1. FC Saarbrücken: Viele personelle Möglichkeiten vor Aue-Heimspiel

Vier Partien sind gespielt, und der 1.FC Saarbrücken besitzt noch immer eine fast blütenreine Weste. Zehn Punkte und kein Gegentor sorgen bei den Saarländern vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (Samstag, 14:03 Uhr) für Zufriedenheit, aber keinesfalls überschwängliche Gefühle. Ebenso leicht kritische Stimmen lassen die Protagonisten auf der Pressekonferenz vor dem Spiel nicht aus der Ruhe bringen.

Zufriedenheit und Sachlichkeit nach Saisonstart

Wer nach vier Spielen noch kein Gegentor kassiert hat, kann als Mannschaft wie Trainer nicht so viel falsch gemacht haben. Uwe Koschinat ist es in den ersten Saisonspielen offenbar gelungen, seine Mannschaft auf Gegner und Bedingungen jedes Mal richtig einzustellen und das trotz sich stets ändernden Personals (bereits 19 eingesetzte Spieler) und Formationen. In der Pressekonferenz am Freitag lobte der FCS-Trainer in gewohnter Sachlichkeit sein Team für bisher Gebotenes und das hohe "Verantwortungsbewusstsein" und hob die gelungene "Standortbestimmung" von Ingolstadt letzten Samstag (0:0) noch einmal heraus.

Dennoch kam Koschinat nicht um kritischen Fragen bezüglich der Offensive herum. Denn diese lieferte erst viermal und davon dreimal nach Standard und kein einziges Mal in Halbzeit 1, könnte man verknappt anbringen. Doch sowohl der Trainer als auch Julian Günther-Schmidt lächelten die Fragen nach der Offensive und dem Zustandekommen der Last-Minute-Siege gekonnt weg. Zehn Punkten gäben ihnen recht und gerade offensiv sei "Effektivität" das Schlüsselwort. Eine Steigerung im Offensivspiel sei dennoch nötig, denn die Angriffsabteilung hätte tatsächlich in Ingolstadt zum ersten Mal unter der "defensiven Stabilität" gelitten, so Koschinat. Grundsätzlich sprächen aber die Zahl der herausgespielten Chancen für die Saarländer.

Steinkötter fraglich, Zellner und Neudecker zurück

Mit Blick auf die Personalsituation hat Koschinat ohnehin die Qual der Wahl. Denn trotz der vier sicheren Ausfälle von Dominik Ernst (Muskelverletzung), Lukas Boeder (Innenbandriss), Robin Scheu (muskuläre Probleme) und Julius Biada (Wadenprobleme) gibt es nur ein weiteres Fragezeichen mit Justin Steinkötter (geschwollene Mandeln). Steven Zellner und Richard Neudecker, die gegen Ingolstadt passen mussten, sind wieder im Training und stehen zur Verfügung. Und so wird Koschinat sicherlich noch einige Stunden am Freitag überlegen, mit welchen Akteuren und Taktik er beginnen wird. Denn der Gegner aus Aue sei im Vergleich zu den vorherigen Kontrahenten "nicht lesbar", was bedeutet, dass er die Sachsen nach der 1:5-Klatsche vom vergangenen Wochenende von der Spielweise und Formation ganz anders erwarte als zuletzt. So laute wie in den vorherigen Heimspielen die wesentliche Marschroute sehr "initiativ und körperlich" zu agieren, um den Gegner gar nicht groß in das Spiel kommen zu lassen.

Ob Koschinat in puncto Taktik und Personal auch diesmal die richtigen Entscheidungen trifft, wird sich ab 14:03 Uhr am Samstag-Nachmittag zeigen (live im SR und bei MagentaSport). Unabhängig der Übertragungen und "erst" 7.500 verkauften Tickets rechnen die Saarländer mit einer fünfstelligen Besucherzahl dank zahlreicher Kurzentschlossenen und Tagestickets. Denn viel mehr als das Haar in der Suppe lässt sich beim FCS derzeit tatsächlich kaum finden.

   
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