 1:1 besorgte (51.). Der FCS drückte nun weiter. Mit einer Flanke fand Torschütze Ernst zwar Angreifer Jacob, doch dieser setzte seinen Kopfball in der 59. Spielminute neben den Kasten. Kurz darauf versuchte es Ernst wieder selbst, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an einer Fußparade von Salfeld, ehe der Nachschuss von Kerber geblockt werden konnte (61.). Die Marschrichtung für die letzte halbe Stunde erschien nun klar, bestimmte der FCS doch das Spielgeschehen mittlerweile eindeutig. Der Gastgeber aus der Regionalliga Südwest zog sich nun weiter zurück und versuchte, das Remis in die Verlängerung zu bringen, während die Saarbrücker weiter anliefen. Die Schlagzahl der eigens kreierten Chancen nahm durch die taktische Umjustierung hingegen ein wenig ab.

In der 74. Minute segelte mal ein Eckball des FCS gefährlich in den Fünfer der Hausherren, doch der eingewechselte Schuck konnte am ersten Pfosten klären. Gefährlicher wurde es kurz darauf, als eine erneute Hereingabe von Ernst wieder bei Jacob landete, dessen Kopfball ein weiteres Mal neben das Gehäuse flog (77.). Als alles auf einen längeren Abend hindeutete, sollte doch noch der Lucky-Punch gelingen – jedoch nicht dem drückenden Favoriten. Nach einer Flanke von Homburgs Stegerer konnte kein Saarbrücker die Kugel klären, sodass sie bei Mart Ristl landete, der wuchtig und humorlos zum 2:1 unter die Latte schoss (82.). Der FCS warf noch einmal alles nach vorne, der erneute Ausgleich war dem Favoriten allerdings nicht vergönnt, auch wenn dieser eigentlich hätte fallen müssen: So fand Grimaldi mit einem Querpass Jacob nochmals frei vor dem Tor, doch der Angreifer verzog freistehend aus kürzester Distanz (90.+4.). Danach war die Partie vorbei. Für den 1. FC Saarbrücken ist damit schon im Viertelfinale des Landespokals Schluss, sodass eine Qualifikation für den DFB-Pokal nur noch über die Liga möglich ist, in der der FCS derzeit den noch dafür nötigen 4. Rang einnimmt.

   
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