KSC will mit Fans im Rücken den ersten Schritt machen

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Langsam aber sicher wird es ernst. Der Karlsruher SC tritt am Freitag (18:15 Uhr) zum Relegationshinspiel im heimischen Wildpark gegen den FC Erzgebirge Aue an.

Heimvorteil nutzen

Dabei ist eins schon sicher: Der KSC kann auf große Unterstützung der eigenen Anhänger zählen. Der Heimbereich des Wildparkstadions ist mit 24.600 abgesetzten Karten ausverkauft. Aus Aue werden 800 bis 1000 Fans erwartet. Cheftrainer Alois Schwartz brachte im Vorfeld dieser wichtigen Partie zum Ausdruck, wie sehr ihn diese Unterstützung freut: "Es herrscht ein riesiges Interesse. Wir werden am Freitag ein volles Haus haben, das haben wir uns erarbeitet. Darauf können wir stolz sein. Genauso werden wir auch in das Spiel hineingehen." Trotz der Niederlage im letzten Saisonspiel gegen Jena (2:3) sprach Schwartz von einer guten Saison, die in den beiden Entscheidungsspielen nun vergoldet werden kann: "Wir haben mit dem Erreichen des dritten Platzes eine sehr gute Runde gespielt. Jetzt können wir am Freitag und am darauffolgenden Dienstag daraus eine herausragende Runde machen."

Sportdirektor Kreuzer hat Erfahrungen mit Relegationsspielen

Einer, der genau weiß, was auf ihn in den beiden Spielen zukommt, ist KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Zum einen war der 52-Jährige in der Saison 2013/2014 als sportlich Verantwortlicher mit dem Hamburger SV in den Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth erfolgreich. Zum anderen musste er aber auch die enttäuschende Relegation des KSC miterleben, als man in der Saison 2011/2012 nach zwei Spielen gegen den SSV Jahn Regensburg den Gang in die dritte Liga antreten musste. Vergleichen will Kreuzer die letzte Relegation mit dem KSC aber nicht mit der nun anstehenden gegen Aue: "Das kann man nicht vergleichen. Damals waren wir der Zweitligist und hatten viel zu verlieren. Jetzt sind wir in einer anderen Position. Wir wissen, wie es als Zweitligist ist, in die Relegation zu gehen. Da hat man automatisch den Druck und die Gedanken des Absteigens.“ Deshalb sieht Kreuzer seinen Klub diesmal im Vorteil: "Wir können aus dieser Saison eine richtig, richtig gute Spielzeit machen. Deshalb sind wir positiv gestimmt und haben positive Gedanken. Wir freuen uns auf die Spiele. Diese Gefühlswelt wird Aue nicht haben. Für uns sind es zwei absolute Highlights zum Abschluss der Saison und so gehen wir es auch an.“

Aue kommt angeknockt in den Wildpark

Tatsächlich dürfte die Gefühlswelt auf beiden Seiten unterschiedlicher nicht sein. Der KSC hat es durch eine unglaubliche Serie noch geschafft, sich den Relegationsrang zu sichern. Aue hingegen rutschte erst am letzten Spieltag auf eben diesen ab. Dabei herrschte nach dem letzten Spieltag viel Trubel, der Verein legte Protest gegen die Spielwertung ein, da man sich ungerecht behandelt fühlte. Das alles wird in den Köpfen der Veilchen immer noch eine Rolle spielen, eine wirklich ruhige Vorbereitung war nicht möglich. Trotzdem erwartet Alois Schwartz einen schweren Gegner: "Normalerweise ist man mit 40 Punkten gerettet. Das zeigt, wie stark Aue ist. Sie spielen einen guten Ball und da müssen wir gut dagegen arbeiten." Doch auch die Umstände, unter denen Aue in den Wildpark nach dem zweimalig abgeschmetterten Einspruch gegen die Spielwertung kommt, spielen bei Schwartz eine Rolle: "Wir hätten uns genauso darüber aufgeregt. Das waren drei spielentscheidende Dinge, aber das ist uns auch schon passiert. Das ist im Fußball so. Ich hoffe aber, dass alles normal läuft und es keine Konzessionsentscheidungen gibt. Ich denke, dass die Unparteiischen sowohl hier als auch in Aue einen guten Job machen."

   

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