Landespokal: FCS steht im Endspiel – Wiesbaden scheidet aus

Der 1. FC Saarbrücken hat am Mittwochabend den Einzug ins Endspiel des saarländischen Landespokals geschafft und sich nach Verlängerung mit 3:2 bei Viertligist FC 08 Homburg durchgesetzt. Weniger gut verlief der Abend für den SV Wehen Wiesbaden, der bei Steinbach Haiger aus der Regionalliga trotz Führung verlor und die Teilnahme am Endspiel verpasst.

FC 08 Homburg 2:3 1. FC Saarbrücken: FCS gewinnt in der Verlängerung

Gegenüber dem 0:1 in Meppen baute Trainer Rüdiger Ziehl seine Startelf auf gleich neun Positionen um, unter anderem spielten Paterok (Tor) sowie Günther-Schmidt und Steinkötter. Dafür saßen Spieler wie Kerber und Grimaldi zunächst auf der Bank. Nachdem Homburg schon in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel hatte, lag der Ball nach einer guten halben Stunde im FCS-Tor. Allerdings zählte der Treffer der Gastgeber aufgrund eines vermeintlichen Stürmerfouls nicht. Auch danach blieb der Viertligist gefährlich und hatte mehrfach das 1:0 auf dem Fuß, während die Saarbrücker eine erschreckend schwache Vorstellung boten. Erst kurz vor der Pause kam der FCS über Günther-Schmidt zur ersten nennenswerten Chance, diese verpuffte jedoch.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Ziehl und brachte Grimaldi für Steinkötter. Mit dem 32-Jährigen in der Sturmspitze war nun deutlich mehr Zug im Spiel der Saarbrücker, was nach 52 Minuten mit dem 1:0 belohnt wurde: Nach einer unzureichenden Klärungsaktion des Viertligisten nahm Frantz den Ball volley und brachte ihn sehenswert im Tor unter. Sechs Zeigerumdrehungen danach lag der Ball erneut im Tor der Hausherren, jedoch soll Günther-Schmidt im Abseits gestanden haben, sodass dem Treffer die Anerkennung verweigert wurde (58.). Kurz danach jubelten dann die Homburger: Perdedaj drückte das Leder zum Ausgleich über die Linie (69.). Die Antwort der Blau-Schwarzen ließ aber nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später verwandelte Cuni zur erneuten Führung. Doch auch Homburg antwortete jetzt schnell und kam nach 77 Minuten zum erneuten Ausgleich durch Gösweiner. Danach verpasste Grimaldi die abermalige Führung des FCS (82.), sodass es in die Verlängerung ging.

Dort angekommen, ging es für Kerber verletzungsbedingt nicht mehr weiter, während Homburg nach 95 Minuten das 3:2 liegenließ. Doch auch der FCS drängte auf den dritten Treffer. Nachdem Grimaldi diesen per Doppelchance (101. / 102.) noch verpasste, machte es Rizzuto nach 103 Minuten besser, als er aus der Distanz einschweißte und Keeper Wozniak nicht gut aussehen ließ. Wieder hätte Homburg schnell antworten können, nutze kurz vor und nach dem Seitenwechsel jedoch beste Chancen nicht. Die Schlussphase musste Saarbrücken dann in Unterzahl bestreiten, nachdem Ernst eine Zehn-Minuten-Strafe bekam, die im Saarlandpokal bei einer gelb-roten-Karte verhängt wird. Mit einem Mann mehr traf der Viertligist anschließend noch mal den Pfosten. Danach war Schluss, sodass der FCS im Finale steht und dort auf den Sieger der Partie zwischen Elversberg und Auersmacher treffen wird. Sollte die SVE das Endspiel erreichen, dürfte Saarbrücken die Qualifikation für den DFB-Pokal bereits sicher haben, da sich Elversberg höchstwahrscheinlich über die Liga für den lukrativen Wettbewerb qualifizieren wird.

TSV Steinbach Haiger 2:1 Wehen Wiesbaden: SVWW fliegt trotz Führung raus

Beim Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest erwischte der SVWW, der mit zahlreichen Reservisten auflief, einen Traumstart und traf bereits nach acht Minuten zur Führung. Nachdem Najar im Strafraum gefoult worden war, gab es Elfmeter, den Ezeh zum 1:0 verwandelte. Kurz danach verhinderte Stritzel mit einer Parade den Ausgleich (18.), ehe er weitere zehn Minuten später gegen den Ex-Wiesbadener Korte machtlos war – 1:1. Und beinahe hätte Korte doppelt getroffen, zog nach einer halben Stunde aber knapp vorbei und scheiterte danach an Stritzel (41.). Erst kurz vor der Pause wurde der SVWW nochmal gefährlich, ging aber mit dem 1:1 in die Kabine.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab Steinbach weiter den Ton an, während Wiesbaden kaum zur Entfaltung kam. Erst nach 67 Minuten tauchte der eingewechselte Prtajin vor dem Kasten auf, scheiterte allerdings aus kurzer Distanz am Keeper. Auf der anderen Seite verhinderte Stritzel den erneuten Rückstand (75.). Wenig später schlug es dann aber doch ein: Singer traf zum 2:1 für den Viertligisten und drehte die Partie damit. In der Schlussphase warf der SVWW nochmal alles nach vorne, kam aber nicht mehr zum Ausgleich. Somit verpasst Wiesbaden den Einzug ins Pokalfinale, hat als Tabellenzweiter aber nach wie vor gute Chancen, die Qualifikation für den DFB-Pokal über die Liga zu erreichen.

Niedersachsenpokal: Osnabrück im Finale – Oldenburg scheitert

   
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