Kurz vor dem Ziel lässt Heidenheim nichts mehr anbrennen

Durch den 3:0 (0:0) Heimerfolg über Holstein Kiel steht der 1. FC Heidenheim kurz vor dem größten Triumph ihrer Vereinsgeschichte. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zwar weiterhin neun Punkte, doch allmählich gehen der Konkurrenz die Spiele aus, um diesen Vorsprung noch einzuholen. Vier Partien sind bis zum Ende der Saison noch zu absolvieren. Bereits beim kommenden Auswärtsspiel in Elversberg kann der Aufstieg perfekt gemacht werden. Durch den klaren Heimerfolg gegen Kiel haben die Heidenheimer nochmals Selbstvertrauen getankt, wobei zu Anfang der Partie ein solch deutliches Ergebnis nicht unbedingt zu erwarten war.

Zu abwartend in Halbzeit eins

Für die Störche geht es um den Klassenerhalt und das hat man über weite Teile der ersten Hälfte auch deutlich gesehen. Um jeden Preis versuchte man wenigstens einen Punkt aus Heidenheim zu entführen. Sie setzten den Gegner immer wieder früh unter Druck, sodass den Heidenheimern in der ersten Halbzeit kaum eine gelungene Kombination gelingen wollte. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und haben den Gegner früh angelaufen, um ihn nicht ins Spiel kommen zulassen“, so Kiels Trainer Karsten Neitzel. Und damit hatte das Team von Frank Schmidt so seine Probleme, auch wenn große Chancen zur Führung, wie die von Thurk und Bagceci, vorhanden waren. Doch bei beiden wollte der Ball nicht ins Tor. Aus einer ähnlichen Position fünf Meter vor dem Tor schob Thurk den Ball in der Anfangsphase am Tor vorbei. Bagcecis Versuch mit der Fußspitze den Ball ins kurze Eck zu legen konnte Kiels Torhüter Jakusch mit jener selben Fußspitze parieren.

Rote Karte als Schlüsselszene

„Mehr im läuferischen Bereich tun“, war die Anweisung von Schmidt während Halbzeit. Und die Spieler auf dem Platz ließen Taten folgen. Als Türöffner für den Sieg diente dennoch ein Standard. Nach Kopfballverlängerung von Titsch-Rivero erzielte Linksverteidiger Heise sein erstes Saisontor. „Danach haben wir Fußball gespielt“, so Schmidt. Das zweite Tor durch Bagceci und der dritte Treffer, den Niederlechner hervorragend vorbereitet hatte und der Kieler Vendelbo mit einem Eigentor vollendete, waren die logische Konsequenz der drückenden Überlegenheit der Heidenheimer. Die profitierten von der Roten Karte des Kielers Schäffler in der 40. Minute. Diese Rote Karte war für Neitzel auch der Knackpunkt in der Partie. „Uns ist der zentrale Abspielpunkt weggebrochen. Das hat man gemerkt und dann wird es natürlich schwer in Heidenheim“, sagt Neitzel. Nach einem nicht geahndeten Foul von Breitkreuz an Strauß, revanchierte sich Bagceci mit einem harten Tackling an Breitkreuz. Es kam zur Rudelbildung, bei der letztendlich Schäffler Torhüter Sabanov zu Boden schubste. Für den Unparteiischen Steffen Mix genügte diese Aktion, um Schäffler noch vor der Halbzeit duschen zu schicken.

Aufstiegsfeier auswärts?

Diese Szene hat neben Schäffler auch noch für Breitkreuz und Bagceci Folgen. Beide sahen ihre fünfte Gelbe Karte der Saison und fehlen im nächsten Spiel. Zudem sah auch Kiels Danneberg zum fünften Mal Gelb in dieser Spielzeit. Dafür kehrt Wetter nach seiner abgesessenen Sperre wieder in den Kader für das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg zurück. Der 1. FC Heidenheim könnte schon nächstes Wochenende den Aufstieg endgültig klar machen. Doch dazu muss beim abstiegsbedrohten SV Elversberg gepunktet werden.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 
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