Länder einigen sich auf einheitliche Linie für Fan-Rückkehr

10.000 Zuschauer in Dresden, 5.000 in Magdeburg und 0 in München. Am Pokal-Wochenende glich Deutschland einem Flickenteppich, was die Anzahl der zugelassenen Fans in den Stadien anging. Doch damit ist gerade rechtzeitig zum Saisonstart wohl Schluss. Am Dienstag einigten sich die Staatskanzleien der Bundesländer auf eine einheitliche Linie.

Behörden vor Ort entscheiden

Wie aus einem Bericht der "Bild" hervorgeht, sollen die Stadien zunächst zu 20 Prozent gefüllt werden. Dabei handelt es sich aber nicht um eine verbindliche Vorgabe, die 1:1 umgesetzt werden muss, sondern vielmehr um eine Vorlage, an der sich die örtlichen Behörden orientieren können.

Denn klar ist: Die endgültige Entscheidung über die Anzahl der zugelassenen Zuschauer liegt weiterhin bei den Gesundheitsämtern vor Ort. Durchaus möglich daher, dass einzelne Länder und Städte mehr als 20 Prozent erlauben. Das war am Wochenende zum Beispiel in Dresden (33 Prozent) und Rostock (26 Prozent) schon der Fall. Aber auch Kulissen unter 20 Prozent der Stadionkapazität sind möglich. "Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart", kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an.

Zunächst bis Ende Oktober

Vor allem für die Klubs in Bayern und NRW ist die einheitliche Linie eine gute Nachricht, nachdem sie zuletzt vor leeren Rängen beziehungsweise vor maximal 300 Zuschauern spielen durften. 1860 München etwa könnte schon am übernächsten Wochenende vor 3.000 Zuschauern gegen Magdeburg antreten. Auch Unterhaching, Ingolstadt, Bayern II und Türkgücü winken ähnliche Kulissen. Und der MSV Duisburg könnte in eineinhalb Wochen rund 6.300 Fans zum Heimspiel gegen Zwickau begrüßen. Auswärtsfans sind weiterhin nicht erlaubt, zudem gibt es nur personalisierte Tickets.

Zunächst soll die 20-Prozent-Linie für sechs Wochen, also bis Ende Oktober, gelten – dann soll eine neue Einschätzung vorgenommen werden. Sollten sich in einem Landkreis mehr als 35 Personen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen neu infizieren, werden keine Fans zugelassen. Derzeit liegen aber alle Landkreise mit Drittliga-Standorten unter diesem Richtwert.

Mögliche Zuschauerzahlen

bei einer Auslastung von 20 Prozent
Mögliche ZuschauerzahlZuschauer am 1. Spieltag
9.9704.985
7.500*7.500
3.200/
10.000+*/
3.000offen
3.160offen
3.600*3.600
3.011/
7.500*7.500
2.648500
10.920*/
6.300/
3.000*/
3.011/
2.000/
5.144mindestens 500
1.820630
3.000/
3.000*/
2.700*1.860

* Dresden und Rostock haben zuletzt vor mehr als 20 Prozent der Stadion-Kapazität gespielt. Auch dem FSV Zwickau liegt dafür grünes Licht vor.

** Verl spielt in Paderborn, Uerdingen in Düsseldorf und Türkgücü im Grünwalder Stadion

   
  • Daniel M.

    Also doch nicht einheitlich. Gut so.

  • Heike

    Dann findet diese Hetze gegen Rostock hoffentlich endlich ein Ende

    • Daniel M.

      Wer hetzt gegen Rostock und weswegen?

  • Thüring’er

    Den "Oberschiedsricher" Söder aus Bayern haben wohl die Ostdeutschen Bundesländer das Zepter aus den Händen genommen, sonst wollter er doch immer bestimmen und vorpreschen, jetzt konnte er nur noch reagieren…

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