Landespokal am Samstag: Kantersiege für Hansa und Erfurt

LP

Mit einem deutlichen 8:1-Sieg gegen den Güstrower SC hat der F.C. Hansa Rostock am Samstag die nächste Runde des Landespokals erreicht. Während auch Erfurt beim 7:1 gegen Hildburghausen einen Kantersieg einfuhr, taten sich Halle (3:0 gegen Weißenfels) und Münster (2:1 gegen Neuenkirchen) schon schwerer. Zwickau (2:1 gegen Auerbach) und Wiesbaden (4:1 gegen Lohfelden) gewann sogar erst nach Verlängerung. 

Hansa erst mit Anlaufschwierigkeiten, dann aber ohne Probleme

Die Kogge brauchte gegen den Sechstligisten eine kleine Anlaufzeit, Torchancen sprangen zunächst nicht heraus. Erst nach knapp 20 Minuten verzeichnete die Brand-Elf den ersten Abschluss, als Dorda nach einer Ecke den Pfosten traf. Fortan agierte Hansa zielstrebiger, Andrist (24.) und Gebhart (26.) hatten weitere Chancen. Auf der anderen Seite versteckte sich aber auch Güstrow nicht und hatte nach 33 Minuten die dicke Gelegenheit auf die Führung – Glück für Hansa, die kurz danach aber jubel konnten. Nach einer Ecke von Wannenwetsch stand Grupe genau richtig und netzte per Kopf zum 1:0 ein. Rostock hatte nun alles im Griff und legte kurz vor der Pause mit einer Kopie des ersten Tores zum 2:0 nach – wieder war Grupe nach einer Wannenwetsch-Ecke erfolgreich. Mit diesem Spielstand ging es dann in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff blieb Hansa dominant erhöhte nach 49 Minuten auf 3:0: Marcel Ziemer netzte zur Vorentscheidung ein. Die Gäste waren nun klar überlegen, Ziemer (62.) und Platje (64.) hätten das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können. Der nächste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite: Keil stellte auf 1:3 und brachte den Außenseiter wieder ran (72.). Hansa ließ sich davon jedoch nicht beirren: In Minute 72 erhöhte Ülker auf 4:1, kurz danach traf Platje zum 5:1. Kurz vor Schluss machten Stefanovic (83.), Ülker (85.) und Ziemer (90.) den 8:1-Kantersieg schließlich perfekt.

7:1: Rot-Weiß Erfurt ganz souverän eine Runde weiter

Die Thüringer ließen von Beginn an nichts anbrennen und gingen bereits nach neun Minuten in Führung: Vocaj war nach Vorlage von Aydin zur Stelle. In Minute 20 erhöhte Carsten Kammlott per Traumtor auf 2:0 (20.), direkt danach stellte Christopher Bieber auf 3:0 (21.). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, Erfurt blieb am Drücker und kam in Minute 32 zum 4:0 – Bieber traf per Kopf.

In der zweiten Halbzeit waren dann gerade einmal fünf Minuten gespielt, als der Ball schon wieder im Tor lag: Tugay Uzan erhöhte auf 5:0. Hildburghausen steckte unterdessen aber nicht auf und bekam in der 60. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Tobias Holl stand bereit, traf aber nur den Pfosten. Der Außenseiter blieb in der Folge dran und wurde in der 71. Minute mit dem Ehrentreffer belohnt. Erfurt ließ sich davon aber nicht beirren und stellte in Person von Tugay Uzan kurz danach den alten fünf-Tore-Vorsprung wieder her (6:1). Wenig später gab es erneut einen Elfmeter, dieses Mal für Erfurt. Kammlott nahm sich der Sache an, scheiterte aber am Keeper der Hausherren (75.). Daniel Brückner machte es kurz darauf besser und erzielte in der 78. Minute den 7:1-Endstand.

Halle dominant, aber nur selten effektiv

Von Beginn an traten die Hallenser dominant auf, wenngleich die Schmidt-Elf gleich mehrere Topchancen liegen ließ. Nach 17 Minuten war der Bann dann aber gebrochen: Erst traf Stefan Kleineheismann nach eine Ecke zum 1:0, zwei Minuten später erhöhte Fabian Baumgärtel auf 2:0. Halle blieb am Drücker, hatte es gegen den Siebtligisten jedoch nicht einfach. Weitere Tore kamen bis zur Pause daher nicht dazu.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste der HFC dann kräftig durchatmen: Zozulia traf aus 13 Metern nur den Pfosten (57.). Halle schaltete nun wieder einen Gang hoch und kam im direkten Gegenzug zum 3:0. Nach einem Pass von Röser musste Ajani nur noch einschieben. Geschockt waren die Hausherren nicht, in Minute 59 verpasste Goll den Anschluss knapp. Danach war das Tempo etwas raus, Halle ließ die letzte Konsequenz vermissen. Am Ende blieb es beim 3:0.

Zwickau kassierten späten Ausgleich – Sieg in der Verlängerung

In den ersten Minuten gab zunächst Zwickau den Ton an und kam über Nietfeld (10.) und Bär (12.) früh zu ersten Chancen. Nach und nach fand der Viertligist jedoch immer besser in die Partie und war dem FSV nach knapp 25 Minuten ebenbürtig. Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem Torchancen Seltenheitswert hatten. Erst kurz vor der Pause ging wieder ein Raunen durch das Stadion, als Unger einen Schuss von Ratifo parieren musste (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie umkämpft, beide Teams schenkten sich nichts. In der 68. Minute hatte Zwickau die dicke Chance auf die Führung, König setzte einen Kopfball aus vier Metern jedoch drüber. In der Schlussphase erhöhten die Gäste dann nochmal den Druck und wurden in Minute 87 mit dem Führungstreffer belohnt: Nach einer Flanke von Bär war es König, der den Ball über die Linie drückte. Auerbach warf nun alles nach vorne und kam in der 90. Minute noch zum Ausgleich: Ratifo knallte den Ball unter die Latte – es ging in die Verlängerung.

Dort gab Auerbach zunächst den Ton an, Zwickau wirkte nach dem Last-Minute-Ausgleich geschockt. In Minute 98 hätte Ratifo die Partie ganz drehen können, scheiterte jedoch an Unger. Im direkten Gegenzug vergab Könnecke auf der anderen Seite. Es ging nun hin und her, in der 117. Minute bekam Zwickau nach einem Foul an König einen Elfmeter zugesprochen: Toni Wachsmuth trat an und ließ Schmidt im Auerbacher Kasten keine Chance. Der Drittligist spielte anschließend auf Zeit und hatte Glück, dass Rupft nach 116 Minuten nur die Latte traf. In der Nachspielzeit flog Ratifo mit Gelb-Rot vom Platz – es blieb beim knappen Sieg der Zwickauer.

Münster mit Schwierigkeiten: Nur 2:1 gegen Neuenkirchen

Die Preußen begannen druckvoll, aber auch der Oberligist versteckte sich nicht. Nach 13 Minuten hatte Lennart Stoll die Riesenchance zur Münsteraner Führung, konnte den Keeper der Gäste aber nicht überwinden. Tobias Warschewski machte es elf Zeigerumdrehungen später besser und köpfte nach einer Flanke von Tritz zum 1:0 ein. Kurz vor der Pause verpasste Neuenkirchen dann erst den Ausgleich und dezimierte sich anschließend selbst: Torhüter Moritz Uphoff sah nach einem Foulspiel außerhalb des Strafraums glatt Rot.

Die Preußen waren fortan in Überzahl und drängten auf das 2:0, das jedoch erst in der 63. Minute fallen sollte. Erneut war es Tobias Warschewski, der die Adlerträger jubeln ließ. Die Partie war entschieden, kurz vor dem Ende kam Neuenkirchen aber nochmal ran. Nach einem Foul von Keeper Drewes bekamen die Gäste einen Elfmeter zugesprochen, den Haverkamp zum 2:1 verwandelte. Kurzzeitig wurde die Partie nochmal spannend, am Ende blieb es aber beim Sieg der Preußen, die im Viertelfinale des Westfalenpokals auf den SV Rödinghausen treffen.

SVWW gibt Führung aus der Hand – Spätes Torfestival

Wiesbaden hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel, Schwadorf traf nach 15 Minuten per Freistoß die Latte. Direkt nach hatte Lohfelden die Riesenchance, als Zukorlic aus zehn Metern an SVWW-Keeper Reule scheiterte. Auch danach bot der Außenseiter eine kämpferische Partie, in Minute 40 ging Wiesbaden dann in Führung (Schindler). Das 1:0 hatte jedoch nur in der Halbzeitpause Bestand, denn zwei Minuten nach Wiederanpfiff glich Lohfelden durch Zukorlic zum 1:1 aus. Danach verflachte die Partie, Wiesbaden fand kaum spielerische Mittel. Schäffler hatte nach 70 Minuten zwar die dicke Chance, setzte einen Kopfball jedoch aus vier Metern daneben. Elf Minuten später verpasste Schwadorf, es ging in die Verlängerung. Auch dort rannte Wiesbaden an, Müller scheiterte in der 101. Minute an der Latte – es fehlte an Durchsetzungsvermögen. Erst in Minute 109 fiel die erlösende Führung für Wiesbaden: Nach einer Flanke von Lorenz verwandelte Schnellbacher aus kurzer Distanz. Pezzoni (113.) und Schwardorf (115.) machten den 4:1-Sieg kurz darauf perfekt.

 

   
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