Kwasniok nach 1:4: "Niederlage wird uns nicht umwerfen"

Beim 1:4 in Mannheim kassierte der 1. FC Saarbrücken am Samstag seine höchste Pleite in dieser Saison und verlor neben dem Spiel auch die Tabellenführung. Trainer Lukas Kwasniok blickte aber dennoch zuversichtlich auf die kommenden Wochen.

Zwei individuelle Klöpse

Es war nicht der Tag des 1. FC Saarbrücken. Zwar brachte Markus Mendler den FCS nach 15 Minuten sehenswert aus spitzem Winkel in Führung, doch dann verteilten die Saarländer bereits einen Tag vor Nikolaus Geschenke: Erst legte Manuel Zeitz unglücklich für Dominik Martinovic auf (24.), dann bekam Mario Müller den Ball nicht geklärt (49.). "Wir holen den Gegner mit zwei individuellen Klöpsen zurück ins Spiel", ärgerte sich Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie, stellte aber fest: "Der Waldhof ist der verdiente Sieger".

Auch Mendler war bei "MagentaSport" bedient: "Wir sind nicht mehr hingekommen, die Wege wurden weiter und das hat Mannheim richtig gut ausgespielt. Sie haben immer wieder in eine Seite reingespielt und die Verlagerung gesucht." Entsprechend konnte sich der 27-Jährige auch über seinen vierten Saisontreffer nicht so richtig freuen: "Das Tor hat keinen Wert, wir haben 1:4 verloren." Ins Bild des gebrauchten Tags passte auch, dass sich Maurice Deville nur 20 Minuten nach seiner Einwechslung verletzte und nicht mehr weitermachen konnte. Und da Kwasniok alle drei Wechsel auf einmal vollzogen hatte, musste Saarbrücken die letzten Minuten in Unterzahl agieren und kassierte dabei noch den vierten Gegentreffer.

Kwasnioks Lösungsansätze

Doch trotz der höchsten Saisonpleite war der FCS-Coach milde gestimmt und machte seinem Team keinen Vorwurf: "Wir müssen uns mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich Mannschaften vermehrt auf uns einstellen werden." Außerdem mahnte er: "Du musst über 90 Minuten komplett fokussiert sein – das haben wir auch in den letzten Spielen schon nicht geschafft." Seit vier Partien wartet der Aufsteiger nun auf einen Sieg, steht aber als Tabellenzweiter weiterhin hervorragend da. Auch deshalb sagte Kwasniok: "Die Niederlage wird uns nicht umwerfen, wir sind total stabil." Dennoch müsse seine Mannschaft "konsequenter Richtung Tor spielen" und "individuelle Fehler vermeiden", blickte Saarbrückens Übungsleiter voraus.

Am Sonntag in einer Woche trifft der FCS im heimischen Ludwigspark auf die U23 des FC Bayern München, die die letzten vier Partien allesamt verloren hat und unter dem Strich steht. Entsprechend geht der 1. FC Saarbrücken als Favorit in die Partie – und kann mit drei Punkte in die Erfolgsspur zurückkehren. Ob Maurice Deville wieder dabei sein wird, ist noch ungewiss. Laut Kwasniok erlitt er eine muskuläre Verletzung. "Wie schwerwiegend sie sein wird, werden wir in den nächsten Tagen sehen."

   
  • Luzifer98

    Respekt an die Barackler, mit ihrer NoName-Truppe spielen sie richtig attraktiven und zudem erfolgreichen Fußball. Da kann man selbst als Lautrer schon neidisch werden, wenn man sieht, was unsere „Star-Kicker“ für eine Grütze spielen.

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