Landespokal-Fortsetzung in Sachsen nur mit Profiteams?

Der saarländische Fußballverband hat es vorgemacht, Sachsen könnte nachziehen: Wird der Landespokal nur mit den Profiteams fortgesetzt?

Amateurklubs sollen entschädigt werden

Schon seit Anfang Oktober ist der Landespokal in Sachsen aufgrund des Lockdowns unterbrochen, ein regulärer Abschluss des Turniers bis Ende Mai ist aus terminlichen Gründen nicht mehr möglich – bislang sind nur drei von sieben Runden absolviert. Aus diesem Grund hat der sächsische Fußballverband (SFV) den noch im Wettbewerb befindlichen Klubs den Vorschlag gemacht, dass der Pokal nur mit den Dritt- und Viertligisten fortgesetzt wird. Sämtliche Amateurklubs würden kampflos ausscheiden, dafür aber finanziell entschädigt werden. Im Raum steht eine Summe von 3.500 Euro – das Doppelte dessen, was die Vereine unterhalb der Regionalliga sonst kassieren würden.

Sollten die Klubs zustimmen, wären mit den erst jetzt eingreifenden Drittligisten Dynamo Dresden und dem FSV Zwickau sowie fünf Vereinen aus der Regionalliga nur noch sieben Teams im Rennen. Das Viertelfinale würde wohl am 1./2. Mai ausgetragen werden und nur aus drei Spielen bestehen – einer der sieben Klubs würde ein Freilos erhalten. Das Finale soll am 29. Mai im Rahmen des deutschlandweiten "Finaltag der Amateure" bestritten werden.

Zwickau mit guten Pokal-Chancen

Für den Fall, dass der geplante Modus umgesetzt wird, könnte dem FSV Zwickau bei einem Freilos im Viertelfinale und einem Finale gegen Dynamo Dresden schon der Sieg im Halbfinale gegen einen Viertligisten reichen, um sich für den lukrativen DFB-Pokal zu qualifizieren. Der Hintergrund: Dynamo wird sich wohl über die Liga für den DFB-Pokal qualifizieren, sodass – sollten die Sachsen das Landespokal-Endspiel erreichen – die andere Mannschaft automatisch durch wäre. Sollten die Amateurvereine dem Plan des Verbandes nicht zustimmen, wird der Landespokal wohl abgebrochen. Wie dann der Teilnehmer am DFB-Pokal ermittelt werden würde, ist vollkommen offen.

 
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