Krämer kann mit Nullnummer in Chemnitz leben

Gegen den Chemnitzer FC wollte der 1. FC Magdeburg den Schwung aus dem Pokalspiel gegen Freiburg mitnehmen, letztlich gelang das beim 0:0 aber nur bedingt. Zwar konnte Trainer Stefan Krämer mit dem Unentschieden leben, richtig zufrieden war er aber nicht.

Zweigeteiltes Fazit

Sechs Punkte nach fünf Spielen und der zehnte Tabellenplatz bedeuten Mittelmaß. Dass der FCM noch richtig in Fahrt gekommen ist, hängt vor allem mit der fehlenden Konstanz zusammen. Bisher schaffte es Blau Weiß nicht, in einem Spiel über die kompletten 90 Minuten zu überzeugen – so auch in Chemnitz. Entsprechend fiel Krämers Fazit zum wiederholten Male in dieser Saison zweigeteilt aus: "Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir hatten viel Ballbesitz, viele gute Situationen, auch ein paar tiefe Läufe hinter die gegnerische Kette. Und wir kamen nicht in Kontergefahr."

Mit dem zweiten Durchgang zeigte sich der FCM-Coach jedoch weniger zufrieden: "Da hatten wir zwar auch viel Ballbesitz, aber nur in Räumen, die dem Gegner nicht wehgetan haben. Wir haben uns gegen das 5-4-1 der Chemnitzer sehr schwer getan." Außerdem sei der FCM in Konter gelaufen und hatte Glück, dass Torhüter Alexander Brunst gegen Tarsis Bonga zweimal glänzend parierte. "Da müssen wir uns bei Alex bedanken, dass die Null stehen blieb", lobte Tobias Müller im Vereins-TV. Gefährliche Torchancen erspielten sich die Elbstädter auf der anderen Seite nicht. "Der Punkt ist für uns deshalb ok", konnte Krämer mit dem Remis leben.

Krämer fordert mehr Mut

Was vor allem gegen tiefstehende Mannschaften besser werden muss, weiß der Magdeburger Coach genau: "Wir brauchen ein mutigeres 1 gegen 1, mehr Positionswechsel und mehr Abschlüsse aus der Distanz", analysierte er im Gespräch mit "Magenta Sport".

Nach dem mittelmäßigen Saisonstart warten mit 1860 München und Carl Zeiss Jena nun zwei Gegner aus dem unteren Tabellenfeld auf den FCM. Davon, dass sechs Punkte Pflicht seien, wollte Krämer aber nicht sprechen: "Die dritte Liga ist extrem schwer zu spielen, wenn man den zweiten Schritt vor dem ersten macht und hochrechnet wie viele Punkte man holt, dann ist man auf dem Holzweg", mahnte der 52-Jährige. Müller lobte derweil die rund 1.600 mitgereisten Fans, die für Heimspiel-Atmosphäre sorgten: "Sie haben uns wieder super unterstützt. Da tut es uns ein bisschen Leid, dass wir sie nicht belohnen konnten." Die nächste Möglichkeit dazu bietet das Heimspiel gegen 1860 München am kommenden Samstag.

   
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