KSC weiter ohne Auswärtssieg: Ratlosigkeit macht sich breit

Der Karlsruher SC ist am 13. Spieltag nicht über ein 1:1-Unentschieden bei Preußen Münster hinausgekommen. Damit wartet der Zweitliga-Absteiger weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Starke erste Halbzeit reicht nicht

Dabei legten die Karlsruher vor allem in der ersten Halbzeit und der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs einen guten Auswärtsauftritt hin. Der KSC dominierte das Spielgeschehen nach Belieben und ging durch Jonas Föhrenbach (25.) auch verdient in Führung. Einzig die Tatsache, dass die Schwartz-Elf das Ergebnis nicht höher schraube konnte, blieb zu kritisieren. Zwar hatten die Münsteraner nach dem 1:0 die Chance auf den Ausgleich, Sebastian Mai setzte den Ball nach einem Eckstoß aber knapp neben das Gehäuse (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel war der KSC das aktivere Team, verpasste es aber, die Entscheidung herbeizuführen. Fabian Schleusener (56.) vergab unter anderem eine Möglichkeit das 2:0 zu erzielen und für die Vorentscheidung zu sorgen. Somit kamen die Gastgeber immer besser in die Partie und erspielten sich, allen voran in Person von Adriano Grimaldi, nach und nach gute Möglichkeiten. Das wurde in der 76. Minute auch belohnt, als der eingewechselte Jeron Al-Hazaimeh den Ausgleich markierte.

Ratlosigkeit im KSC-Lager

Die Mienen der KSC-Akteure waren nach dem Abpfiff dementsprechend bedrückt. Torschütze Jonas Föhrenbach versuchte Erklärungen zu finden, wirkte selbst aber etwas ratlos ob des Ausgangs der Partie: "Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht und hatten den Gegner im Griff. Wir hätten aber das 2:0 nachlegen müssen. Ich verstehe selber nicht genau, wieso wir in der zweiten Halbzeit das Spiel dann aus den Händen geben", sagte er bei "Telekom Sport".

Ähnlich wie Föhrenbach sah es KSC-Trainer Alois Schwartz: "Wir haben 60 starke Minuten gespielt und dann irgendwie den Faden verloren, hatten keine Ruhe mehr am Ball und haben den Gegner immer wieder zu Möglichkeiten eingeladen. Wenn man das zweite Tor nicht macht, wird man schnell mal bestraft." Trotz des Leistungsabfalls in der letzten halben Stunde zog der 50-Jährige aber auch daraus positive Schlüsse: "Da kann ich zumindest mit der Einstellung, dem Kampf und der Bereitschaft, das Ding über die Bühne zu bringen, leben.“

Es bleibt also auch nach 13 Spieltagen dabei, dass der KSC es nicht schafft, auswärts dreifach zu punkten. Da wird man froh sein, dass in der kommenden Woche wieder ein Heimspiel ansteht, wenn der 1. FC Magdeburg im Wildpark gastiert. Das wird sicher keine leichte Aufgabe, jedoch zeigen sich die Karlsruher zu Hause derzeit in einer starken Form.

   
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