Landespokal: FSV fliegt gegen Chemnitz raus, MSV besiegt KFC

Der FSV Zwickau ist aus dem Landespokal ausgeschieden. Am Mittwoch unterlag die Elf von Trainer Joe Enochs dem Chemnitzer FC aus der Regionalliga trotz 2:0-Führung mit 2:3. Im Drittliga-Duell zwischen dem KFC Uerdingen und dem MSV Duisburg hatten die Zebras die Nase deutlich vorne (5:0) und stehen nun im Halbfinale.

Chemnitz 3:2 Zwickau: FSV verspielt 2:0-Führung

Im Vergleich zum 0:0 in der Liga am vergangenen Wochenende bei Hansa Rostock nahm FSV-Coach Joe Enochs drei Änderungen in der Startelf vor: Für Marius Hauptmann, Mike Könnecke und Lars Lokotsch rückten Manfred Starke, Morris Schröter und Yannik Möker in die Anfangsformation.

Die Gäste fanden gut in die Partie und hatten durch Schröter ihre erste Chance. Der Ball ging jedoch am Tor vorbei (4.) Nur drei Minuten später war der FSV im Glück, als eine CFC-Flanke auf der Latte landete. In der Folge hatte die Enochs-Elf leichte Vorteile, kam aber erst in der 27. Minute zur nächsten guten Chance, als Schröter erneut das Aluminium traf. Danach nahm der Druck des Favoriten zu, der auch mit der Führung belohnt wurde. Nach einer Flanke von Felix Drinkuth wurde der Abschluss von Starke erst auf der Linie geklärt, der Nachschuss von Ronny König landete dann aber zum 1:0 im Tor (35.). Zwickau blieb auch nach der Führung dran und erhöhte in der 40. Minute per Strafstoß. Nach einem Foul an Möker verwandelte Schröter zum 2:0.

Das Spiel schien vorentschieden, doch der CFC erwischte einen Start nach Maß. Im Anschluss an einen Eckball stand Tim Campulka goldrichtig und verkürzte für den CFC (48.). Der Gegentreffer zeigte Wirkung, es entwickelte sich nun eine ausgeglichene Partie, gefährlich wurde aber keine Mannschaft in dieser Phase. Aufregend wurde es in der 67. Minute, als Campulka einen ungenauen Rückpass zu CFC-Keeper Jakub Jakubov spielte, der Schlussmann den Ball noch auf der Linie wegschießen konnte und so das 1:3 verhinderte. Die Zwickauer hatten zwar weiterhin mehr Ballbesitz, dennoch glichen die Himmelblauen nach 79 Minuten aus. Nach einem Freistoß war Tobias Müller mit dem Kopf zur Stelle. Ein Nackenschlag für den FSV, der zur Pause schon mit einem Bein im Finale gestanden hatte. Und jetzt fielen die Gäste auf einmal auseinander. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich ging der CFC durch Theo Ogbidi sogar in Führung und schoss den Viertligisten, der sich seit über einem halben Jahr nicht mehr im regelmäßigen Spielbetrieb befindet, ins Finale. Zwickau ist dagegen raus, verpasst zum fünften Mal in Folge die Qualifikation für den lukrativen DFB-Pokal und wartet weiter auf den ersten Landespokal-Titel.

Uerdingen 0:5 Duisburg: MSV mit Kantersieg ins Halbfinale

Während MSV-Trainer Pavel Dotchev im Vergleich zum 2:3 in Magdeburg fünf Änderungen in der Startelf vornahm und Steven Deana, Tobias Fleckstein, Leroy Mickels, Vincent Vermeij, David Tomic und Orhan Ademi für Leo Weinkauf, Dominik Schmidt, Ahmet Engin, Aziz Bouhaddouz, Max Jansen und Arne Sicker spielen ließ, tauschte Uerdinges Jürgen Press gleich achtmal: Lediglich Christian Dorda, Hans Anapak und Haktab Omar Traore blieben in der Startelf, während vier Akteure aus der U19 in die erste Elf rückten.

Die erste Chance gehörte den Zebras, als Ademi nach drei Minuten aus spitzem Winkel auf das Tor schoss, Lukas Königshofer im KFC-Tor aber nicht überwinden konnte. Über Moritz Stoppelkamp (9.), Vincent Vermeij (10.) und erneut Stoppelkamp (18.) kamen die Duisburger zu weiteren Möglichkeiten, während sich der KFC schwer tat. Auch in der Folge blieb die Dotchev-Elf das aktivere Team und hatte nach 34 Minuten die Riesenchance, als Leroy Mickels aus spitzem Winkel nur knapp verzog. Kurz danach musste Vermeij angeschlagen vom Platz (36.), für ihn kam Federico Palacios in die Partie, der den Ball nach 42 Minuten im Tor unterbrachte, dabei jedoch im Abseits gestanden haben soll. Duisburg kam dem verdienten 1:0 nun immer näher und wurde kurz vor der Pause belohnt: Nach einer Notbremse von Edvinas Girdvainis an Ademi gab es Elfmeter für den MSV, den Moritz Stoppelkamp in der Nachspielzeit zum 1:0 verwandelte. Zudem sah Girdvainis glatt Rot, sodass der KFC die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl agieren musste.

In diese ging Krefeld mit vier Wechseln und mehr Mut, doch den Ton gab weiterhin nur der MSV an. Erst verpasste Palacios das 2:0 (50.), dann auch Ademi (51.), ehe Lukas Scepanik nach einer Ecke nur den Pfosten traf (55.). Mickels (59.) gab den nächsten Torschuss ab, vier Zeigerumdrehungen später lag der Ball dann im Tor. Nach einer Ecke war erneut Stoppelkamp zur Stelle, nachdem Königshofer daneben gegriffen hatte. Die Gegenwehr der jungen Krefelder Mannschaft war nun gebrochen, in Minute 69 machte Duisburg mit dem 3:0 durch David Tomic endgültig alles klar. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff erhöhte Stoppelkamp mit seinem dritten Treffer an diesem Tag auf 4:0. Anschließend verpasste Ademi das nächste Tor (77.), ehe Patrick Göbel auf der anderen Seite Mal zu einer Chance für den KFC kam, Deana aber nicht überwinden konnte (79.). In der 90. Minute war Ademi dann aber doch noch zur Stelle und sorgte mit dem 5:0 für den Endstand. Im Halbfinale trifft der MSV (wohl am 19. Mai) nun auf den Gewinner der Partie Wuppertaler SV gegen VfB Homberg, während der KFC raus ist und damit in der kommenden Saison auch nicht am DFB-Pokal teilnehmen wird. Für die Krefelder geht es nun darum, den Abstieg zu verhindern.

   
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