Karlsruhe gewinnt in Paderborn, Preußen befreit sich

Zum Auftakt des 17. Spieltages musste Tabellenführer SC Paderborn am Freitagabend die erste Heimniederlage dieser Saison hinnehmen. Gegen den Karlsruher SC hieß es am Ende 0:2. Während Münster das Sechs-Punkte-Spiel gegen Chemnitz mit 1:0 für sich entschied, trennten sich Meppen und Großaspach 1:1.

SC Paderborn 0:2 Karlsruher SC: KSC bremst Paderborn aus

Das Spitzenspiel in der Benteler-Arena wurde von Beginn an ausgeglichen geführt. Bereits nach acht Minuten versuchte es Antwi-Adjej mit einem Abschluss aus spitzem Winkel, verfehlte jedoch das Tor. Die Gäste aus Baden spielten zwar ordentlich mit, mussten sich aber immer wieder schnellen Kombinationen der Paderborner erwehren. Nach gut 20 Minuten versuchte es Michel für die Ostwestfalen, doch sein Schuss aus 20 Metern flog ebenfalls links am Tor vorbei. Die Badener hätten selbst nach einer halben Stunde in Führung gehen können, doch Camoglus Pass aus bester Position konnte Bader nicht erreichen. Kurz vor der Halbzeit wurde es dann wild im Strafraum des KSC. In der Nach 41 Minuten parierte Uphoff einen Fallrückzieher von Zolinski, zwei Minuten später traf Michel nur den Pfosten und in der Schlussminute konnte Muslija im letzten Moment eine Hereingabe vor dem leeren Tor klären.

Wie aus dem Nichts gingen nach dem Pausentee die Gäste in Führung. Nach einem langen Ball von Wanitzek konnte Schleusener den Ball über Zingerle im SCP-Tor lupfen und traf zum glücklichen 1:0. Das Tor machte den Spielfluss der Heimelf zunichte, sodass der KSC immer mehr Sicherheit gewinnen konnte. Aus dieser Sicherheit heraus erhöhte die Schwarz-Elf sogar auf 2:0 durch Marcel Mehlem nach 62 Minuten. Aufgrund eines Missverständnisses zwischen Strohdiek und Zingerle landete eine Flanke von Föhrenbach beim Karlsruher, der den Ball volley ins Tor schoss. Eigentlich war das Spiel schon entschieden, doch der Unparteiische brachte den Spitzenreiter beinahe wieder zurück. Michel legte den Ball an Pisot vorbei und fiel, doch der SCP-Stürmr hatte selbst nur den Ball getroffen. Dennoch gab es Strafstoß für die Heimelf. Im Sinne der Gerechtigkeit konnte Uphoff den halbhohen Schuss von Wassey aber parieren und den Sieg der Badener sichern. In der Tabelle liegt der KSC jetzt nur noch fünf Punkte hinter Rang drei.

SV Meppen 1:1 Sonnenhof Großaspach: Remis im Verfolgerduell

In der Hänsch-Arena standen mit Meppen und Großaspach zwei Mannschaften in Lauerstellung auf dem Rasen. Nachdem auf der Gästeseite Sanés Schuss auf der Linie geblockt wurde, war es Benjamin Girth, der nach Vorlage von Granatowski in der 15. Minute eiskalt zum 1:0 für die Heimelf verwandelte. Das Spielniveau verflachte im Anschluss deutlich, während Großaspach versuchte wieder ins Spiel zu kommen. Doch lediglich ein Abschluss von Leugers aus der Distanz sorgte noch einmal kurz für Gefahr vor einem der beiden Tore.

Nach der Pause wurden beide Mannschaften wieder aktiver. Granatowskis Distanzschuss konnte Broll noch parieren (50.) und quasi im Gegenzug landete eine Flanke von Sohm auf der Latte. Mit dieser Chance ebbte der anfängliche Schwung der zweiten Halbzeit auch schon wieder ab. 20 Minuten vor dem Ende wurden die Heimfans plötzlich wieder geweckt. Nach Flanke köpfte Girth das Leder wunderbar aufs kurze Eck, doch Broll parierte glänzend auf der Linie. Fünf Zeigerumdrehungen später kam die SG aus dem Nichts zum Ausgleich. Einen Freistoß von Vitzthum konnte Domaschke nicht mehr erreichen, sodass der Ball im Torwarteck zum 1:1 einschlug. Keines der beiden Teams konnte sich zum Schluss entscheidend in der Offensive einbringen, sodass es beim Remis im Verfolgerduell blieb.

SC Preußen Münster 1:0 Chemnitzer FC: Preußen landet Big-Point im Abstiegskampf

Im Abstiegskampf von Münster sorgte zunächst nur die Pyrotechnik der Preußen-Fans für große Aufregung. Das Spiel dagegen wurde von Nickligkeiten und Fouls geprägt. Die Heimelf versuchte zwar die Partie zu kontrollieren, doch die Himmelblauen lauerten auf schnelle Konter. In der 26. Minute wurde es erstmals gefährlich. Grimaldi konnte zunächst noch abgeblockt werden, doch im Nachschuss versuchte es Stoll mit einem strammen Schuss, der an Kunz abprallte. Mit zunehmender Spieldauer wurde Münster immer besser und hätte sich eigentlich belohnen müssen, doch Rizzis Schuss in Richtung Winkel wurde von Mbende noch geblockt. Die Tatsache, dass Gästekeeper Kunz zur Pause bester Mann der Himmelblauen war, unterstrich indes die Überlegenheit der Westfalen.

Diese belohnten sich schließlich direkt nach der Pause. Nachdem die Gästeabwehr eine Flanke nur unzureichend geklärt hatte, wuchtete Scherder das Leder volley in die Maschen. Und die Münsteraner zogen weiter am Gashebel, sodass direkt im Anschluss Grimaldi und Kittner gegen Kunz das 2:0 verpassten. Von den Sachsen kam offensiv beinahe keine Aktion, sodass Münster weiter den Weg in die Offensive suchte. Insbesondere der agile Rühle sorgte für viel Unruhe in der Hintermannschaft der Gäste, die mit zunehmender Spieldauer auch nur eigene Fehler produzierten. Erst in der 76. Minute wurde es erstmals wirklich gefährlich vor dem Tor der Preußen. Körber flog unter einer Ecke hindurch, sodass Leutenecker zum Abschluss kam. Scherder blockte den Ball auf der Linie, verletzte sich aber bei der Aktion. Es wurde wild in den Schlussminuten. Schweers Kopfball sechs Minuten vor dem Ende rettete Kunz sensationell auf der Linie und im Gegenzug traf der CFC durch Baumgart nur die Latte. Die zitternden Münsteraner brachten den hochverdienten Sieg am Ende knapp über die Zeit, obwohl Tritz in der 89. Minute noch die Ampelkarte sah. Damit verlässt Münster die Abstiegsplätze und ist jetzt 14., Chemnitz rutscht auf Rang 15 ab.

 
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